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Hamburger Konjunkturbarometer II/2010
(Datei, 100 KB) (Dokument-Nr.: 59370)
PRESSE
Präses Horch: Aufschwung in der Hamburger Wirtschaft gewinnt weiter an Fahrt
Neue Konjunkturumfrage: Optimistische Einschätzungen der Geschäftslage überwiegen
Hamburg, 19. Juli 2010 – Zum fünften Mal in Folge ist der Geschäftsklimaindikator, in dem die Hamburger Unternehmen ihre aktuelle Lage und die zukünftige Entwicklung beurteilen, gegenüber dem vorherigen Quartal angestiegen. „Der Aufschwung in der Hamburger Wirtschaft gewinnt weiter an Fahrt”, kommentierte Präses Frank Horch die Ergebnisse der repräsentativen vierteljährlichen Handelskammer-Umfrage unter 1.300 Firmen. Sowohl bei den aktuellen und zukünftigen Geschäftserwartungen als auch bei den Investitions- und Personalplanungen überwogen die positiven Stimmen, so Horch.
Die Resultate im Einzelnen: Der Geschäftsklimaindikator, ein Mittelwert aus den Beurteilungen der aktuellen Lage und der zukünftigen Entwicklung, ist im 2. Quartal 2010 gegenüber dem krisenbedingten Stimmungstief vor gut einem Jahr (1. Quartal 2009: 72,3 Punkte) auf 119,3 Punkte geklettert. Beim Versicherungs- (146,0 Punkte) und Gastgewerbe (125,8 Punkte), bei den sonstigen Diensten (125,5 Punkte) und der Verkehrswirtschaft (124,3 Punkte) ist das Geschäftsklima am erfreulichsten, bei den Banken weist es mit 104,3 einen niedrigeren Wert als im Vorquartal auf und in der Bauwirtschaft verharrt das Geschäftsklima auf niedrigem Niveau (58,7 Punkte).
Während sich noch im vorherigen Quartal positive und negative Stimmen bei der Bewertung der gegenwärtigen Geschäftslage in etwa die Waage hielten (Saldo: -0,9), beurteilen im 2. Quartal 2010 zum ersten Mal nach fünf Quartalen wieder mehr Hamburger Firmen die aktuelle Geschäftslage mit „gut” (32,6 v. H.) als mit „schlecht” (12,5 v. H.), was einem Saldo von +20,1 entspricht. Der Blick auf die kommenden zwölf Monate ist von Optimismus geprägt (Saldo: +18,5; 1. Quartal 2010: +16,9). Besonders zuversichtlich sind Unternehmen aus dem Verkehrsgewerbe sowie vor allem Versicherungen und Vorleistungsgüterhersteller. Weiter positiv sind die Exporterwartungen der Hamburger Wirtschaft. Von den befragten Firmen im Außenhandel gehen 35,6 v. H. von einer Steigerung ihres Geschäftes aus, lediglich 6,2 v. H. befürchten in den nächsten 12 Monaten eine Verringerung (Saldo: +29,4). Dabei sind die Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe noch etwas besser als bei den Dienstleistern.
Die Personalplanungen Hamburger Unternehmen legen eine Entspannung auf dem hiesigen Arbeitsmarkt nahe. Erstmals nach anderthalb Jahren ist der Anteil der Firmen, die zusätzliches Personal einstellen wollen (19,4 v. H.) höher als der Anteil jener Unternehmen (13,4 v. H.), die derzeitig von einem Abbau ihres eigenen Beschäftigtenstandes innerhalb der kommenden zwölf Monate ausgehen (Saldo: +6,0; vorheriges Quartal: -5,4). Außer im Verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe und Kreditgewerbe dominieren in den übrigen Branchen die positiven Stimmen. Eine Mehrheit der befragten Unternehmen plant in den kommenden zwölf Monaten erhöhte Investitionsausgaben: Der Saldo hat sich von +0,6 auf +5,3 im Vergleich zum letzten Quartal deutlich verbessert.








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