Handelskammer Hamburg 2009

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Wahl

Frank Horch neuer Vizepräsident des DIHK

Der Präses der Handelskammer wurde ins Präsidium des Deutschen Industrie-
und Handelskammertages (DIHK) gewählt. Außerdem berief die Vollversammlung den Präsidenten der IHK zu Kiel, Hans Heinrich Driftmann, zum Nachfolger von Ludwig Georg Braun.

Der DIHK, die Spitzenorganisation der deutschen Wirtschaft, hat Handelskammer-Präses Frank Horch zu einem seiner vier Vizepräsidenten gewählt. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Vollversammlung der 80 deutschen IHKs“, sagte Horch. Er werde seine Schwerpunkte unter anderem auf eine Verbesserung der Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen und auf einen zukunftsfähigen Mix bei der Energieversorgung setzen. „Wir müssen hier mit einer Stimme sprechen, denn diese Themen sind nicht nur für Hamburg und Norddeutschland wichtig, sondern sie sind auch eine natio­nale Aufgabe“, so Horch. Der 61-Jährige studierte Schiffbau, war unter anderem Generalbevollmächtigter der Phoenix-AG und Vorsitzender der Geschäftsführung der Thyssen-Krupp Elastomertechnik sowie der Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH. Derzeit ist er Geschäftsführer bei der Blohm und Voss international GmbH. Horch ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Der neue DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann (61) ist seit 1990 persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter der Kölln KGaA in Elmshorn. Er kündigte nach seiner Wahl an, seine Ämter in anderen Wirtschaftsverbänden aufzugeben, um sich ganz der neuen Aufgabe an der Spitze der IHK-Organisation zu widmen. Driftmann dankte seinem Vorgänger Ludwig Georg Braun, der von der Vollversammlung für seine Verdienste zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde, für die „außerordentlich nachhaltige“ Arbeit in den vergangenen Jahren. Braun habe bei einer Reihe wichtiger Themen wie dem Ausbildungspakt oder auch der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel für die Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt erreicht. Driftmann, langjähriger Vorsitzender des DIHK-Bildungsausschusses, betonte, er werde daran anknüpfen: „Der Ausbildungspakt ist in der Krise mindestens so aktuell wie am ersten Tag. Er steht vor seiner vielleicht größten Herausforderung. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es gemeinsam auch in diesem wirtschaftlich schwierigen Jahr schaffen können, allen ausbildungswilligen und -fähigen Schulabgängern ein Ausbildungsangebot zu machen.“ Driftmann bot der Politik Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Krise an. Er warnte aber davor, der Versuchung zu erliegen, einzelne Unternehmen der Realwirtschaft durch eine staatliche Beteiligung retten zu wollen.

Ludwig Georg Braun legte nach acht Jahren Amtszeit satzungsbedingt sein Amt als Präsident des DIHK nieder. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben würdigte zum Abschied dessen große Verdienste. So sei er der Vater des Ausbildungspaktes, den er initiiert und im Jahr 2004 mit den damaligen Bundesministern Wolfgang Clement und Edelgard Bulmahn unterzeichnet habe. Die Übereinkunft zur Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft wurde ein beispielhafter Erfolg: Seit Beginn des Paktes konnte die Zahl der Neuverträge um etwa 20 Prozent gesteigert werden. Mit unermüdlichem Einsatz habe Braun auch für eine Reform der Erbschaftsbesteuerung gekämpft. Beharrlich sei sein Einsatz für die erleichterte Beschäftigung ausländischer Fachkräfte gewesen. Als Chef eines international tätigen Unternehmens, der B. Braun Melsungen AG, verkörpere Braun in besonderem Maße den „ehrbaren Kaufmann“. Ludwig Georg Braun sei in den vergangenen acht Jahren gefragter Gesprächspartner von Politik, Verbandsvertretern und Gewerkschaftern gewesen. Die weiteren Vizepräsidenten des DIHK sind neben Frank Horch Paul Bauwens-Adenauer aus Köln, Alfred Clouth aus Offenbach sowie Klaus Olbricht aus Magdeburg. Bauwens-Adenauer, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauwens GmbH & Co. KG, ist seit 2005 Präsident der IHK zu Köln. Der 55-jährige Diplomingenieur ist verheiratet und hat drei Kinder. Alfred Clouth ist Geschäftsführer der Alfred Clouth Lackfabrik GmbH & Co. KG in Offenbach und seit Dezember 2007 Präsident der IHK Offenbach. Der 53-jährige Betriebswirt ist verheiratet und hat zwei Kinder. Klaus Olbricht (55) ist Präsident der IHK Magdeburg und Geschäftsführer der Elektromotoren und Gerätebau Barleben GmbH in Barleben.



DIHK/Wolfgang Ehemann
wolfgang.ehemann@hk24.de
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hamburger wirtschaft, Ausgabe Mai 2009