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INNOVATION & UMWELT
Heizkosten senken
Der größte Teil des betrieblichen Energieverbrauchs entfällt auf die Bereitstellung von Wärme. Überdimensionierte Kessel, schlecht regelbare Heizanlagen, mangelhaft gedämmte Rohre und Kesselanlagen sind häufig anzutreffende Ursachen für hohe Heizkosten in Betrieben. Moderne Technik und geänderte Verhaltensweisen können zu erheblichen Einsparungen bei Heizkosten führen.
Maßnahmen und Tipps
Die folgenden Maßnahmen und Tipps zeigen kurz und bündig, wie Sie Ihre Heizkosten senken können. Ausführlichere Informationen zu einigen Punkten finden Sie weiter unten.
- Verwenden Sie möglichst keine elektrischen Heizungen, Heizlüfter oder Heizstrahler. Heizen mit Strom ist sehr teuer.
- Thermostatventile an Heizkörpern regeln den Heizwasserdurchlauf unter Berücksichtigung der Raumtemperatur. Verfügt Ihre Heizungsanlage nicht über Thermostatventile, sollten diese unbedingt nachgerüstet werden.
- Eine regelmäßige Kontrolle und Wartung der Kesselanlage ist erforderlich. Die Reinigung eines stark verschmutzten Heizkessels kann eine Energieeinsparung von bis zu 20 % bewirken.
- Schalten Sie Heizung und Umwälzpumpe außerhalb der Heizperiode ab, wenn sie nicht für die Warmwasserbereitung benötigt wird. Allerdings muss die Pumpe einmal in der Woche für wenige Minuten eingeschaltet werden, damit sie sich nicht festsetzt. Mit elektronisch geregelten Pumpen oder einer Wochenzeitschaltuhr kann dieser Vorgang automatisiert werden.
- Wählen Sie die niedrigstmögliche Einstellung der Umwälzpumpe. Hörbare Fließgeräusche in der Anlage weisen auf eine zu hohe Einstellung hin.
- Ältere Pumpen haben einen schlechten Wirkungsgrad und verbrauchen viel Strom. Elektronisch geregelte Pumpen können bis zu 50 % Strom sparen. Alte Pumpen können mit einer entsprechenden Elektronik nachgerüstet werden. Oft sind auch die Pumpenleistungen überdimensioniert. Ein Watt Pumpenleistung pro Heizkörper reicht aus.
- Nacht- und Wochenendabsenkungen vermindern Heizkosten erheblich. Sorgen Sie dafür, dass die Heizungsanlage ausgeschaltet oder gedrosselt wird, wenn sie nicht benötigt wird.
- Der Vordruck einer Heizungsanlage sorgt dafür, dass alle Heizkörper ausreichend durchströmt werden. Bei einer Gebäudehöhe von bis zu 10 m reicht in der Regel ein Vordruck von 1 bar, abzulesen am Manometer des Kessels bei abgeschalteter Heizung.
- Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können. Deshalb sollten sie grundsätzlich nicht etwa durch Möbel oder andere Gegenstände verstellt werden.
- Staub und Schmutz auf Heizkörpern vermindert die Wärmeabgabe. Säubern Sie Heizkörper in regelmäßigen Abständen.
- Dauerlüften mit gekippten Fenstern führt zu hohen Wärmeverlusten. Machen Sie die Fenster weit auf und sorgen Sie für wenige Minuten für Durchzug (Stoßlüften). Drehen Sie währenddessen die Heizung herunter.
- Dämmen Sie Heizungs- und Warmwasserrohre.
- Ein Grad weniger Raumtemperatur spart 6 % Heizenergie.
- Luft in Heizkörpern hemmt die Wärmeentwicklung. Wenn Heizkörper blubbern und gluckern, befindet sich Luft in ihnen. Entlüften Sie die Heizkörper, in dem Sie das Entlüftungsventil aufdrehen (Vorsicht heißes Wasser!).
- Isolieren Sie Heizkörpernischen, indem Sie hinter den Radiatoren eine reflektierende Silberfolie anbringen. Die Wärme wird so in den Raum reflektiert. Dadurch lassen sich bis zu 4 % der Heizkosten sparen. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll.
- Halten Sie zwischen unterschiedlich beheizten Räumen die Türen geschlossen.
- Schließen Sie Rollläden und Vorhänge nach Feierabend, damit weniger Wärme über die Fenster verloren geht.







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