
Nicht mit der Brechstange
Präses Dreyer hat beim 341. Geburtstag unserer Handelskammer vor einem Nordstaat
gewarnt, der mit der Brechstange erzwungen werde. Dafür seien die
verfassungsrechtlichen Regelungen zu kompliziert und die Befindlichkeiten der Bürger
noch zu wenig kalkulierbar, sagte er vor über 400 Gästen im
Albert-Schäfer-Saal. Dreyer unterstützte die vorgegebene Marschroute,
die Zusammenarbeit so eng zu gestalten, als ob es keine Ländergrenzen gäbe.
Die Fusion fiele dann eines Tages wie eine reife Frucht nahezu von selbst vom
Baum, so der Präses weiter. Festredner Peter Harry Carstensen,
Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, würdigte die norddeutsche Wirtschaft
als Motor für wirtschaftliches Wachstum und Innovationen in der
Metropolregion. Dies nutze nicht nur Hamburg sondern auch Niedersachsen und
Schleswig-Holstein.
Suchmaschinen
Für Unternehmen wird es immer wichtiger, in Internet-Suchmaschinen präsent zu sein.
Über 250 Teilnehmer besuchten eine Veranstaltung unserer Handelskammer und der
Brancheninitiative Hamburg@work zum Thema Suchmaschinen-Marketing als Teil des
Online-Marketing. Experten wie Harald R. Fortmann, Vize-Präsident des Bundesverband
Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V., sowie Mitarbeiter der Suchmaschinen-Anbieter
Google und Wer liefert was? informierten über die
unterschiedlichen Möglichkeiten, wie Unternehmen das Ranking Ihres Angebots in
Suchmaschinen verbessern können. Außerdem wurden die Teilnehmer über
Rechtsfragen aufgeklärt.
Life Sciences
Über die Chancen für Hamburgs Wirtschaft und Wissenschaft im japanischen Life
Science Sektor berichtete Dr. Kathrin Adlkofer, Geschäftsführerin
der Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH, auf einer Vortragsveranstaltung. Diese
wurde von unserer Handelskammer, dem Ostasiatischen Verein und der Deutsch-Japanischen
Gesellschaft gemeinsam durchgeführt. Als Erfolg wertete Adlkofer die Japanreise unter
der Leitung von Bürgermeister Ole von Beust im vergangenen Oktober, die den Durchbruch
bei der offiziellen Zulassung von steco-System-Technik als Medizinprodukthersteller in Japan
auslöste. Zudem hätten auch Firmen wie z.B. evotec bereits 2001 erste
Geschäftskontakte zu Japan aufgenommen. Heute bestünden Kooperationen mit 22
japanischen Unternehmen. Diese Beispiele zeigten, dass der japanische Life Science Sektor
für Hamburg große Chancen bereit biete.
Umweltmanagementsystem
Betrieblicher Umweltschutz auf freiwilliger Basis, der weit über die gesetzlichen
Anforderungen hinausgeht das funktioniert! Richtschnur ist dafür jetzt seit zehn
Jahren das Umweltmanagement- und -Betriebsprüfungssystem der EU (EMAS). Ein Zeichen
für den Erfolg dieses Werkzeugs setzten im Dezember über 300 Unternehmen, die sich
an der IHK-Aktion Flagge zeigen mit EMAS beteiligten. Beflaggte
Betriebsstätten, gemeinsame Presseaktionen und eine zentrale Fachveranstaltung wiesen
bundesweit auf den Erfolg des Umweltmanagement-Systems hin. EMAS-Mitglieder verpflichten sich
zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung was sich durch einen gesenkten
Ressourcen- und Energieverbrauch oft auch in handfesten Einsparungen bemerkbar macht. Sie
pflegen eine offene Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und informieren in ihrer
Umwelterklärung über ihre Erfolge und weitere geplante Maßnahmen zur
Verbesserung ihres Umweltschutzes. Und: Sie lassen sich von anerkannten Umweltgutachtern
mindestens alle drei Jahre auf Herz und Nieren prüfen. EMAS gilt als das anspruchsvollste
und renommierteste Umweltmanagement-System für die Wirtschaft. Aktuell tragen in der
Bundesrepublik mehr als 1500 Unternehmen mit rund 2000 Betriebsstandorten das EMAS-Logo.
Damit ist die Bundesrepublik der führende EMAS-Standort in Europa. Weitere Informationen
zu EMAS unter www.hk24.de, Dokumenten.-Nr. 406.