
Hamburg
Das Hamburg eine Verführung wert ist, zeigt der jetzt in 4. Auflage erschienene Kulturverführer. Hanseatische Tradition gepaart mit einer lebendigen Kulturszene Hamburg hat viele Gesichter. Der Hamburg-Guide führt durch die Theater, Museen und Konzerthäuser der Stadt und geht ausführlich auf den Kiez und die lebendige Clubszene ein. Maritimes fehlt genauso wenig wie Kaufkultur. Hamburg bietet an 365 Tagen im Jahr für jeden die passende Unterhaltung. Wiederkehrenden Events, vom Alstervergnügen bis zum Zeltfestival im Schanzenpark, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Die unter-haltsamen, informativen Texte sowie die lebendigen Bilder machen Lust, die vorgestellten Orte zu besuchen.
Rolf Hosfeld (Hrsg.): Kulturverführer Hamburg; Helmut Metz Verlag; Hamburg 2005; 255 Seiten; 11,80 Euro.
Architektur
Der Architekt Christian Frederik Hansen (1756-1845) schuf als königlicher Baumeister im dänischen Altona eine Reihe klassizistischer Landhäuser entlang der Elbe. Eines dieser Kleinode ist das Landhaus Baur, das Hansen zwischen 1804 und1806 für den Kaufmann und Bankier Johann Heinrich Baur erbaute. Im Jahr 2000 kaufte die Hermann Reemtsma Stiftung das Gebäude und ließ es aufwändig restaurieren. In dem von der Stiftung herausgegebenen Buch beschäftigen sich die beteiligten Architekten mit Hansen und Baur sowie mit der Baugeschichte des Elbschlösschens. Zwei Autoren befassen sich zudem mit dem Interieur sowie mit dem teilweise rekonstruierten Landschaftsgarten. Ergänzt werden die Beiträge durch zahlreiche Innen- und Außenaufnahmen des Gebäudes.
Hermann Reemtsma Stiftung: Das Landhaus Baur von Christian F. Hansen in Altona; Deutscher Kunstverlag; 2005; 223 Seiten; 29,90 Euro.
Bildband
Der Fotograf und Autor Jan Roe-wer dokumentiert, wie sich der Hamburger Hafen in den vergangenen 100 Jahren verändert hat. Dafür stellt er historische und aktuelle Fotografien einander im direkten Vergleich gegenüber. Ausgehend von den Landungsbrücken und dem Michel folgt der Betrachter einem historisch-fotografischen Hafenrundgang. Entlang der Stadtseite des alten Hafengebiets führt die Route über die Speicherstadt bis zu den Häfen an der Oberelbe. Weiter geht es auf der anderen Seite des Flusses über den Köhlbrand mit der bekannten Hochbrücke, bevor die Tour am Hauptstrom der Unterel-be bei Altona endet. Deutsch-englische Texte ergänzen den Bildband und erläutern die abgebildeten Hafenansichten, Gebäude sowie ihre historische Entwicklung.
Jan Roewer: Der Hamburger Hafen Fotografien von gestern und heute; Wartberg Verlag; 2005; 72 Seiten; 16,90 Euro.
Hamburg 1886
Im Hamburger Hafen wächst ein riesiger Komplex heran, ein Jahrhundertwerk, die rote Stadt. Heute besser bekannt als die Speicherstadt. Damals mussten 20000 Menschen, die dort lebten, für dieses Bauprojekt umgesiedelt werden. Die Wirtschaft blüht und für ihre Bauprojekte ist den Hamburger Kaufleuten nichts zu teuer. Im Dovenhof gibt es sogar Fernsprecher, elektrisches Licht und den ersten Paternoster-Aufzug des Kontinents. Pech, dass bei der festlichen Eröffnung eine blutige Leiche in ihm ihre Runden dreht. Ein neues Opfer des unbekannten Messerstechers? Dass Commissarius Bischop in den Ruhestand gegangen ist, macht sich bei den Ermittlungen schmerzlich bemerkbar. Doch es gibt ja noch Filius Sören, der in seine Fußstapfen tritt.
Boris Meyn: Die rote Stadt Ein historischer Kriminalroman; rororo; Reinbek 2003; 272 Seiten; 8,90 Euro.