
An Hamburgs jüngster Hochschule weht ein frischer Wind. Im Oktober startet die Hamburg School of Business Administration in ihre nächste Runde und bietet gleich drei neue Studiengänge an. Zu den bisherigen Bachelor-Studiengängen Business Administration, Logistics Management und Media Management kommt Shipping and Ship Finance hinzu. Das Master-Programm wird um die Studiengänge Business Administration and Honourable Leadership und Global Management and Governance erweitert.
Unterstützung bekommt die HSBA in ihrer Arbeit von über 150 namhaften Hamburger Unternehmen. Dazu zählen unter anderem Beiersdorf, Montblanc, Hapag Lloyd, Scholz & Friends und Lufthansa Technik. Für den neuen Studiengang Shipping and Ship Finance engagieren sich zum Beispiel die Reederei Nord und der Germanische Lloyd. Die Unternehmen haben eine wichtige Aufgabe: Sie wählen die Studierenden aus. Außerdem übernehmen die Firmen den Großteil der Studiengebühren für die Bachelor-Studiengänge. Deswegen müssen die Studenten nur einen geringen Eigenanteil leisten und bekommen zusätzlich noch eine Ausbildungsvergütung, die je nach Unternehmen variiert.
Wer an der HSBA studieren möchte, muss gute Noten in Mathematik und Deutsch nachweisen können. Vorausgesetzt werden auch gute Englischkenntnisse. Neben den formalen Voraussetzungen gibt es außerdem persönliche Eigenschaften, die ein künftiger Studierender mitbringen muss. Dazu zählen in erster Linie Leistungsbereitschaft und Eigeninitiative. Nur wer darüber hinaus belastbar, ausdauernd und aufgeschlossen für Teamarbeit und Kritik ist, wird das anspruchsvolle Studium meistern können. Aktuell sind es rund 400 Studierende, die sich dieser Herausforderung stellen.
Im vergangenen Jahr hat die HSBA die 70 ersten Absolventen in das Berufsleben verabschiedet. Denn die HSBA ist die jüngste Hochschule der Hansestadt: Hamburger Unternehmen gründeten die HSBA im Jahr 2004. Unter Federführung der Handelskammer Hamburg wird die Hochschule von einer gemeinnützigen GmbH getragen. Die Handelskammer stellt auch den Präsidenten der HSBA: Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Das Hochschulkuratorium ist mit Vertretern der Handelskammer und beteiligter Unternehmen besetzt. Vorsitzender ist Frank Horch, Präses der Handelskammer. Das Kuratorium greift aktuelle Trends aus der Wirtschaft auf und stellt sicher, dass diese im Ausbildungsplan der HSBA umgesetzt werden. Im Hochschulrat sind neben Hochschulleitung und -lehrer auch die Studierenden vertreten. Die laufenden Geschäfte und die Organisation des Lehrbetriebs führen Geschäftsführer Dr. Uve Samuels und Kanzler Ernst Kunz.
Drei Jahre nach Gründung der Hochschule ist die Stiftung der HSBA ins Leben gerufen worden. Ihr Ziel ist es, passende Rahmenbedingungen für die Forschungsvorhaben der Professoren zu schaffen. Das Kapital der Stiftung beträgt heute eine Million Euro. Damit werden für die Professoren notwendige Freiräume geschaffen, um sich ihren Forschungsvorhaben widmen zu können. Die HSBA und die Stiftung haben Kriterien entwickelt, mit denen sie bewerten können, ob Forschungsprojekte Unterstützung benötigen. In diesem Jahr fördert die Stiftung vier Projekte.
Die HSBA unterstützt aber nicht nur die Forschung, sie setzt auch auf internationale Verbindungen. Derzeit bestehen bereits Kooperationskontakte mit der HAAGA Helia University Helsinki, der Andrássy University Budapest, der Dubai University und der State University St. Petersburg. Mittels dieser Kontakte sollen Austauschprogramme für Studenten und Professoren organisiert werden.
