
Die Richtung stimmt
Der Kurs stimme, die Segel
müssten nun gesetzt werden – so bewertete Präses Frank
Horch das Koalitionsprogramm der neuen Bundesregierung in der
Novembersitzung des Plenums. Neben vielen bundespolitischen Punkten,
die das Wirtschaftsklima verbessern sollen, sei Hamburg als wichtigster
Außenhandelsstandort in Deutschland bei den geplanten
Maßnahmen gut vertreten. Reiner Brüggestrat von der
Hamburger Volksbank wies auf die Schwierigkeiten bei
Schiffsfinanzierungen hin. Durch große Überkapazitäten
im Schiffstransport stehe die Branche vor großen
Herausforderungen. Diese würden bis über die Wirtschaftskrise
hinaus bestehen.
Zudem wurden dem Plenum die
Haushaltsangelegenheiten 2009 und die Planung für 2010
vorgestellt. Mit einem großen Überschuss, wie er zum
Beispiel in den starken Jahren 2007 und 2008 erwirtschaftet wurde, kann
im nächsten Jahr nicht mehr gerechnet werden. Der Neubau für
die Hamburg School of Business Administration am Adolphsplatz, der Teil
des Nachtragshaushaltes ist, wurde vom Plenum diskutiert und
bestätigt.
Für das Jahr 2010 stehen
hochkarätige Veranstaltungen und Themen wie zum Beispiel die
Konferenz zur Fehmarnbelt-Querung, der Hamburg Summit, das
Jubiläum der Commerzbibliothek sowie der doppelte Abiturjahrgang an.
Ausschuss für Umwelt/Ausschuss für Industrie und Energie
Die gemeinsame Sitzung des
Ausschusses für Umwelt und des Ausschusses für Industrie und
Energie am Flughafen unter Vorsitz von Eberhard Runge wurde vom Thema
Wasserstoffmobilität dominiert. Hamburg hat sich in den
vergangenen Jahren deutschlandweit einen Namen als Wasserstoffhochburg
gemacht. Eine Vorreiterrolle nimmt dabei der Flughafen ein, wovon sich
die Sitzungsteilnehmer bei einer Vor-Ort-Besichtigung der
Wasserstofffahrzeuge und ihrer Tankstellen ein Bild machen konnten.
Weitere Themen der Sitzung waren die Landstromversorgung von Schiffen
im Hafen, das von der IHK Nord erarbeitete Positionspapier zu
Erneuerbaren Energien und eine von der Handelskammer durchgeführte
Umfrage zu konkreten finanziellen Belastungen Hamburger Unternehmen
durch die EU-Chemikalienverordnung Reach.
Ausschuss für Stadt- und Regionalentwicklung
Günter Elste,
Ausschussvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn
AG, erläuterte die strategischen Zielsetzungen bei der
Einführung der Stadtbahn in Hamburg, mit der ab 2014 das
ÖPNV-Angebot ausgeweitet werden soll. Gerhard Schenk von der
Hamburger Hochbahn AG stellte die Planungen für den ersten
Bauabschnitt zwischen dem Bramfelder Dorfplatz und der
U-Bahnhaltestelle Kellinghusenstraße vor. Diskutiert
wurden insbesondere die Folgen der Stadtbahntrasse auf den Individual-
und Wirtschaftsverkehr. Thema der Sitzung waren zudem die
Vorschläge der Handelskammer zur Entwicklung der Universität.
Handelsausschuss
Überwiegend optimistisch
blicken die Mitglieder des Handelsausschusses auf das kommende Jahr:
Gerade mit modern gestalteten Häusern und gut ausgebildeten
Mitarbeitern könnten im Einzelhandel auch weiterhin hohe
Erträge erwirtschaftet werden. Dies ergaben der Rückblick auf
2009 sowie der Ausblick auf 2010. Zuvor hatte Olaf Petersen, GfK
Geomarketing, die Perspektiven für die Branche dargestellt. Seiner
Einschätzung nach folgt der Einzelhandel der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ebenso wie der Arbeitsmarkt mit
einem signifikanten Zeitverzug, sodass 2010 ein relativ
herausforderndes Jahr werden dürfte.
In der Rubrik „Handelskammer-Themen des Monats“ informieren wir Sie über die aktuellen Themen, die in den Gremien der demokratischen Selbstverwaltung der Hamburger Wirtschaft diskutiert werden. Hier engagieren sich ehrenamtlich rund 680 Unternehmer. (Weitere Informationen zum Ehrenamt Ihrer Handelskammer: www.hk24.de.
Plenum
Das Plenum ist das höchste beschlussfassende Gremium der
Handelskammer. Auf seinen monatlichen Sitzungen bestimmt es die
Leitlinien unserer Arbeit. Ihm gehören derzeit 65
gewählte
oder kooptierte Vertreter von Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen
der gewerblichen Wirtschaft an.
Arbeitskreise und Ausschüsse
Die derzeit 32 Ausschüsse und Arbeitskreise
unterstützen das
Plenum, sie befassen sich mit speziellen Fach- und Branchenthemen und
erarbeiten Analysen und Beschlussvorlagen.