
Marktforscher, stellt gerne Fragen. Seit vier Jahren arbeitet der 47-Jährige freiberuflich für Institute wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und interviewt Ärzte und Patienten. „Es macht mir großen Spaß, mit den Ärzten neue Themen zu bearbeiten“, sagt Eberhardt, der rund 750 Interviews pro Jahr führt. 2003 stellte er nach einem Gespräch mit dem Chefarzt vom Querschnittsgelähmtenzentrum des Boberger Krankenhaus fest, dass diese Patienten „kaum eine Lobby haben“. Deshalb sprach Eberhardt während seiner Interviews Ärzte auf diese Misere an und bat sie um eine Spende in Höhe von einem Euro. Er selbst legte jeweils die gleiche Summe dazu und so konnte Eberhardt schließlich 1500 Euro an „Rolli e.V.“ überweisen, den Förderverein des Zentrums. Auch in seiner Freizeit engagiert er sich für den Verein und sucht Sponsoren für einen Info-Flyer. Für September planen er und seine Verlobte ihre Hochzeit.
Betriebswirt, hat für jeden Job den richtigen Kandidaten in seiner Kartei. Per Management-Buy-Out hatte der Schweizer mit seinen Partnern Horst-Dieter Linde und Johann Gerhard Behrens im letzten Jahr die Altonaer Arbeitsförderungsgesellschaft (afg) von der Stadt übernommen. Wehrli ist seit 1995 geschäftsführender Gesellschafter der afg. Als sie privatisiert werden sollte, griff der 51-Jährige zu: Ihn reizte die Chance, eigene Konzepte zu entwickeln. „Außerdem sind wir als privates Unternehmen flexibler und unabhängig von politischen Vorgaben“, sagt er. Wehrli und sein Team vermitteln Menschen in unbefristete oder befristete Arbeitsverhältnisse, dabei arbeitet er häufig mit der Agentur für Arbeit zusammen. Künftig will er Full-Service-Dienstleistungen anbieten und auch Fach- und Führungskräfte kommerziell vermitteln. Erholen kann sich der Familienvater am besten beim Aikido und der Musik der Rolling Stones – ihre Hamburger Konzerte lässt er sich nicht entgehen.
Informatiker, ist auf der Jagd. Seine „Beute“: klein, aber fein – oder ziemlich ausgefallen. Was immer stimmen muss, ist die Qualität, so der 38-Jährige Südkoreaner. Gemeinsam mit seinem Bruder Stephan sucht er nach originellen Produkten, die sie seit November 2004 über ihren Internet-Shop „King of Mini“ verkaufen. Auf ihrer Website finden sich über 900 – teilweise skurrile – Artikel, wie zum Beispiel ein kleiner Überwachungsroboter, eine faltbare Garage oder ein Miniatur-Kinderkarussell. „Uns ist wichtig, dass die Kunden Spaß daran haben, zu stöbern“, sagt Chi. Und das kommt an: Vor allem Elektro-Geräte und Wohn-Accessoires sind begehrt. Aber auch eine kleine kanadische Insel haben die Brüder in Kooperation mit einem Makler bereits verkauft. Da Markus Chi mit dem Shop sein Hobby zum Beruf gemacht hat, hat er sich kurzerhand ein neues gesucht: Der 38-Jährige entspannt sich mit Lesen und bei Musik.
Hotelbetriebswirtin, macht Hamburgs Familien glücklich. Gemeinsam mit der Designerin Madeleine Weiss hat die 34-Jährige „104 schöne Dinge“ herausgegeben: Die Klickbox enthält 52 Karten mit Bastel- und Ausflugstipps für Kinder. Etwas „Schönes und Stilvolles“ wollte Berger schaffen, die nichts von langweiligen Ratgebern hält. Alle Ausflüge und Basteltipps – für jede Woche des Jahres einen – hat sie mit ihren beiden Kindern ausprobiert. Eigentlich wollte die Jung-Verlegerin ein eigenes Hotel eröffnen, fand aber kein geeignetes Objekt. Doch weil „der Gedanke, mich selbstständig zu machen, immer schon da war“, suchte sie unbeirrt nach einer neuen Idee, bis sie schließlich im Herbst letzten Jahres den „104-Verlag“ gründete. Nach dem erfolgreichen Erstlingswerk sind weitere Veröffentlichungen für andere Städte und ein Experimentierbuch für Kinder in Arbeit. Vor lauter berufsbedingtem Basteln bleibt ihr da kaum noch Zeit für private Hobbies.