Noch bevor die HSBA 2004 ihre Arbeit aufnahm, hat sie vom Senat die staatliche Anerkennung erhalten. Zusätzlich sind alle laufenden Studiengänge von der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA), dem Qualitätssiegel für wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge, akkreditiert. Qualität wurde der HSBA auch von Seiten des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) bescheinigt. Innerhalb von nur drei Jahren ist es der HSBA gelungen, sich unter den führenden privaten dualen Hochschulen in Deutschland zu platzieren. Bei den Bewertungskriterien Verknüpfung Theorie Praxis, Betreuung und Studiensituation insgesamt hat die HSBA einen Spitzenplatz belegt.
Die HSBA bietet drei neue Studiengänge an:
Weitere Infos zu den neuen Studiengängen unter: www.hsba.de
Christopher Gosau
Nach der HSBA habe ich mich an der Technischen Universität Dresden für den
Studiengang Internationale Beziehungen eingeschrieben. Das Studium in Hamburg hat mir
Selbstvertrauen gegeben und die Fähigkeit, mich extrem schnell einzuarbeiten und in kurzer
Zeit das Wesentliche von Sachverhalten zu erfassen, zusammenzutragen und anderen überzeugend
zu präsentieren.
Svenja Völkel
Inzwischen arbeite ich bei der Hamburger Sparkasse als Marketingspezialistin im Bereich
Forschung und Entwicklung. Außerdem plane ich Kampagnen im Bereich Jugendmarkt. Bei der
HSBA habe ich viel gelernt, was ich heute im Berufsalltag brauche: strukturiertes und
organisiertes Arbeiten, selbstbewusstes Präsentieren und ein hohes betriebswirtschaftliches
Verständnis.
Klaus Persie
Die HSBA-Zeit hat mir die notwendigen Qualifikationen für mein Berufsleben mitgegeben.
Bei Bewerbungen ist das duale Studium an der HSBA eindeutig ein Schlüssel zu interessanten
und weltweiten Positionen. Denn inzwischen lebe ich in New York und arbeite bei der Stinnes
Corporation. Dort unterstütze ich die Auditoren und den Präsidenten des Unternehmens.
Wolfram Walther
Durch den ständigen Wechsel von Theorie und Praxis lernt man im Laufe des Studiums,
sich schnell in neue Themengebiete einzuarbeiten und auf neue Situationen einzustellen. Diese
Fähigkeiten brauche ich als Controller bei der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG. Dort
organisiere und erstelle ich unter anderem Vorschau- und Planungsrechnungen oder berichte an
den Aufsichtsrat und den Vorstand.
Nicole Gardeike
Die Kombination von Studium und Ausbildung ermöglichte mir eine fundierte Basis
für den Start ins Arbeitsleben. Die Verbindung von betriebswirtschaftlichen Kenntnissen und
dem operativen Geschäft der Containerschifffahrt erwies sich als spannend, und ich bin
froh, heute bei der Konzernkommunikation der Hapag Lloyd AG das Wissen beider Gebiete anwenden
zu können.
Phillip Drexler
An der HSBA hatte ich die Möglichkeit, neben den Grundzügen eines BWL-Studiums
interessante Leute zu treffen, spannende Einblicke in verschiedene Unternehmen der Hamburger
Wirtschaft zu bekommen und eine hervorragende Ausbildung bei der Reemtsma Cigarettenfabrik zu
genießen. Aktuell bin ich als Assistant Key Account Manager bei der PepsiCo Deutschland
GmbH angestellt.
Sascha Breuß
Das Studium zeichnet sich für mich neben den fachlichen Kompetenzen vor allem durch
die Soft Skills und Methodenkompetenzen aus, die uns die Dozenten vermittelt haben. Sei es bei
Vertragsverhandlungen, Gesprächen mit Lieferanten oder bei internen Meetings, die HSBA hat
mich hervorragend auf alle Anforderungen meines Jobs als Manager Strategic Purchasing bei der
Lufthansa Technik AG vorbereitet.
Lasse Eisgruber
Ich habe besonders geschätzt, dass sich die Seminare eng an der Praxis orientierten.
Ein weiterer Pluspunkt: der rege Erfahrungsaustausch mit Studierenden aus allen Bereichen der
Hamburger Wirtschaft. An der HSBA habe ich den Grundstein für einen erfolgreichen Start
ins Berufsleben gelegt. Heute arbeite ich bei der Lufthansa Technik AG und bin unter anderem
für die Entwicklung von Einkaufsstrategien verantwortlich.