
Gesundheitstag der Hamburger Wirtschaft
Rund 420 Fachleute, Führungskräfte und
Personalverantwortliche haben sich in der Handelskammer über Wege
des Betrieblichen Gesundheitsmanagements informiert. Veranstaltet
wurde der Gesundheitstag vom Kompetenznetzwerk „Fit in
Hamburg“, das sich unter der Moderation der Handelskammer seit
2004 für ein gesundheitsbewusstes Verhalten in den Betrieben
einsetzt.
Die zentrale Botschaft: Unternehmen, die in Zukunft
wettbewerbsfähig sein möchten, sollten mit Blick auf den
demografischen Wandel und Veränderungen in der Arbeitsorganisation
bereits heute in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer
Mitarbeiter investieren. Von den vielfältigen Möglichkeiten
konnten sich die Besucher in Fachvorträgen und bei über
40 Ausstellern überzeugen.
Im Mittelpunkt des Gesundheitstages stand die Bedeutung von Netzwerken
bei der Umsetzung betrieblicher gesundheitsfördernder
Maßnahmen. Leonhard Hajen, Professor an der Hochschule für
Angewandte Wissenschaften und Vorsitzender der Hamburgischen
Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG),
zeigte, welchen Mehrwert Gesundheitsförderung und Vernetzung
bieten. Qualifizierte und motivierte Beschäftigte seien
schließlich entscheidend für den Unternehmenserfolg.
Vorgestellt wurde die von der Handelskammer herausgegebene
Broschüre „Erfolgsfaktor Gesundheit“. Eine inhaltliche
Einführung mit Checkliste soll kleinen und mittleren Unternehmen
bei der Im-plementierung eines sys-tematischen betrieblichen
Gesundheitsmanagements unterstützen. Im Mittelpunkt stehen 14
Best-Prac-tice-Beispiele, die zeigen, wie Hamburger Unternehmen
internen Herausforderungen begegnet sind und welche Lösungen sie
gefunden haben, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu steigern.
Handelsvertreter-Forum
Die erfolgreiche Kundenpflege stand im Mittelpunkt des Branchenforums,
zu dem die Handelskammer Hamburg, die IHK Schleswig-Holstein und die
Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für
Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) im Norden erstmals gemeinsam
einluden. In seinem interaktiven Vortrag zeigte Alexander Tiffert,
Berater der Pawlik Sales Consultants AG, den rund 75 Unternehmern aus
Norddeutschland zunächst anschaulich auf, wie sie selbst und wie
ihre Kunden „ticken“. Schließlich leitete er unter
Berücksichtigung von Denk- und Verhaltensmustern Strategien ab,
wie Handelsvertreter die Brücke zum Erfolg sicher überqueren
können. Philipp Krupke, Hauptgeschäftsführer der CDH im
Norden, informierte im zweiten Teil der Veranstaltung darüber, wie
der Wert einer Handelsvertretung zu ermitteln ist.
IT-Verträge
50 Teilnehmer der Veranstaltung „Sparen mit IT – Gestalten
Sie Ihre Verträge richtig!“ interessierten sich für die
Grundlagen des IT-Vertragsrechts. Rechtsanwalt Axel Freiherr von dem
Bussche, Taylor Wessing, informierte über die Voraussetzungen
für erfolgreiche Vertragsverhandlungen beim Einkauf von
IT-Dienstleistungen. Dabei wies er anhand zahlreicher Praxisbeispiele
unter anderem auf die größten Fallstricke hin. Besonders
wichtig sei es, so von dem Bussche, die durch den IT-Anbieter zu
erbringenden Leistungen möglichst genau festzulegen. Die
Veranstaltung wurde von der Handelskammer zusammen mit E-Com Hamburg
angeboten.
Nikolaus Broschek, Mitglied des Handelskammer-Plenums, und Heinz Spielmann, Vorsitzender der Elsbeth-Weichmann-Gesellschaft, eröffneten die Ausstellung „Bewegung und Beharrung“ mit Werken von Manfred Sihle-Wissel. Zum 75. Geburtstag des Bildhauers war eine Auswahl seiner abstrakten Bronzen, Hölzer und Collagen in der Reihe „Kunst in der Handelskammer“ zu sehen. Der Archäologe Bernard Andreae begeisterte die Gäste der Vernissage mit einem Festvortrag über ein Statuenfragment des griechischen Bildhauers Praxiteles, dessen ursprüngliche Form er mithilfe einer Zeichnung von Manfred Sihle-Wissel rekonstruiert hatte.
Praxistag
Mit großem Erfolg ging die Vorlesungsreihe „Technik
für Kinder. Faszination Schiff“ mit einem Praxistag zu Ende.
Während der vier vorangegangenen Vorlesungen an der TU
Hamburg-Harburg ließen sich jeweils 400 Jungen und Mädchen
zwischen acht und zwölf Jahren erklären, warum Schiffe
schwimmen, was sie technisch auszeichnet und wie sie bei schlechter
Sicht ihren Weg finden. Die Veranstaltungen wurden von der Behörde
für Wirtschaft und Arbeit und der Handelskammer initiiert. Ruth
Berckholtz, Vorsitzende des Handelskammer-Ausschusses für Bildung:
„Wenn die Begeisterung der Kinder, die wir wecken konnten, in den
Schulen aufgegriffen und unterstützt wird, hat Hamburg eine reelle
Chance, seinen Bedarf an technischen Fachkräften langfristig zu
sichern.“ Den „Startschuss“ hatten per Nebelhorn
Bernhard Proksch von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit,
Ruth Berckholtz und Ulrich Killat, Vizepräsident der TU
Hamburg-Harburg, gegeben.
Workshop
Im Vordergrund des Treffens der Quartiersmanager stand einmal mehr der
Erfahrungsaustausch – erstmals jedoch in Form eines Workshops.
Dabei konnten die Teilnehmer aus ihren Quartieren berichten und
gemeinsam Lösungsansätze für oft auftretende Probleme
entwickeln. Abgerundet wurde das Treffen durch eine Vortragsreihe und
die Best-Practice-Beispiele aus den Quartieren. Der Workshop war
zugleich Auftakt einer Reihe von Fortbildungsveranstaltungen für
Hamburgs Quartiers- und Citymanager.