. .
Illustration

PRESSE

Appell für gemeinsamen Umwelt- und Ressourcenschutz beim Lateinamerika-Tag

Handelskammer ermutigt Lateinamerikas Unternehmer zu freiwilligem Öko-Engagement

Hamburg, 17. Oktober 2011 – Die Handelskammer hat anlässlich des Lateinamerika-Tages 2011 an die anwesenden Vertreter der Wirtschaft dieses Kontinents appelliert, sich freiwillig für die Umwelt zu engagieren, nicht auf Gesetze und Verordnungen zu warten, und sich an die „Spitze der Bewegung“ zu setzen. Es gäbe Probleme, die würden international gelöst oder gar nicht gelöst, sagte Präses Fritz Horst Melsheimer in Anwesenheit von Uruguays Staatspräsident José Mujica, Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, Bürgermeister Olaf Scholz und weiteren 300 Gästen beim Galadiner im Börsensaal der Handelskammer. An einem Standort ein paar hunderttausend Tonnen CO2 jährlich einzusparen, könne nur ein Anfang sein: „Die Herausforderungen im Umwelt- und Ressourcenschutz, vor denen wir alle stehen, müssen deshalb auch von uns allen angegangen werden“, so Melsheimer.

Der Handelskammer-Präses ermutigte die lateinamerikanischen Unternehmer, auf den partnerschaftlichen Umgang mit ihren Verwaltungen zu setzen. Melsheimer wörtlich: „Vertrauen Sie auf die Eigenverantwortung der Unternehmer, denn sie sind es, die oft vor allen anderen erkennen, dass sich umweltschonende Technologien in jeder Hinsicht gewinnbringend einsetzen lassen.“ In Hamburg habe die intensive Beschäftigung mit all diesen Themen dazu geführt, dass die Stadt mittlerweile eine Hochburg für die sogenannten „grünen“ Technologien sei. In einigen dieser Branchen seien Hamburger Firmen Technologieführer und sicherten Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Siemens zum Beispiel habe die Zentrale seines weltweiten Windenergie-Geschäfts in Hamburg angesiedelt.

Die Hamburger Wirtschaft, bilanzierte Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz in seiner Begrüßungsrede, habe mit freiwilligen Leistungen zugunsten der Umwelt exzellente Erfahrungen gemacht. So hätten sich bereits 2007 die elf größten Industriebetriebe verpflichtet, bis zum nächsten Jahr 500.000 Tonnen CO2 einzusparen - „und wie es heute aussieht, werden sie das schaffen“. Außerdem betonte er den Erfolg der 2003 auf Initiative der Handelskammer gegründeten UmweltPartnerschaft zwischen Wirtschaft und Senat: Über 800 Hamburger Firmen hätten sich inzwischen angeschlossen, stießen auf der Grundlage einer freiwilligen Selbstverpflichtung 150.000 Tonnen CO2 weniger aus und sparten damit über 20 Millionen Euro Betriebskosten ein.

Der Lateinamerika-Tag ist einer der wichtigsten Treffpunkte der Deutschen Wirtschaft mit Geschäftsbeziehungen zu diesem Kontinent. Er wird zum vierten Mal gemeinsam von Lateinamerika-Verein und Handelskammer ausgerichtet.