Handelskammer Hamburg 2009

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Treffpunkt

HIGHLIGHT

Gesundheitstag der Hamburger Wirtschaft
Rund 420 Fachleute, Führungskräfte und Personalverantwortliche haben sich in der Handelskammer über Wege des Betrieb­lichen Gesundheitsmanagements informiert. Veranstaltet wurde der Gesundheitstag vom Kompetenznetzwerk „Fit in Hamburg“, das sich unter der Moderation der Handelskammer seit 2004 für ein gesundheitsbewusstes Verhalten in den Betrieben einsetzt.

Die zentrale Botschaft: Unternehmen, die in Zukunft wettbewerbsfähig sein möchten, sollten mit Blick auf den demografischen Wandel und Veränderungen in der Arbeitsorganisation bereits heute in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter investieren. Von den vielfältigen Möglichkeiten konnten sich die Be­sucher in Fachvorträgen und bei über 40 Ausstellern überzeugen.

Im Mittelpunkt des Gesundheitstages stand die Bedeutung von Netzwerken bei der Umsetzung betrieblicher gesundheitsfördernder Maßnahmen. Leonhard Hajen, Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Vorsitzender der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG), zeigte, welchen Mehrwert Gesundheitsförderung und Vernetzung bieten. Qualifizierte und motivierte Beschäftigte seien schließlich entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Vorgestellt wurde die von der Handelskammer herausgegebene Broschüre „Erfolgsfaktor Gesundheit“. Eine inhaltliche Einführung mit Checkliste soll kleinen und mittleren Unternehmen bei der Im-plemen­tierung eines sys-tematischen betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützen. Im Mittelpunkt stehen 14 Best-Prac-tice-Beispiele, die zeigen, wie Hamburger Unternehmen internen Herausforderungen begegnet sind und welche Lösungen sie gefunden haben, um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu steigern.

Veranstaltet

Handelsvertreter-Forum
Die erfolgreiche Kundenpflege stand im Mittelpunkt des Branchenforums, zu dem die Handelskammer Hamburg, die IHK Schleswig-Holstein und die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) im Norden erstmals gemeinsam einluden. In seinem interaktiven Vortrag zeigte Alexander Tiffert, Berater der Pawlik Sales Consultants AG, den rund 75 Unternehmern aus Norddeutschland zunächst anschaulich auf, wie sie selbst und wie ihre Kunden „ticken“. Schließlich leitete er unter Berücksichtigung von Denk- und Verhaltensmustern Strategien ab, wie Handelsvertreter die Brücke zum Erfolg sicher überqueren können. Philipp Krupke, Hauptgeschäftsführer der CDH im Norden, informierte im zweiten Teil der Veranstaltung darüber, wie der Wert einer Handelsvertretung zu ermitteln ist.

IT-Verträge
50 Teilnehmer der Veranstaltung „Sparen mit IT – Gestalten Sie Ihre Verträge richtig!“ interessierten sich für die Grundlagen des IT-Vertragsrechts. Rechtsanwalt Axel Freiherr von dem Bussche, Taylor Wessing, informierte über die Voraussetzungen für erfolgreiche Vertragsverhandlungen beim Einkauf von IT-Dienstleistungen. Dabei wies er anhand zahlreicher Praxisbeispiele unter anderem auf die größten Fallstricke hin. Besonders wichtig sei es, so von dem Bussche, die durch den IT-Anbieter zu erbringenden Leistungen möglichst genau festzulegen. Die Veranstaltung wurde von der Handelskammer zusammen mit E-Com Hamburg angeboten.

Skulpturenausstellung

Nikolaus Broschek, Mitglied des Handelskammer-Plenums, und Heinz Spielmann, Vorsitzender der Elsbeth-Weichmann-Gesellschaft, eröffneten die Ausstellung „Bewegung und Beharrung“ mit Werken von Manfred Sihle-Wissel. Zum 75. Geburtstag des Bildhauers war eine Auswahl seiner abstrakten Bronzen, Hölzer und Collagen in der Reihe „Kunst in der Handelskammer“ zu sehen. Der Archäologe Bernard An­dreae begeisterte die Gäste der Vernissage mit einem Festvortrag über ein Statuenfragment des griechischen Bildhauers Praxiteles, dessen ursprüngliche Form er mithilfe einer Zeichnung von Manfred Sihle-Wissel rekonstruiert hatte.

Praxistag
Mit großem Erfolg ging die Vorlesungsreihe „Technik für Kinder. Faszination Schiff“ mit einem Praxistag zu Ende. Während der vier vorangegangenen Vorlesungen an der TU Hamburg-Harburg ließen sich jeweils 400 Jungen und Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren erklären, warum Schiffe schwimmen, was sie technisch auszeichnet und wie sie bei schlechter Sicht ihren Weg finden. Die Veranstaltungen wurden von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit und der Handelskammer initiiert. Ruth Berckholtz, Vorsitzende des Handelskammer-Ausschusses für Bildung: „Wenn die Begeisterung der Kinder, die wir wecken konnten, in den Schulen aufgegriffen und unterstützt wird, hat Hamburg eine reelle Chance, seinen Bedarf an technischen Fachkräften langfristig zu sichern.“ Den „Startschuss“ hatten per Nebelhorn Bernhard Proksch von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Ruth Berckholtz und Ulrich Killat, Vizepräsident der TU Hamburg-Harburg, gegeben.

Workshop
Im Vordergrund des Treffens der Quartiersmanager stand einmal mehr der Erfahrungsaustausch – erstmals jedoch in Form eines Workshops. Dabei konnten die Teilnehmer aus ihren Quartieren berichten und gemeinsam Lösungsansätze für oft auftretende Probleme entwickeln. Abgerundet wurde das Treffen durch eine Vortragsreihe und die Best-Practice-Beispiele aus den Quartieren. Der Workshop war zugleich Auftakt einer Reihe von Fortbildungsveranstaltungen für Hamburgs Quartiers- und Citymanager.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Mai 2009