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VOR ORT

Hamburger Innenstadt

Die Hamburger Innenstadt ist der wichtigste Einzelhandelsstandort im Norden Deutschlands und Sitz zahlreicher Unternehmen, kulturelles Zentrum und Anziehungspunkt für Touristen. Mit der Bürgerschaft und dem Senat ist die Innenstadt zugleich das politische Zentrum des Staatsstaats.

Mit der Hafencity, einem der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte Europas, entsteht aktuell ein neues, urbanes Quartier, das die Innenstadt wieder stärker mit der Elbe verknüpft.

Einzelhandelsstandort City Hamburg

Als Einkaufsort überragt die Hamburger Innenstadt alle anderen Standorte im Norden Deutschlands. Ihr Einzugsgebiet reicht bis nach Skandinavien. Im City-Einzelhandel werden jährlich rd. 1,8 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet.

Aktuell gibt es in der Hamburger City 1 002 Einzelhandelsbetriebe, von denen fast drei Viertel (730 Betriebe) auf die gewachsenen Lagen und die Passagen der City-West und der City-Ost entfallen. Kennzeichnend für die westliche City sind nach wie vor die Kleinflächen, während sich die größeren Betriebe in der östlichen City mit der Mönckebergstraße und der Spitalerstraße als den beiden Hauptgeschäftsstraßen konzentrieren.

Die klare Differenzierung zwischen den eher konsumorientierten Angeboten in der City-Ost und den höherwertigen Angeboten in der City-West, die lange die Hamburger Innenstadt prägte, löst sich gerade auf. So interessieren sich inzwischen nicht mehr nur luxuriöse und szenige Labels, sondern längst auch populäre Filialisten, die in der City-Ost keine geeigneten Verkaufsflächen mehr finden. Umgekehrt fragen auch sehr wertige Konzepte Einzelhandelsflächen in der Mönckeberg- und in der Spitalerstraße nach.

Zwischen diesen beiden Shoppingschwerpunkten wurde im Oktober 2006 die Europa-Passage mit rd. 30.000 m² Verkaufsfläche eröffnet.

Ein weiterer Einzelhandelsschwerpunkt entsteht außerdem in der Hafencity, insbesondere im Umfeld des Großen Grasbrooks. In unmittelbarer Nähe entsteht außerdem das Überseequartier, dessen erste Geschäfte im Herbst 2010 eröffnet wurden.

Weitere attraktive Einzelhandelslagen mit vielen inhabergeführten Fachgeschäften sind die Colonnaden, das Alstertor, das Nikolai-Quartier mit der Großen Johannisstraße und dem Großen Burstah, das Kontorhausviertel sowie der Ballindamm und das Alstertor.

Im Rahmen von Business Improvement Districts (BID) wurden bisher der Neue Wall (BID-Laufzeit 2005 bis 2010 sowie erneut 2010 bis 2015) und die Hohen Bleichen sowie der Heuberg (BID-Laufzeit (2009 bis 2014) komplett neu gestaltet. Aktuell werden das Passagenviertel (BID 2011 bis 2016) und die Dammtorstraße (BID Opernboulevard 2011 bis 2014) umgestaltet. Weitere BIDs an der Mönckebergstraße und im Nikolai-Quartier in derzeit in Vorbereitung.

Kultur- und Wissenschaftsstandort Innenstadt

Die Hamburger Innenstadt ist neben Berlin-Mitte der wichtigste Kulturstandort im Norden Deutschlands. In der Innenstadt befinden sich unter anderem die Hamburgische Staatsoper, das Thalia-Theater und das 2003 eröffnete Bucerius-Kunstforum. Eine vielseitige Kulturmeile ist auf dem östlichen Wallring entstanden: die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe, der Hamburger Kunstverein, die Freie Akademie der Künste und die Deichtorhallen. Am Hühnerposten befinden sich die Zentralbibliothek und das Goethe-Institut, an der Kirchenallee das Deutsche Schauspielhaus. Auf dem westlichen Wallring wird das Kulturangebot noch ergänzt durch die traditionsreiche die Laeiszhalle (die frühere Musikhalle) und das Museum für Hamburgische Geschichte.

Die Innenstadt ist außerdem ein Wissenschaftsstandort. Hier befinden sich die Bucerius Law School und die Hamburg School of Business Administration (HSBA). Die Hafencity-Universität, die derzeit über mehrere Standorte verteilt ist, wird in wenigen Jahren ihren Sitz in der Hafencity haben

Engagement für eine attraktive Innenstadt

Die Handelskammer Hamburg engagiert sich für eine attraktive Innenstadt, die die Vielfalt der Metropole widerspiegelt und mit der sich die Hamburger und die Besucher der Hansestadt identifizieren können. Mit dem 1999 gegründeten City-Management, das sich um die Attraktivität der City kümmert, und mit dem Trägerverbund Projekt Innenstadt, der sich für qualitätvollen Städtebau und Infrastruktur einsetzt, arbeiten wir eng zusammen. Den Runden Tisch St. Jacobi, der sich den sozialen Problemen der Innenstadt zuwendet, haben wir mit ins Leben gerufen.

2006 legte die Handelskammer das Vor-Ort-Papier "Ein Quartier wird zum Scharnier - Die Perspektive des Fleetviertsl für Hamburg" vor, in dem aufgezeigt wird, wie die südliche Altstadt, die die Verbindung zur Hafencity herstellt, wieder zu einem lebendigen, innerstädtischen Quartier gemacht werden kann. Das Papier enthält Vorschläge zur Entwicklung von Wohnen, Arbeiten und Lebensqualität, ergänzt um Ideen zur städtebaulichen Entwicklung des Quartiers.

Die Handelskammer engagiert sich außerdem in der Diskussion über das Innenstadtkonzept, das die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt im Dezember 2010 im Entwurf vorlegte.

Auch wenn die Nachfrage, die von den Filialbetrieben ausgeht, ungebrochen ist, ist doch der Anteil der inhabergeführten Geschäfte mit 55 Prozent überraschend hoch. Sie sind vor allem in den Randlagen der Innenstadt, zum Beispiel in den Colonnaden oder im  Nikolai-Quartier, aber auch in den Passagen der City-West. 

 
 

DOKUMENT-NR. 10850

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