Als nordeuropäische Verkehrsdrehscheibe ist die Verkehrspolitik auf Bundesebene für die Hamburger Wirtschaft von ganz besonderem Interesse. Hamburg steht als Nordseehafen in einer Konkurrenzsituation mit den anderen Häfen der Nordrange. Um in diesem Wettbewerb noch besser bestehen zu können, muss die Verkehrsinfrastruktur dringend weiter ausgebaut werden. Die Hansestadt braucht ein leistungsfähiges Netz verschiedener Verkehrsträger in Hamburg und der Metropolregion selbst, aber gerade auch in der Anbindung des Hinterlandes, wie Bayern, Baden-Württemberg, Tschechische Republik und Polen an den Hafen. Die Y-Trasse als zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke für den Personen- und Güterschienenverkehr zwischen Hannover und Hamburg/Bremen, ist eines der wichtigsten Projekte hierbei.
© Stephan Wallocha
Das Plenum als demokratisch gewähltes "Parlament der Hamburger Wirtschaft" diskutiert und entscheidet monatlich über die wirtschaftspolitischen Positionen der Handelskammer Hamburg. Über die Vertretung in Berlin werden diese Beschlüsse in die Bundespolitik getragen.
In der Verkehrsdrehscheibe Hamburg werden die wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Hamburger Wirtschaft auf einen Blick dargestellt.
Hamburger Hafen – Zahlen, Daten und Fakten
Seit 1189 sind Hamburg und sein Hafen untrennbar miteinander verbunden. Heute gehört Hamburg zu den größten Häfen der Welt. Ein wichtiger Grund für den Erfolg von Stadt und Hafen liegt in der günstigen geografischen Lage. Hamburg ist „westlichster Ostseehafen“ und Tor zu den dynamischen Volkswirtschaften Osteuropas. Er ist Nordeuropas Dreh- und Angelpunkt des internationalen Güterverkehrs. Der Hamburger Hafen bietet im Seefrachtbereich mit rund 100 Liniendiensten Verlademöglichkeiten in die ganze Welt. Mehr als 950 Häfen sind mit Hamburg, dem Tor zur Welt, verbunden und in 170 Länder unterhalten Handelsbeziehungen zum Hamburger Hafen. 2011 wurden im Hamburger Hafen 131,2 Millionen Tonnen (2010: 120 Millionen Tonnen) Seegüter umgeschlagen. Dies entspricht einer Steigerung von 9,1 Prozent. Im Containerverkehr konnte der Hamburger Hafen sogar 14,2 Prozent zulegen und einen Umschlag von rund neun Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) verzeichnen.
© Katrin Neuhauser
Mit Bundestagsabgeordneten, deren Mitarbeitern sowie Mitarbeitern der Ministerien diskutieren wir bei unseren Hafenfrühstücken in der Landesvertretung Hamburg einmal im Quartal aktuelle Hafenfragen.
Hamburg: Der westlichste Ostseehafen
Gemeinsam mit dem Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland (EBD) und dem Auswärtigen Amt (AA) haben wir die Vorfeldkampagne der deutschen Ostseeratspräsidentschaft organisiert. Das Bild zeigt die Auftaktveranstaltung im Weltsaal des Auswärtigen Amtes mit einer Festrede des Staatsministers Dr. Werner Hoyer.
Der Hamburger Hafen verschafft den Volkswirtschaften der Ostseeregion mit über 150 Feederabfahrten pro Woche Zugang zu den Weltmeeren. Im Jahr 2011 hat der Handel mit der Ostseeregion das Wachstum stark angeschoben. So wurden im Containerverkehr mit Osteuropa insgesamt 1,07 Millionen TEU umgeschlagen. Aber die Ostsee ist mehr als bloß ein Ziel oder Herkunftsort der in Hamburg anlegenden Schiffe. Die Ostsee ist eine der europäischen Wachstumsregionen, ein Innovationsraum, ein wirtschaftlich immer höher verdichteter Wirtschaftsmotor. Um die Bedeutung der Ostsee für den Hamburger Hafen und seine Drehscheibenfunktion für den Ostseeraum zu verdeutlichen, baut die Handelskammer mit der Europäischen Bewegung Deutschland ein Partnerschaftsnetzwerk auf. Dieses wird u.a. gesponsert durch die ECE, WTM Engineers, FemarnAS und die Otto-Wolff-Stiftung. Zahlreiche Verbände und Institutionen haben sich so schon vernetzt.
© Katrin Neuhauser
Der zweite Ostseenetzwerk-Lunch fand im Clubraum des Internationalen Clubs im Auswärtigen Amt statt. Herr Dr. -Ing. Stefan Ehmann, Geschäftsführer unseres Netzwerksponsors WTM Engineers und Mitglied im Ausschuss für Industrie und Energie in unserer Handelskammer Hamburg, berichtete über interkulturelle Erfahrungen seines Unternehmens im Ostseeraum.