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Die HK-Energie-Lotsen (Dokument-Nr.: 50280)
INNOVATION & UMWELT
Der Hydraulische Abgleich
Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass der Einbau eines Wärmeerzeugers mit einem hohen Wirkungsgrad nicht immer gleichbedeutend mit einer markanten Energieeinsparung ist. Oft bleiben durch die Nichtbetrachtung der nach dem Wärmeerzeuger verlaufenden Wärmeverteilung hohe Einsparpotenziale ungenutzt.
Das Zusammenspiel aller in einem Heizsystem verbauten Komponenten, wie Pumpen, Strangregulierventile, Thermostatventile und Heizkörper sollte immer auf die durch den Heizungstausch veränderten Parameter angepasst werden.
Der Fachmann spricht dabei vom hydraulischen Abgleich. Durch die Vielzahl der zu berücksichtigenden Parameter fällt es dem Anlagenbetreiber jedoch manchmal schwer, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, obwohl zwischen einem abgeglichenem Heizsystem und einem Heizungssystem ohne Abgleich eine Energieeinsparung von ca.20 Prozent stehen kann.
Hydraulischer Abgleich - Was ist das?
Beim hydraulischen Abgleich geht es darum, jedem in einem Heizsystem befindlichen Heizkörper genau den Volumenstrom Heizmedium bei der vorhandenen Vorlauftemperatur zuzuführen, die er benötigt, um den Raum, in dem er sich befindet, auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Dabei sollte der Gesamtvolumenstrom und die maximale Vorlauftemperatur so gering wie möglich ausfallen.
Welche Einsparungen sind möglich?
Gerade in älteren Gebäuden bietet die Überdimensionierung der Heizkörper und der durch nachträgliche Modernisierung der Gebäude verringerte Wärmebedarf die Möglichkeit, die maximale Vorlauftemperatur und die Leistung der Umwälzpumpe zu reduzieren. Der dadurch reduzierte Verbrauch an Heizenergie und Pumpenstrom rückt die Amortisationszeit eines hydraulischen Abgleichs in den Bereich weniger Jahre.
Energie sparen - Komfort verbessern!
Neben dem positiven Effekt, dass der Energieverbrauch für die Beheizung eines Gebäudes sinkt, zeigen die Erfahrungen, das mit dem hydraulischen Abgleich eines Heizungssystems der Komfort für den Anlagenbetreiber steigt. Alle Heizkörper werden gleichmäßig warm, Strömungs- und Klopfgeräusche werden reduziert oder verschwinden ganz und die Regelung der Heizkörper durch die Thermostatventile wird deutlich verbessert.
Was kann auf einen fehlenden hydraulischen Abgleich hinweisen:
- Strömungsgeräusche in der Heizung
- Klopfgeräusche an geschlossenen Thermostatventilen
- schlecht regelbare Heizkörper
- Die Heizkörper werden warm, obwohl das Themostatventil geschlossen ist.
- Die im Heizsystem am Ende angeordneten Heizkörper werden nicht ausreichend warm.







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