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COMMERZBIBLIOTHEK

Die Geschichte der Commerzbibliothek kompakt


1735Gründung der Bibliothek
1736Erste Buchkäufe. Die „neusten und nützlichsten so von dem Commercio und der Navigation handelnden” Bücher sollen angeschafft werden.
1737Bezug der offiziellen Räume in der Waage
Ab 1737Anschaffung von Atlanten, Hafenplänen, Seekarten, Reisebeschreibungen,Hamburgensien
1748Alle Bücher werden in braunes Kalbsleder gebunden und der bekannte Hamburger Kupferstecher Franz Nicholas Rolfsen wird beauftragt zur Kennung der Bücher ein Exlibris anzufertigen.
1750Der erste Katalog der Commerzbibliothek erscheint in 100 Exemplaren. Er ist einer der ersten gedruckten Kataloge überhaupt
1755Es wird erstmals festgestellt, dass zwei Bücher fehlen. Ein Schmied wird beauftragt einen Stempel zu entwerfen, der auf den Einband gedruckt wird.
1767Beginn der Bauarbeiten zur Erweiterung der Waage durch den damaligen „Stararchitekten” Ernst Georg Sonnin
1770Eröffnung der prächtigen, neuen Bibliothek. Besuch des schwedischen Kronprinzen Gustav von Schweden und anderer Prinzen und Fürsten.
1792Erstmals Nennung als „Commerzbibliothek”
1794Erstmals fester Etat: 500 bis 600 Mark Courant
1797Öffnungszeiten Mo-Fr 10-14Uhr und 15:30-17Uhr Am Wochenende nach Absprache
1811Platzprobleme führen dazu, dass der Protokollist Mönkeberg einen Teil der 12.000 Bücher zu Hause gegen jährlich 500 Mark Banko Miete,aufbewahrt
1833Nach schwierigen Jahren der französischen Besetzung und der Nachkriegszeit wächst der Buchbestand wieder. Auch das Reisewerk Humboldts wird gekauft.
1841Umzug in den 1. Stock der neuen Börse. Einrichtung der Bibliothek ganz nach englischem Vorbild. Bücherbestand ist auf 25.000 Bände angewachsen.
1842Den großen Brand übersteht die Commerzbibliothek mit nur 16 Bände Verlust. Diese gingen in den Wohnungen ihrer Ausleiher verloren. Auf Ersatz wird verzichtet
1843Die damaligen Öffnungszeiten sind Mo-Fr von 11-15 Uhr. Ausleihen werden gegen Empfangsschein an bekannte hiesige Bürger und Gelehrte und gegen Bürgschaft eines solchen auch an andere genehmigt.
1865Fertigstellung des Hauptkataloges
1867Der Etat der Commerzbibliothek beträgt 10.800 Mark Courant
1890Im Lesezimmer werden 9.642 Bände und 73 Karten von 2.073 Personen genutzt. Ausgeliehen werden 3.237 Bücher, 7 Karten. 367 Bände werden nach Auswärts versand.
1908Aufgrund des Baus der elektrischen Stadt- und Vorortsbahn, zieht die Bibliothek vorübergehend in die Professorenhäuser in der Domstraße
1912Bestand wächst auf 120.000 Bände an
1916Der 10. Katalog erscheint.
1919Umzug ins alte Johanneum am Speersort
1920Die Inflation erschwert den Buchankauf erheblich. Obwohl Unternehmer 120.000 Mark spenden ist die Lage schwierig. Gebühren will man nicht einführen.
1935Das 200 jährige Jubiläum der Bibliothek wurde mit einem Sonderausgabe des „Wißbyschen Waterrechts” und einer Kaffeetafel im Ratsweinkeller begangen
1943In der Bombennacht zum 25. Juli verbrennen 94 Prozent der schon zur Evakuierung eingepackten Bücher der Commerzbibliothek. Gesamtverlust 3.103.000 Mark. Die Bibliothek zieht wieder in das Börsengebäude
1962Bibliothek wird im Börsengebäude neu ausgestattet. Neun Tage nach der Eröffnung werden durch die große Flutkatastrophe die neuen Magazinräume überschwemmt. Trotz einer schnellen Rettungsaktion wurden zahlreiche kostbare Bücher beschädigt.
1985Das 250. Jubiläum wird mit einer Ausstellung, einem Plakatwettbewerb und einer großen Jubiläumsfeier begangen
1996Umbau des Lesesaals und Umstellung auf EDV
2004Gründung der Hamburg School of Business Administration HSBA, seitdem ist die Commerzbibliothek auch Hochschulbibliothek
2008Gründung der Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv
2009Der Bestand ist auf 180.000 Bücher gewachsen. Zwischenfall mit der Sprinkleranlage auf dem Dach der Handelskammer, so dass 25 000 Liter in das Zeitschriften Magazin laufen und 5000 Bücher beschädigen.
2010275. Jubiläum der Bibliothek wird mit Lesungen, Ausstellungen, Kino und einem Tag der offenen Tür gefeiert

DOKUMENT-NR. 58455

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