Handelskammer Hamburg 2007

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Öko-Nomen

A. Vincent Schmidt

ersetzt Reiseführer und Stadtplan. Als „Hamburg-Lotse“ (www.hamburg-lotse.de) führt er Touristen und Geschäftsleute, aber auch gebürtige Hamburger durch die Hansestadt. Egal, ob eine Stunde oder zwei volle Tage, ob Restaurantempfehlung vor dem Musicalbesuch, Rundumbetreuung oder Rahmenprogramm, der 38-Jährige bietet maßgeschneiderte Erkundungstouren. „Sportbegeisterte begleiten wir bei einem Backstage-Besuch in die AOL Arena, während wir den Shopping-Wütigen feine Boutiquen zeigen“, sagt der gelernte Werbekaufmann. Oft ist es aber das klassische Hamburg mit seinem maritimen Touch, das die Sehleute interessiert: Landungsbrücken, Michel, Jungfernstieg. Der Hamburg-Lotse, der seine Dienste seit November 2006 anbietet, kombiniert diesen Wunsch gerne mit Angeboten jenseits der touristischen Pfade. Dabei achtet er stets auf die Bedürfnisse der ihm Anvertrauten. Mit spanischen Geschäftsleuten steuerte Schmidt zuerst Budnikowsky an: Regenschirme für das Hamburger Schmuddelwetter kaufen.

Christina Kruk

entwickelt pädagogisch wertvolle Computerspiele. Edutainment nennt die 39-Jährige ihre CD-ROMs, auf denen Vor- und Grundschulkindern die Berufe der Großen erklärt werden. Ob Tierärztin, Feuerwehrmann, Fußballspieler, Lokomotivführer oder Polizistin, die Software macht mit kindgerechten Illustrationen einen Ausflug zu den verschiedenen Arbeitsplätzen. Jetzt wurde der „Fußballer“ mit dem „Pädi Gütesigel“ ausgezeichnet, das Eltern eine Orientierung beim PC-Spielekauf gibt. Kruk ist seit 14 Jahren im Bereich der Kindersoftware tätig. Gemeinsam mit ihrem Mann hat die Kunstwissenschaftlerin und Mutter vor drei Jahren die „Rabenstark Spielzeug GmbH“ gegründet. Der Firmenname lag auf der Hand: Kruk bedeutet auf Polnisch Rabe. Neben der Konzeption von Spiel- und Lernsoftware bietet „Rabenstark“ als „Amazon für Kinder“ seit August einen spezialisierten Medienversandhandel. Ein weiteres Projekt steht an: Kruk will 2008 eine Spiel- und Lernsoftware rund um die kleine Conny präsentieren.

Thomas Peschken

kann bei Small und Medium nur milde lächeln. Für ihn wird es erst bei Large und Superwide so richtig interessant. Allerdings geht es nicht um Kleidergrößen – der 42-Jährige hat sich mit seinem neu gegründeten Unternehmen „Printers United“ auf die Vermittlung großformatiger Druckaufträge spezialisiert: Riesenposter, die beispielsweise an Fassaden oder in Kinos hängen. „Ab 1,30 Meter Breite sprechen wir von einem Großformatdruck“, erklärt der studierte Ökonom, der 14 Jahre als leitender Angestellter in eben diesem Bereich Erfahrung sammelte. 10 bis 20 Meter Länge sind da gang und gäbe. Peschken richtet sich mit seiner Geschäftsidee an Agenturen, Filialketten und Markeninhaber, die Orientierungshilfe im angebotsreichen Markt des Sieb- oder Digitaldrucks benötigen. Diese können unter www.printers-united.com ihre Projekte in Peschkens Datenbank einpflegen. Mit Branchen-Know-how holt der Unternehmer gezielt die Angebote der Druckereien ein. Ein Service, der bei Großformatdrucken neuartig ist.

Nana Hellwege

liebt – wie viele Frauen – Gold und Edelsteine. Und sie beherrscht auch das Handwerk dazu: Die langjährige Unternehmerin ist Goldschmiedemeisterin, kreiert auffällige Schmuckstücke in edlem Design. Nicht ohne Stolz präsentiert sie ihre elegante Auswahl: „Das sind Unikate, bei uns bekommen Sie keinen Schmuck von der Stange.“ Hellweges Showroom mit angeschlossenem Atelier im stilwerk ist über Hamburgs Grenzen hinweg bekannt: Neben Meinard von Gerkan zählt sie auch die Schauspielerin Jutta Speidel zu ihren Kunden. Besonders gefragt ist zurzeit die Jubiläumskollektion der gebürtigen Bremerin, die seit 25 Jahren selbstständig ist. Zu diesem Anlass entwarf Hellwege eine hochwertige Serie rund um das Motiv des Kreises – gemeinsam mit ihrer Tochter Katrin, die studierte Juristin ist. Mit 35 Jahren ließ sie sich von ihrer Mutter zur Goldschmiedin ausbilden. Das war vor sechs Jahren. Längst sind Mutter und Tochter Partnerinnen geworden. Leidenschaft liegt offenbar eben doch in den Genen.

hamburger wirtschaft, Ausgabe März 2007