Handelskammer Hamburg 2007

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Betten Huntenburg

Süsse Träume

Wer erholsamen Schlaf sucht, der lässt sich individuell bei Betten Huntenburg beraten, einem Fachgeschäft, das inzwischen auf eine 100-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann.

Wenn Lars Ginap auf Reisen ist und auf fremden Matratzen schläft, dann hat er im Koffer stets seine eigene Bettdecke und sein eigenes Kopfkissen dabei. „Egal, wie verkorkst die Matratze im Hotel auch ist, unter meiner eigenen Decke und auf meinem Kissen kann ich einigermaßen schlafen“, sagt der Inhaber des Rahlstedter Bettenhauses Huntenburg. Niemand weiß besser als er, wie wichtig das richtige Bett für dauerhaft gesunden Schlaf ist. In seinem eigenen ruht er ausgezeichnet – Sorgen macht er sich nur um diejenigen, die nicht erkennen, wie wertvoll zum Beispiel eine gute Matratze sein kann. Dementsprechend lautet auch der Slogan von Betten Huntenburg, einem Geschäft mit 100-jähriger Firmengeschichte: „Wer besser schläft, hat mehr vom Leben“.

Es waren Richard und Anna Huntenburg, die das Betten- und Kinderwagenfachgeschäft 1908 in der Hamburger Straße gründeten. Nach dem Zweiten Weltkrieg fungierte das Unternehmen unter dem Namen „Waschlappen gegen Babynahrung“ einige Zeit als Tauschzentrale. Seit 1948 ist Betten Huntenburg am heutigen Standort in Rahlstedt vertreten. Lars Ginap hat das Unternehmen 1998 übernommen, neben dem Stammgeschäft betreibt er noch eine 250 Quadratmeter große Filiale im Alstertal-Einkaufszentrum in Poppenbüttel. Das Geschäft hat ein modernes Outfit bekommen, um dem gehobenen Kundengeschmack gerecht zu werden.

Ginap hat jüngst auch das 400 Quadratmeter große Rahlstedter Stammhaus komplett umbauen lassen und mit einem neuen Konzept versehen. Zu einem erfolgreichen Bettenhändler, sagt er, gehöre eine ordentliche Portion Idealismus, Spaß an Textilien und innere Überzeugung. All das bringt der 40-Jährige, der in vierter Generation aus einer Bettenhändler-Familie stammt, in jedem Fall mit, gelernt hat er das Geschäft in den 1980er Jahren von der Pike auf. Während seines Studiums an der Textilfachschule in Nagold jobbte er in den Semesterferien regelmäßig in seinem jetzigen Betrieb. Die Übernahme von Betten Huntenburg 1998 dient als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge: Die Nachfolgeregelung wurde rechtzeitig geklärt, und der neue Geschäftsführer kannte sowohl den Betrieb gut als auch dessen Mitarbeiter.

Aber auch der Bettenfachhandel unterliegt dem starken Wettbewerb mit Discountern und Fachmarktzentren und hat mit sinkenden Verbraucherausgaben im Einzelhandel zu kämpfen. Wenn Bettwäsche und Handtücher im Fachmarktzentrum gekauft werden und die Matratze beim Discounter, dann bleiben dem Bettenfachhandel die Kunden weg. In Hamburg gibt es nur eine Handvoll inhabergeführter Bettenfachgeschäfte, eine Marktbereinigung in dieser Branche ist deutlich zu erkennen. Hier zeigt sich aber die Chance, mit guter Beratung, Qualität und besonderem Service der Kundschaft mit gehobenen Ansprüchen gerecht werden können. Neben gesamten Bettsystemen mit Matratzen sind Artikel wie Bettdecken, die unter eigenem Namen hergestellt werden und somit den hohen Qualitätsansprüchen des Unternehmens genügen, ebenso gefragt wie hochwertige Bettwäsche.

„Es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein“, so Ginap, der beide Filialen gemeinsam mit seiner Frau und insgesamt elf Mitarbeitern betreibt. „Wir stehen auch vor der Herausforderung, uns jeden Monat neu zu erfinden, um noch besser zu werden.“ Der demografische Wandel bringt ebenso Neukunden ins Geschäft wie der anhaltende Gesundheitstrend, und jedem Einzelnen kann Ginap eine individuelle Lösung anbieten. „Ich habe schon einige Dankesbriefe erhalten“, sagt er, „und darüber freue ich mich ganz besonders.“

Bettina Sulicki
bettina.sulicki@hk24.de
Telefon 36 13 8 788

hamburger wirtschaft, Ausgabe Oktober 2008