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EUROPÄISCHE KOMMISSION

Cloud Computing-Strategie der Europäischen Kommission

Die Auslagerung von Daten, Software und IT-Infrastruktur im Rahmen des sogenannten Cloud Computing hat zahlreiche Vorteile – beispielsweise brauchen die Nutzer keine teuren Server oder Speichersysteme anzuschaffen. So konnten 80 % der Unternehmen, die diese Technologie bereits nutzen, einen Rückgang ihrer IT-Ausgaben um 10 bis 20 % verzeichnen. Bei 20 % der Unternehmen betrugen die Einsparungen sogar 30 % oder mehr. Cloud Computing senkt nicht nur die IT-Kosten, sondern verringert auch den Bedarf an Bürofläche und internem IT-Personal.

Bedenken in Bezug auf die Datensicherheit oder den Datentransfer zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern schrecken jedoch noch viele Unternehmen ab, so dass die Potenziale der "Rechnerwolken" nicht ausgeschöpft werden.

Die Europäische Kommission schlägt daher eine Strategie  vor, in deren Rahmen eine einheitliches Regelwerk eingeführt, mögliche Risiken minimiert und die Nutzung des Cloud Computing in den europäischen Unternehmen gefördert werden sollen.

Mit der Strategie werden vier zentrale Ziele verfolgt:

  • Gewissheit für Nutzer, dass Daten zwischen Rechnerwolken übertragen oder ganz abgezogen werden können
  • EU-weite Zertifizierung vertrauenswürdiger Cloud-Anbieter
  • Musterverträge für das Cloud-Computing, die rechtliche Verpflichtungen klar darstellen
  • Eine europäische Cloud-Partnerschaft zwischen dem öffentlichen Sektor und der Industrie, um den Bedarf zu ermitteln und zu gewährleisten, dass der europäische IT-Sektor diesen decken kann.

Schätzungen in einem Bericht über Chancen und Hindernisse für Cloud Computing in Europa zufolge könnten die europäischen Unternehmen durch neue Innovationschancen und den Zugang zu produktivitätssteigernden Technologien das BIP der EU zwischen 2015 und 2020 um nahezu 600 Milliarden Euro steigern.

Bis Ende 2013 sollte geklärt sein, ob weitere Maßnahmen oder Rechtsvorschriften zur Förderung des Cloud Computing notwendig sind.

 
 

DOKUMENT-NR. 103429

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