Treffpunkt
HIGHLIGHT
SchulMerkur für Budnikowsky
Das Heinrich-Heine-Gymnasium in
Poppenbüttel hat den Schuloscar der Hamburger Wirtschaft gewonnen.
Im Rahmen des Projektes „Sechs Hamburger
Bürgermeister“ gründeten Schüler eine
Schülerfirma und produzierten ein Buch. Darin finden sich
längere Interviews mit allen Ersten Bürgermeistern, die seit
1971 im Amt waren. Ergänzt werden die Gespräche durch
biografische Daten und einen Einführungstext zum Geschehen der
jeweiligen Amtszeit. Der zweite Preis ging an die Staatliche
Handelsschule mit Wirtschaftsgymnasium Am Lämmermarkt. Zusammen
mit Partnerschulen in der EU untersuchten Schüler
Marketingmaßnahmen. Dritter Sieger wurde die Schule Weidemoor.
Die Schule für geistig Behinderte bereitet ihre Schüler unter
dem Motto „Arbeit, Gemeinwesen und Integration“ auf ein
selbstbestimmtes Arbeitsleben vor.
Den Schulmerkur erhielt die Iwan
Budnikowsky GmbH & Co. KG für ihre Kooperation mit der
Gesamtschule Stellingen. Der langjährigen Zusammenarbeit wurden
neue Elemente hinzugefügt, zum Beispiel das Projekt Praxisklasse,
das Hauptschulabsolventen mit schlechten Chancen auf dem
Ausbildungsmarkt zugute kommt. Zweiter Sieger wurde die Psd-Bank Nord
eG, die am Emil-Krause-Gymnasium das Projekt „Solarbrunnen“
unterstützte. Weitere Informationen unter www.hk24.de/schulpreis.
Veranstaltet
Deutsch-Russisches Forum
Das Deutsch-Russische Forum in der Handelskammer befasste sich mit
Wasserversorgung und Abfallwirtschaft. Gouverneur Dimitri V.
Dmitrijenko aus Murmansk sagte zu den 100 deutschen Teilnehmern:
„Wir wollen endlich Erfolge im Umweltschutz erreichen. Luft- und
Wasserqualität unserer Region müssen dringend verbessert
werden, und deutsche Firmen können uns dabei helfen.“ Die
russische Regierung arbeite hart an ihrer Umweltpolitik und bringe
zurzeit viele neue Gesetzesinitiativen auf den Weg, sagte Viktor P.
Orlov, der als Vorsitzender des Komitees für natürliche
Ressourcen und Umweltschutz im Föderationsrat die russische
Zentralregierung vertrat. Im Verlauf der Konferenz unterzeichneten
Vertreter von Hamburg Wasser und der Region Murmansk eine Vereinbarung
zur Zusammenarbeit.
Bilanzrecht
Mehr als 400 Teilnehmer informierten sich beim Steuerforum über
das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), der umfassendsten
Reform des deutschen Handelsgesetzbuches im Rahmen der
Rechnungslegungsvorschriften seit mehr als 20 Jahren. Aufgrund
vieler Anfragen führte die Handelskammer dieses Steuerforum
bereits zum dritten Mal in diesem Jahr durch. Mit dem BilMoG hat das
deutsche Bilanzrecht einen erkennbaren internationalen Zuschnitt
erhalten. Dabei wurden auch EU-Richtlinien in nationales Recht
umgesetzt und Erleichterungen für den Mittelstand geschaffen.
Experten gaben einen Überblick über die neuen
Bilanzierungsvorschriften, die verpflichtend für
Geschäftsjahre gelten, die nach dem 31. Dezember beginnen, und
wiesen dabei auf Auswirkungen auf die Bilanzpolitik der Unternehmen
hin.
Handelsrichterempfang
Im Commerzsaal der Handelskammer fand der Handelsrichterempfang statt,
mit dem die Handelskammer alle zwei Jahre in festlichem Rahmen den
ehrenamtlichen Einsatz der Kaufmannschaft für den Justizstandort
Hamburg würdigt. Christian Graf, Leiter des
Geschäftsbereiches Recht und Fair Play, dankte den Handelsrichtern
für ihr Engagement und hob hervor, dass sie einen wesentlichen
Beitrag zur Stärkung des Justizstandortes und damit der
Wirtschaftsmetropole Hamburg leisteten. Landgerichtspräsidentin
Sibylle Umlauf bezeichnete den interdisziplinären Ansatz der
Kammern für Handelssachen als Gewinn für alle Beteiligten:
für Berufs- und Handelsrichter, für Parteien und nicht
zuletzt für den Justizstandort Hamburg. Auch Justizsenator Till
Steffen dankte den Handelsrichtern für ihr Engagement.
Arbeitskreis Steuerschätzungen
Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz
begrüßte den Arbeitskreis Steuerschätzungen in der
Handelskammer. Dieser erarbeitete drei Tage lang seine Prognose
für die Einnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden. Dabei
wurde deutlich, dass die Einnahmen 2009 um 2,9 Milliarden Euro geringer
ausfallen werden als noch im Mai angenommen. Das ist vor allem auf
Steuerrechtsänderungen mit Wirkung 2009 zurückzuführen.
In diesem Jahr kann der Gesamtstaat demnach mit Einnahmen von 524,1
Milliarden Euro rechnen. 2010 erwartet der Schätzerkreis insgesamt
511,5 Milliarden Euro Steuereinnahmen. Dem Schätzerkreis
gehören Fachleute aus den Finanzministerien von Bund und
Ländern, der Bundesbank, von Forschungsinstituten, der Kommunen,
des Sachverständigenrates und des Statistischen Bundesamtes an.
Steuerforum
Am Steuerforum zum Thema „Aktuelles zur Umsatzsteuer –
Handlungsbedarf für Unternehmer und Unternehmen“ nahmen
über 280 Personen teil. Im Mittelpunkt standen dabei die
Änderungen der umsatzsteuerlichen Regelungen, die insbesondere
durch das EU-Mehrwertsteuerpaket zum 1. Januar 2010 in Kraft treten.
Dieses sieht eine neue Systematik für den Ort der sonstigen
Leistung bei grenzüberschreitenden Leistungsbeziehungen vor und
neue Regeln für die Vorsteuervergütung in den
Mitgliedsstaaten. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen fordert
die Finanzverwaltung in der Praxis zum Teil kaum umsetzbare
Nachweispflichten, von denen der Bundesfinanzhof sich in drei
Entscheidungen jedoch distanziert hat. Auch hierzu referierten die
Experten im Steuerforum, das Günther Strunk moderierte.
Wegen der starken Nachfrage wird die Veranstaltung am 18. Dezember
wiederholt.
BID Nikolai-Quartier
Das BID Nikolai-Quartier nimmt schon vor seiner offiziellen Einrichtung
Gestalt an: Anfang November weihte Hauptgeschäftsführer
Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz zusammen mit dem Bezirksamtsleiter
von Hamburg-Mitte, Markus Schreiber, auf einer etwa 100 Quadratmeter
großen Fläche auf dem Adolphsplatz ein
„Muster-BID“ ein. Dort können sich die
Grundeigentümer, Bürger und Planer einen Eindruck von den
verschiedenen Gehwegplatten und Pflastersteinen verschaffen, die
künftig dem BID Nikolai-Quartier zu einer hochwertigen
Ausstrahlung verhelfen sollen. Im kommenden Jahr soll dann der
Startschuss für die Umgestaltung des gesamten BID Nikolai-Quartier
fallen.
hamburger wirtschaft, Ausgabe Dezember
2009