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Hamburger Ergebnisse IHK-Unternehmensumfrage 2012
(PDF, 617 KB) (Dokument-Nr.: 100482)
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Auch 2012 bleibt das Ausbildungsengagement Hamburger Unternehmen unverändert hoch: Über 80 Prozent der Befragten will in diesem Jahr das Angebot an Ausbildungsplätzen im gleichen Umfang erhalten oder sogar aufstocken. Das ergab die kürzlich durchgeführte jährliche bundesweite Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). An der DIHK-Umfrage beteiligten sich 353 Hamburger Unternehmen.
Der Fachkräftemangel hat auch den Hamburger Ausbildungsmarkt erreicht: 82 Prozent der Unternehmen, die ihre Ausbildungsplätze 2011 nicht besetzten konnten, haben als Grund für die Nicht-Besetzung den Mangel an geeigneten Bewerbern genannt. Gefragt nach den Wegen, um neue Auszubildende zu gewinnen, haben 52 Prozent der Unternehmen die Angebote der Handelskammer genannt. 64 Prozent der Befragten haben das Internet genutzt, um Bewerber zu akquirieren. Insbesondere Online-Börsen, wie „stepstone“, „monster“, die „Online-Lehrstellenbörse“ unserer Handelskammer (50 Prozent) sowie Soziale Medien (24 Prozent) spielen bei der Suche nach den richtigen Kandidaten eine immer wichtigere Rolle. Dies zeigt, dass die Firmen zunehmend auf verbessertes Ausbildungsmarketing setzen, um die Jugendlichen für die Ausbildung zu gewinnen. Dazu gehören auch Anzeigen in regionalen Medien (21,3 Prozent), Beteiligung an Ausbildungsmessen (17,6 Prozent) und Direktwerbung in den Schulen (16,3 Prozent).
Das größte Ausbildungshemmnis ist wie in den Vorjahren die mangelnde Ausbildungsreife (70,5 Prozent) vieler Bewerberinnen und Bewerber. Den Ergebnissen zufolge fehlen immer noch zu vielen Schulabgängern die mathematischen, sprachlichen und sozialen Kompetenzen, die sie zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss befähigen. Über die Hälfte der Unternehmen (54,7 Prozent) sieht beim mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen das größte Problem. Allerdings sind für 41 Prozent der Betriebe soziale Kompetenzen, wie zum Beispiel Leistungsbereitschaft und Umgangsformen wichtiger als die schulischen Leistungen. Gerade die Leistungsbereitschaft der Auszubildende ist höher geworden: Nur 42 Prozent der befragten Betriebe stellen diesen Mangel bei heutigen Schulabgängern fest (2011: 44 Prozent). Leichte Verbesserungen lassen sich auch bei elementaren Rechenfertigkeiten (41,3 Prozent, 2011: 44 Prozent) feststellen. Es mangelt bei den Azubis an Disziplin, jedoch hat sich auch dieser Wert um 5 Prozent verbessert (46 Prozent, 2011: 51 Prozent).
Fast die Hälfte der Unternehmen ist der Auffassung, dass bei immer noch zu vielen Schülerinnen und Schülern klare Berufsvorstellungen fehlen. Frühzeitige Auflösung des Ausbildungsvertrages oder Verzicht auf den Ausbildungsplatz sind oft die Folge.
Inzwischen gleichen 66 Prozent aller befragten Unternehmen - 6 Prozent mehr als im Jahr 2011 - die fehlende Ausbildungsreife mit Nachhilfe im Betrieb aus. Eine weitere wichtige Unterstützung sind die ausbildungsbegleitenden Hilfen der Agentur für Arbeit (21,8 Prozent) sowie Angebote für langfristige Schülerpraktika zum Lernen im Betrieb (19 Prozent). Zudem bieten immer mehr Unternehmen Einstiegsqualifizierungsplätze (EQ) an, um Lernschwächeren den Weg in eine reguläre Ausbildung zu erleichtern.
Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage finden Sie unter Download.
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