
Masterplan für 2007
Clusterpolitik steht im Mittelpunkt der Industrie- und Wirtschaftspolitik des
Senats und ist fest verankert im Leitbild zur „Wachsenden Stadt“. Bis Mai
2007 soll daraus ein konkreter Masterplan für die Industrie entstehen, den die
Handelskammer gemeinsam mit der Behörde für Wirtschaft und Arbeit und dem
Industrieverband Hamburg erarbeiten wird. Das Standpunktepapier der Handelskammer zu
diesem Thema verabschiedeten die Plenarier in der Dezember-Sitzung. Die Vollversammlung
begrüßte, dass die Bedeutung der Industrie für den Standort Hamburg
wieder stärker ins Bewusstsein rücke. Entscheidend sei, dass die Wirtschaft
in die Steuerung und Evaluierung der Clusterpolitik einbezogen werde und diese nur eines
von vielen Instrumenten der Wirtschaftsförderung darstelle. Christian Lischke,
Geschäftsführer der Lischke Consulting GmbH, referierte über die aktuellen
Trends und Herausforderungen in der Beraterbranche anhand von Fallbeispielen aus
kirchlichen Organisationen und der Telekommunikationsbranche. Das Plenum wählte
einstimmig als neues Mitglied Reinhard Gedack, Geschäftsführer der PI Group
Production International GmbH, der für den verstorbenen Christian Delbrück
nachrückt. Im Anschluss hatte die Handelskammer zur „Langen Nacht“ in
das Hotel Vier Jahreszeiten geladen. Diese Veranstaltung ist traditionell die
Gelegenheit, den ehrenamtlich in der Handelskammer engagierten Unternehmerinnen und
Unternehmern zum Jahresausklang für ihr Engagement Dank zu sagen. Unter den
105 Gästen befanden sich auch der Erste Bürgermeister Ole von Beust und
Wirtschaftssenator Gunnar Uldall.
Steuer- und Finanzpolitik/Volkswirtschaft
Über die Möglichkeiten der finanzpolitischen Steuerung, die sich durch die
im Herbst vorgelegte Eröffnungsbilanz Hamburgs bietet, diskutierten Jann Meyer-Abich,
Präsident des Rechnungshofs und Robert Heller, Staatsrat in der Finanzbehörde,
in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse.
Mittelstandspolitik
Der Arbeitskreis forderte einen anderen Umgang mit der Verordnungspraxis der EU
seitens der Bundesregierung. Als jüngstes Beispiel für Versäumnisse
wurde das Allgemeine Gleichstellungsgesetz kritisiert, mit dem der Gesetzgeber über
die Vorgaben der europäischen Antidiskriminierungsrichtlinie hinausgegangen sei.
Ferner wurde über die Struktur und die Arbeit der Einrichtungen zur
Mittelstandsförderung beraten.
Handel
Überwiegend optimistisch blickt der Hamburger Handel ins neue Jahr. Dies ist
das zentrale Ergebnis der Ausschusssitzung, in deren Mittelpunkt die Geschäftslage
des vergangenen Jahres und die Erwartungen für 2007 standen.
Dienstleistung
Über eine Exkursion nach Brüssel berichtete Dirck Süß, Leiter der
Handelskammerabteilung Dienstleistungswirtschaft. Auf der Fahrt hatten sich acht
Ausschussmitglieder über aktuelle Fragen der Europapolitik informiert. Christiane
Strasse von der Firma Projektwerk GmbH stellte dem Ausschuss eine Studie über
die zukünftige Zusammenarbeit in der Dienstleistungsbranche.
Osteuropa
Rumänien ist trotz einiger Defizite reif für den EU-Beitritt. Dies erklärte
der Vertreter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in Bukarest,
Wienfried Senker, auf einer Sitzung des Arbeitskreises. Die 20 Millionen Einwohner
Rumäniens erwirtschafteten ein hohes Wachstum und machten anderen Ländern
im Bereich Kfz-Zulieferung, Textilien, Schuhe und Möbel ernsthafte Konkurrenz.
Wirtschaftsschutz
Eine stärkere Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft beim Thema Sicherheit
wünschten sich die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaftsschutz vom Staatsrat
der Behörde für Inneres, Christoph Ahlhaus. Als Grundlage dafür hatte
der Verband für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland bereits 2004 eine
„Sicherheitspartnerschaft“ von Wirtschaft und Senat vorgeschlagen.
Afrika
Deutsche Unternehmer vernachlässigen sträflich die wirtschaftlichen Chancen,
die sich in den Maghrebstaaten bieten. Das sagte der Geschäftsführer der
Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer, Andreas Hergenröther, auf der
Arbeitskreis-Sitzung. Die Arbeitskreismitglieder sprachen sich dafür aus, dass
gerade die norddeutsche Politik, in Kopplung mit einer Unternehmerdelegation, die
Maghreb-Länder besuchen sollte.
Kommunikation
Die Weiterentwicklung der Marke Hamburg im Sinne des Konzeptes der „Wachsenden
Stadt“ ist das Ziel der Hamburg Marketing GmbH (HMG). Ihr Geschäftsführer,
Thorsten Kausch, stellte dem Arbeitskreis die neuen Aufgaben der HMG vor und erläuterte,
dass die Gesellschaft insbesondere Events nutzen möchte, um die Hansestadt international
noch stärker als attraktive Metropole zu positionieren.
In der Rubrik „Handelskammer-Themen des Monats“ informieren wir Sie über die aktuellen Themen, die in den Gremien der demokratischen Selbstverwaltung der Hamburger Wirtschaft diskutiert werden. Hier engagieren sich ehrenamtlich rund 680 Unternehmer. (Weitere Informationen zum Ehrenamt unserer Handelskammer: www.hk24.de, Dokumenten-Nr. 12509) Außerdem finden Sie hier aktuelle Infos aus unseren auswärtigen Vertretungen und über Initiativen des DIHK, an denen unsere Handelskammer maßgeblich beteiligt ist.
Ausschüsse und Arbeitskreise
Die derzeit 30 Arbeitskreise und Ausschüsse unterstützen das Plenum,
sie befassen sich mit speziellen Fach- und Branchenthemen und erarbeiten Analysen
und Beschlussvorlagen.