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DIHK-Industriereport 2009
(PDF, 340 KB) (Dokument-Nr.: 56502)
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Nach dem aktuellen Industriereport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) legt die Industrieproduktion im Jahr 2010 um 5 Prozent zu.
Hierzu sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben :
"Die Industrie hat zuletzt wichtige Schritte aus dem Konjunkturtal gemacht. Auch für die kommenden Monate sehen sich die Unternehmen auf einem guten Weg. Angesichts deutlich verbesserter Geschäftserwartungen rechnet der DIHK mit einem Zuwachs der Industrieproduktion im kommenden Jahr von 5 Prozent. Trotz dieses Wachstums bleibt die Produktion noch längere Zeit hinter dem hohen Vorkrisenniveau zurück. Im Jahr 2010 dürfte die Industrie ein gutes Drittel des Rückgangs wettmachen. Um einen Abbau der Kapazitäten kommen viele Industrieunternehmen daher nicht herum. Ein weiteres Indiz dafür sind die nach wie vor sehr negativen Beschäftigungsabsichten der Großunternehmen, insbesondere im exportstarken Süden Deutschlands. Der DIHK geht folglich davon aus, dass im Jahr 2010 im Produzierenden Gewerbe 300.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Zusammen mit den Arbeitsplatzverlusten des laufenden Jahres hätte die Krise damit mehr als eine halbe Million Arbeitsplätze in der deutschen Industrie gekostet. Betroffen sind vor allem Beschäftigte im Kraftfahrzeug- und im Maschinenbau sowie in der Metallindustrie.Angesichts der heftigen Produktionseinbrüche fallen diese Arbeitsplatzverluste aber immer noch geringer aus als zwischenzeitlich prognostiziert. So halten gerade mittelständische Industriebetriebe so lange wie möglich an ihrer Stammbelegschaft fest – sie hatten im zurückliegenden Aufschwung besonders große Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden. Zudem versuchen die Industrieunternehmen durch Investitionen in neue Produkte und verbesserte Prozesse rasch aus der Krise zu kommen. Eine wichtige Ursache für die insgesamt nicht ganz so dramatischen Beschäftigungsrückgänge ist die moderate Arbeitskostenentwicklung der vergangenen Jahre. Sie hat Kostennachteile gegenüber dem Ausland reduziert. Wichtigstes Thema bleibt der Zugang zu Krediten, insbesondere zur Vorfinanzierung von Aufträgen und somit eines Aufschwungs. Hier sind Anpassungen im Ratingverfahren nötig: Beispielsweise sollten – wie in Österreich vereinbart – statt der letzten drei Jahre die letzten fünf Jahre in die Bewertung einbezogen werden. Denn sonst werden die Ratings von den Auftragseinbrüchen des Jahres 2009 dominiert, die in der mittelständischen Wirtschaft erst zu Jahresbeginn 2010 voll auf die Geschäftsbilanzen durchschlagen. Zusätzlich müssen auch die Zukunftsperspektiven der Unternehmen stärker in der Ratingbewertung berücksichtigt werden."
Den Text des "DIHK-Industriereports 2009" finden Sie als Download bereitgestellt.
© Handelskammer Hamburg.
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen
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