Handelskammer Hamburg 2006

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Punica Getränke GmbH

Punica

Das Produkt

Exotische Früchte und die Flasche mit der charakteristischen großen Öffnung: Das sind bis heute die Markenzeichen der Getränkemarke „Punica“. 15 Sorten umfasst das Sortiment mittlerweile, neben den Fruchtsaftgetränken der „Classic“-Linie kommen die Eisteelinie „Tea and Fruit“, die „Fruchtig & Spritzig“-Schorlen und die „Hot & Cool“-Wintergetränke aus der Punica-Oase. Was kaum einer weiß: Sie sprudelt in Hamburg-Wilhelmsburg.

„Jeder, der Punica trinkt, erfrischt sich mit einem Stück Hamburg“, sagt Werksleiter Olaf Wagner. „Gut 450000 Liter pro Tag produziert das Hamburger Werk, alle drei Minuten verlässt eine Europalette die Hamburger Produktion.“

Das Erfolgsgeheimnis sind die vielfältigen exotischen Fruchtsäfte von Ananas bis Mango, die nur ein Mal pasteurisiert werden, um das Aroma zu schonen. Die genauen Mischungen der einzelnen Sorten sind bis heute das Geheimnis der Hamburger Produktion.

Die Geschichte

Der Mann, mit dem die Geschichte von Punica begann, stammt aus der mecklenburgischen Stadt Laage. Rolf Dittmeyer studierte nach dem Krieg Philologie, Anglistik und Psychologie in Hamburg. Für einen Lebensmittelgroßhändler importierte er in den 50er Jahren Früchte und Orangensaftkonzentrat. Das brachte ihn auf eine Idee: Warum nur mit Saft handeln und nicht selbst produzieren? 1967 begann der Jungunternehmer, unter dem Markennamen „Valensina“ Orangensaft abzufüllen. Den gab es bis in die 60er-Jahre nur in Dosen – wenig verlockend. Mit der durch Dittmeyer eingeführten Glasflasche konnte jeder den Saft sehen.

1977 führte Dittmeyer mit der neuen Marke „Punica“ eine weitere Innovation ein: Eine besonders große Flaschenöffnung, die das Trinken erleichterte. Mit dieser unverwechselbaren „Superschluck-Flasche“ und den Geschmacksrichtungen Orange und Multivitamin gelang dem Hamburger Kaufmann der Durchbruch. Gleichzeitig begann Dittmeyer, an der spanischen Atlantikküste die größte Orangenplantage Europas aufzubauen.

Der Name Punica kommt von „Punica granatum“ – dem botanischen Namen des Granatapfelbaums. Einprägsam und geheimnisvoll wurde der Produktname für Generationen zum Inbegriff von Fruchtsäften.

Das Unternehmen

In Wilhelmsburg, nah am Hafen, siedelte Dittmeyer die Punica-Produktion an. Dort am Reiherstieg-Hauptdeich befindet sich bis heute die Punica Getränke GmbH, die nach mehrfachem Besitzerwechsel seit Mai 2005 zum US-amerikanischen Getränkekonzern Pepsico gehört und rund 100 Mitarbeiter beschäftigt. Gut 100 Millionen Liter werden hier pro Jahr abgefüllt.

Sven Tode
Wirtschaftsgeschichtliche Forschungsstelle e.V.
tode@wgf-hamburg.de
Telefon 41 35 20 56
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hamburger wirtschaft, Ausgabe Juli 2006