
Exotische Früchte und die Flasche mit der charakteristischen großen Öffnung: Das sind bis heute die Markenzeichen der Getränkemarke Punica. 15 Sorten umfasst das Sortiment mittlerweile, neben den Fruchtsaftgetränken der Classic-Linie kommen die Eisteelinie Tea and Fruit, die Fruchtig & Spritzig-Schorlen und die Hot & Cool-Wintergetränke aus der Punica-Oase. Was kaum einer weiß: Sie sprudelt in Hamburg-Wilhelmsburg.
Jeder, der Punica trinkt, erfrischt sich mit einem Stück Hamburg, sagt Werksleiter Olaf Wagner. Gut 450000 Liter pro Tag produziert das Hamburger Werk, alle drei Minuten verlässt eine Europalette die Hamburger Produktion.
Das Erfolgsgeheimnis sind die vielfältigen exotischen Fruchtsäfte von Ananas bis Mango, die nur ein Mal pasteurisiert werden, um das Aroma zu schonen. Die genauen Mischungen der einzelnen Sorten sind bis heute das Geheimnis der Hamburger Produktion.
Der Mann, mit dem die Geschichte von Punica begann, stammt aus der mecklenburgischen Stadt Laage. Rolf Dittmeyer studierte nach dem Krieg Philologie, Anglistik und Psychologie in Hamburg. Für einen Lebensmittelgroßhändler importierte er in den 50er Jahren Früchte und Orangensaftkonzentrat. Das brachte ihn auf eine Idee: Warum nur mit Saft handeln und nicht selbst produzieren? 1967 begann der Jungunternehmer, unter dem Markennamen Valensina Orangensaft abzufüllen. Den gab es bis in die 60er-Jahre nur in Dosen wenig verlockend. Mit der durch Dittmeyer eingeführten Glasflasche konnte jeder den Saft sehen.
1977 führte Dittmeyer mit der neuen Marke Punica eine weitere Innovation ein: Eine besonders große Flaschenöffnung, die das Trinken erleichterte. Mit dieser unverwechselbaren Superschluck-Flasche und den Geschmacksrichtungen Orange und Multivitamin gelang dem Hamburger Kaufmann der Durchbruch. Gleichzeitig begann Dittmeyer, an der spanischen Atlantikküste die größte Orangenplantage Europas aufzubauen.
Der Name Punica kommt von Punica granatum dem botanischen Namen des Granatapfelbaums. Einprägsam und geheimnisvoll wurde der Produktname für Generationen zum Inbegriff von Fruchtsäften.
In Wilhelmsburg, nah am Hafen, siedelte Dittmeyer die Punica-Produktion an. Dort am Reiherstieg-Hauptdeich befindet sich bis heute die Punica Getränke GmbH, die nach mehrfachem Besitzerwechsel seit Mai 2005 zum US-amerikanischen Getränkekonzern Pepsico gehört und rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Gut 100 Millionen Liter werden hier pro Jahr abgefüllt.