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KONJUNKTURBAROMETER IV 2011

Konjunkturumfrage IV/2011: Weiterhin günstige Exportaussichten

Stimmung bei Hamburger Unternehmen trotzt Weltkonjunktur

Hamburg, 24. Januar 2012 – "Trotz schwieriger europäischer Rahmenbedingungen erwartet die Hamburger Wirtschaft im laufenden Jahr noch bessere Geschäfte im Export als 2011. Die allgemeinen Geschäftserwartungen trüben sich dagegen allmählich etwas ein. Trotzdem überwiegt immer noch die Zahl der Unternehmen, die investieren und Personal einstellen möchten", fasst Präses Fritz Horst Melsheimer die Ergebnisse des Konjunkturbarometers IV/2011 der Handelskammer zusammen.

Der aktuelle Geschäftsklimaindikator, in den die Beurteilungen der gegenwärtigen Lage und der zukünftigen Entwicklung einfließen, erreicht 112,3 Testpunkte am Ende des IV. Quartals 2011. Damit liegt der Wert knapp unter dem des dritten Quartals (113,2 Punkte).

Die Unternehmer beurteilen die Entwicklung der Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten etwa zu gleichen Teilen negativ beziehungsweise positiv: 20,9 Prozent der Befragten rechnen mit einem "eher günstigeren" und 22,2 Prozent mit einem "eher ungünstigeren" Geschäftsverlauf, während 56,9 Prozent von einer etwa gleichbleibenden Entwicklung ausgehen. Als Risiken sehen die Geschäftsleute vor allem eine rückläufige Inlandsnachfrage (benannt von 50 Prozent der Firmen), die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (benannt von 45,9 Prozent) und hohe Energie- und Rohstoffpreise (benannt von 33,1 Prozent).

Weiterhin positiv sind die Investitions- und Personalplanungen. Überdurchschnittlich viele Mitarbeiter werden die Vorleistungsgüterhersteller, die Finanzdienstleister, sonstige Dienstleister wie Immobilienwirtschaft, Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Gesundheitswirtschaft einstellen. Die Exportaussichten sind seit zweieinhalb Jahren positiv. Für 2012 gehen im Vergleich zum Vorjahr 43,3 Prozent der befragten Exportfirmen von einem zunehmenden Geschäft aus, nur 7,2 Prozent von einem abnehmenden (Saldo +36,1, III. Quartal 2011 +24,1). Auch die Auslandsinvestitionen sollen steigen: 24, 9 Prozent der Firmen planen höhere,
17,6 Prozent geringere Ausgaben (Saldo: +7,3). Als Zielregion dominiert unter den Umfrageteilnehmern die EU.