Handelskammer Hamburg 2006

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Öko-Nomen

Gerold Pinnow

hilft dabei, die Weiten des Meeres zu erkunden. Mit seiner Firma IGP-Meerestechnik vertreibt er Messgeräte für den Unterwasserbereich, die aufgrund mangelnder Stückzahlen nicht in Deutschland, sondern nur im Ausland produziert werden. „Als ich mein Unternehmen 1981 gründete, besetzte ich eine Nische“, sagt der Diplom-Ingenieur. Denn die Geräte wurden damals nur über Drittländer importiert. „Eine amerikanische Firma bot mir an, für sie die Exklusiv-Vertretung zu übernehmen und ihre Produkte direkt zu vertreiben“, erzählt der 61-Jährige. Im Laufe der Zeit kamen weitere Unternehmen aus Kanada, Großbritannien und Frankreich hinzu, für die er zum Beispiel Echolote, Unterwasserkameras und Sonden verkauft. Genutzt werden diese unter anderem für die Forschung und Umweltüberwachung. Zu Pinnows Kunden zählen heute so namhafte Einrichtungen wie das Alfred Wegener-Institut, das Bundesamt für Seeschifffahrt oder die Bundeswehr.

Hans-J. Schmudlach

liebt die Arbeit mit Parkett und Dielen – eine Leidenschaft, die in der Familie liegt. „Vor zehn Jahren stand für mich und meinem Sohn Sven bereits fest, dass er in meine Fußstapfen tritt und den Betrieb übernimmt“, erzählt der 65-Jährige. Diese frühe Vorbereitung seiner Firma Schmudlach Parkett GmbH auf den anstehenden Generationswechsel ist beispielhaft, fanden die Hamburger Bank und der Verein Betriebswirte des Handwerks e.V.: Sie wählten Schmudlach zum Unternehmer des Jahres 2006. Seit er 1968 die Parkettleger-Meisterprüfung absolvierte, hat er seinen Betrieb ständig weiterentwickelt. „Wir verlegen alle Parkettarten, auch exotische und weniger bekannte Sorten, statten Badezimmer und Terrassen mit Holz aus“, sagt er. Seinen Blick für die kommenden Generationen hat er bereits früh beweisen: Bereits ein Jahr nach seiner Meisterprüfung wurde er zum Lehrlingswart gewählt, bis heute engagiert er sich ehrenamtlich in der Handwerkskammer.

Ernst Günter Götz

arbeitet als Zeichner mit einer besonderen Unterlage: der menschlichen Haut. Seit 1984 kreiert der Wahlhamburger individuelle Tätowierungen. In der „Ältesten Tätowierstube in Deutschland“ berät der Familienvater seine Kunden in Sachen Körperschmuck. „Ich mache nicht alles, was die Kunden wollen“, sagt der selbstbewusste Hautkünstler, der besonderen Wert auf die Wirkung seiner Werke legt. Damit die Motive zu ihrem Träger passen und vorteilhaft aussehen, zeichnet Götz zunächst eine Vorlage auf Papier, die der Kunde „anprobiert“. „Dafür sitze ich oft länger, als für die eigentliche Tätowierung“, sagt er. Überhastet ausgewählte und Allerweltsmotive sind dem 52-Jährigen ein Greuel: „Ich möchte keine Bildchen nachzeichnen.“ Auf den Kiez kam er durch seinen Onkel, der das 1946 gegründete Geschäft übernommen hatte. Heute sei der große Boom vorbei, sagt Götz. Doch einige Stammkunden bleiben dem Hautkünstler treu – sein ältester Kunde ist 72 Jahre alt.

Philipp Wolfes

hat den Dreh raus: Über 120 Preise hat sein Familienunternehmen PanFilm Wolfes KG bereits gewonnen. Jüngst kam ein goldener Remi Award beim 39. „Houston International Film Festival“ für den Imagefilm „The American way of Investment“ hinzu. „Der Film hat die besonderen Chancen von US-Immobilien-Investments in wirtschaftlich stabilen Regionen außerhalb der großen Metropolen zum Inhalt“, erklärt Wolfes. Produziert wurde das Werk für ein Berliner Emissionshaus für geschlossene Immobilienfonds. „Es macht uns glücklich, wenn die gute Zusammenarbeit mit unseren Kunden so belohnt wird“, sagt der 36-Jährige, der die seit 54 Jahren bestehende PanFilm bereits in der dritten Generation führt. Als Full-Service-Unternehmen bietet die Firma von der Beratung und Kreation über die Konzeption bis zur Produktion alles aus einer Hand. Neben Image-, Produkt- und Trainingsfilmen produziert der leidenschaftliche Fußballer Wolfes neuerdings auch interaktive Medien.

hamburger wirtschaft, Ausgabe August 2006