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Buchbesprechung: Das Hamburger Gängeviertel - Unterwelt im Herzen der Großstadt

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Vor 2 Jahren drohte der Abriss, jetzt herrscht im Hamburger Gängeviertel kreatives Treiben. Dank des Engagements von Vielen ist nun ein Raum für Kunst und Kultur mit Lesungen, Konzerten und Ausstellungen entstanden. Doch was heute bunt und lebendig erscheint, war jahrhundertelang einer der schlimmsten Elendsviertel Europas.  

Platzmangel, Kriminalität, Prostitution und katastrophale hygienische Zustände prägten das Leben der Bewohner. Mit einer beeindruckenden Recherchearbeit schafft es Geerd Dahms, Deutschlands einziger öffentlich bestellter Denkmalgutachter,  die Geschichte, des aus damals etwa 6500 Wohnungen bestehenden und von zehntausenden Menschen bewohnten Gängeviertels,  darzustellen. Ein undurchschaubares Gewirr von Straßen, Gängen und Höfen prägte das Gebiet zwischen Hauptbahnhof und Rathaus. 

Doch wie entstand und verschwand dieser berüchtigte Teil  der Hamburger Geschichte. Welche Menschen arbeiteten, wohnten und lebten hier?  

Spannend geschrieben und mit vielen Bildern anschaulich belegt, führt Geerd Dahms den geschichtsinteressierten Leser  durch die damalige „Unterwelt“ Hamburgs.

Geerd Dahms: "Das Hamburger Gängeviertel - Unterwelt im Herzen der Großstadt"; Osburg Verlag; Berlin 2010; 288 Seiten. Das Buch ist unter der Signatur 2011/186 einsehbar und zu entleihen

 
 

DOKUMENT-NR. 97269

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