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PRESSE

Keine Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Eingriffe in das Finanzwesen

Vizepräses Dreyer: Grundsätzlich alle privatwirtschaftlichen Lösungen ausschöpfen

Hamburg, 27. März 2009 – Dr. Karl-Joachim Dreyer, Vizepräses der Handelskammer Hamburg und Vorsitzender des Vorstands des Vereins Finanzplatz Hamburg, hat vor möglichen Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Eingriffe in das Finanzwesen gewarnt. Der staatliche Rettungsschirm sei zwar nach der Verschärfung der internationalen Finanzmarktkrise „ohne Alternative”, sagte Dreyer bei der „Amtsköst”, dem traditionellen Abend der Betriebswirte des Hamburger Handwerks. Er verkenne aber nicht, „dass es hier zu Wettbewerbsverzerrungen kommen kann, insbesondere wenn Banken unter dem Rettungsschirm ihre Leistungen teilweise zum Nulltarif anbieten oder für die Neukundengewinnung noch Handgelder zahlen, wobei sie ohne Rettungsschirm zwingend in die Insolvenz hätten gehen müssen.”

Ebenfalls für problematisch hielt Vizepräses Dreyer ein zu eilfertiges Engagement des Staates bei der Schaffung von „Bad Banks”. Denn damit würden „falsche Anreize” für Banken gesetzt. Vermutlich werde es in der Praxis aber auf einen Kompromiss hinauslaufen, der die Schaffung mehrerer Bad Banks durch einzelne Banken oder Institutsgruppen vorsehe. Wobei er unter Wettbewerbsaspekten hoffe, dass dies weitgehend ohne staatliche Beteiligung geschähe. Dreyer wörtlich: „Grundsätzlich muss immer gelten, dass alle privatwirtschaftlichen Lösungen ausgeschöpft werden und staatliche Beteiligungen nur die letzte Alternative sein können.”