Die Kammerunion Elbe/Oder (KEO) umfasst über 30 polnische, tschechische und deutsche IHKs, die sich zur Förderung dieses Wirtschaftsraums zusammengeschlossen haben. Das Generalsekretariat hat ab 1. Januar 2011 wieder unsere Handelskammer und wird über die Vertretung in Berlin geleitet.
Die Kammerunion Elbe/Oder hat sich das Ziel gesetzt, die wirtschaftliche Integration der Elbe-Oder-Region voranzutreiben und die Interessen der regionalen Wirtschaft noch wirkungsvoller in die transnationalen Entwicklungen einzubinden. In diesem Zusammenhang ist der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur von besonderem Interesse, denn eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ist ohne moderne, leistungsfähige Verkehrsnetze nicht vorstellbar. Die Verkehrsinfrastruktur im KEO-Raum weist als Folge der langjährigen Teilung Europas weiterhin vor allem über Länder- Und Staatsgrenzen hinweg Defizite auf. Die Zusammenführung der unterschiedlichen nationalen Verkehrssysteme, die Entwicklung multimodaler Schnittstellen und der Ausbau von grenzüberschreitenden Land- und Wasserverkehrswegen auch und gerade zur Bewältigung des Hamburger Hafenhinterlandverkehrs bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Belangen des Umweltschutzes stellen eine große Herausforderung dar und verlangen ein gemeinsames Vorgehen der Regionen. Neben der Verkehrsinfrastruktur gibt es auch, die touristische Entwicklung im KEO-Raum zu fördern. Gerade der grenzüberschreitende Tourismus hat ein großes Potential, das auf die Flüsse Elbe und Oder sowie die Vielzahl bedeutender Städte an ihren Ufern zurückzuführen ist.
© Katrin Neuhauser
Der Parlamentarische Staatssekretär im BMVBS, Enak Ferlemann MdB, hielt ein Grußwort zu Beginn der Binnenschifffahrtskonferenz für die Elbe in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin.
Für eine erfolgreiche Binnenschifffahrt auf der Elbe ist es notwendig, ganzjährig und zuverlässig eine ausreichende Wassertiefe der Elbe zu gewährleisten. Aus diesem Grund setzt sich die KEO nachdrücklich dafür ein, dass auf der Elbe an mindestens 345 Tagen im Jahre eine stabile und zuverlässige Fahrrinnentiefe der Mittel- und Oberelbe von mindestens 1,60 Metern bis zu der tschechischen Grenze hergestellt wird.
© Katrin Neuhauser
An der Binnenschifffahrtskonferenz für die Elbe haben zahlreich hochrangige Gäste aus der Politik, Verwaltung und Wirtschaft teilgenommen.
Dieser Ziel kann mit relativ geringen Kosten erreicht werden, indem der Zustand vor dem Elbehochwasser 2002 wiederhergestellt wird und an den Stellen Coswig, Dömitz/Hitzacker und Magdeburg zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der flusseigenen Räumkraft ergriffen werden.
© Katrin Neuhauser
Der tschechische Vize-Verkehrsminister Ivo Toman, erleutet den geplanten Bau der Staustufe Decin aus Umwelttechnischer Perspektive und betont in der Landesvertretung der Freien Hansestadt Hamburg beim Bund, während des Parlamentarischen Abends der KEO, die Wichtigkeit dieses Bauvorhabens für die Tschechische Republik.
Um die durchgängige Schiffbarkeit bis in die tschechische Wirtschaftszentren zu gewährleisten, ist ferner der Bau einer zusätzlichen Staustufe der Elbe nahe der Stadt Decin erforderlich, die zugleich dem Hochwasserschutz und der umweltfreundlichen Stromerzeugung dienen könnte. Alle Maßnahmen sollen unter strenger Berücksichtigung ökologischer Aspekte durchgeführt werden, so dass die einzigartige Kulturlandschaft der Elbe erhalten bleibt.
Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann, BMVBS, begrüßt Teilnehmer der Binnenschifffahrtskonferenz für die Elbe die im Senat der Tschechischen Republik in Prag stattfand.
Die Statuten der Kammerunion Elbe/Oder sowie die Prager KEO-Resolution, Prager KEO-Pressespiegel und Berliner KEO-Resolution, Berliner KEO-Pressespiegel können Sie unter Downloads abrufen.