Handelskammer Hamburg 2006

< zurück

Hamburger Konjunkturbarometer III/2006

Stimmung leicht eingetrübt

Die Hamburger Unternehmen beurteilen ihre derzeitige und künftige Geschäftslage geringfügig schlechter als noch im zweiten Quartal. Ihre Prognosen für das kommende Jahr fallen aber deutlich günstiger aus als im Herbst 2005. Dies gilt auch für die Planungen bezüglich ihrer Inlandsinvestitionen und ihres Personalbestandes.

Der Geschäftsklima-Indikator ist von 127 Punkten im zweiten Quartal 2006 zum dritten Quartal um knapp 8 Punkte auf 120,9 Punkte zurückgegangen. Ursache ist hauptsächlich die etwas skeptischer gewordene Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung. Der Indikator liegt aber immer noch um rund 12 Punkte über dem vergleichbaren Vorjahresstand. Die Investitionsneigung der Hamburger Unternehmen hat gegenüber der Umfrage vom Herbst 2005 merklich zugenommen. Für 2007 planen 22 Prozent der Befragten, ihre Investitionen im Inland zu erhöhen, ihre Investitionen reduzieren wollen 15 Prozent (Saldo: +7). Für 2006 hingegen sahen 19 Prozent höhere Ausgaben vor, aber 23 Prozent geringere (Saldo: -4). Die Personalplanungen für 2007 geben Hinweise auf eine leichte Zunahme der Beschäftigtenzahlen und heben sich damit positiv von der Vorjahresbefragung ab. Per Saldo liegt der Anteil an Unternehmen, die ihren Personalstand im kommenden Jahr erhöhen wollen mit 19 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent), über dem Anteil der Unternehmen mit Reduzierungsabsichten in Höhe von 15 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent).

Ewald Siefken
ewald.siefken@hk24.de
Telefon 36 13 8 367
hamburger wirtschaft, Ausgabe November 2006