Unternehmenstage
Erfolgreiches Risikomanagement
Die Übernahme von Wagnissen
ist wesentliches Element unternehmerischen
Handelns und Voraussetzung für den Geschäftserfolg.
Risikomanagement ist das zentrale Thema der „Hamburger
Unternehmenstage: Steuern“.
Den richtigen Unternehmenskurs zu halten, fällt nicht immer
leicht. Jedes Unternehmen nimmt mit seinen Geschäften die
Chancen
wahr, die sich ihm bieten. Chancen gibt es aber meist nicht ohne
Risiken. Dies ist unvermeidbar und auch grundsätzlich
akzeptabel.
Allerdings sollten Chancen und Risiken im ausgewogenen
Verhältnis
zueinander stehen. Dafür ist ein systematischer Prozess zur
rechtzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken in allen
Unternehmensbereichen hilfreich, um die für das eigene
Unternehmen
richtige Strategie zur Steuerung der Risiken zu entwickeln.
Das strategische Risikomanagement konzentriert sich daher auf
Mitarbeiter, Entscheidungen des Managements sowie auf betriebliche
Prozesse. Ungünstige Veränderungen der politischen
Rahmenbedingungen sind hier ebenso im Blickfeld wie die
Personalfluktuation und Maßnahmen des Wettbewerbs.
Risikokultur,
Risikobewusstsein der Mitarbeiter und Frühwarnung spielen eine
zen-
trale Rolle.
Das betriebswirtschaftliche Augenmerk liegt beim Fortbestand des
Unternehmens, bei Vermögensschäden und
Manipulationsfolgen.
Dabei hat das strategische Risikomanagement einen langfristigen
Horizont, ist in den Strategieentwicklungs- und Planungsprozess des
Unternehmens eingebettet und betrachtet die gesamte Organisation. Es
versteht Risiko immer auch als Chance und wird dadurch zum
Chancenmanagement.
Risikomanagement bedeutet Schaden verhüten oder
überwinden.
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird eine
Schadenverhütung durch Risikovermeidung und -minderung
angestrebt
oder eine Schadenüberwindung. Risiken durch das Unterlassen
von
Handlungen zu vermeiden, bedeutet jedoch häufig die Aufgabe
einer
Unternehmung.
Besonderes Augenmerk des Risikomanagements ist auch den steuerlichen
Risken beizumessen. Eine große Anzahl abgabenrechtlicher
Vorschriften, die darüber hinaus einer ständigen
Änderung unterliegen, sind von Unternehmen über
längere
Zeiträume zu beachten. Deren Vernachlässigung kann zu
gravierenden Risiken führen. Steuerliches Risikomanagement
bedeutet nicht nur Erkennen, Benennen und Beziffern der Risiken,
sondern auch deren Minimierung oder Vermeidung. Das Erkennen von
steuerrechtlich relevanten Sachverhalten erfordert oft die Analyse
betrieblicher Funktionen und Abläufe. So müssen etwa
im
Zusammenhang mit der Zinsschranke Aufwendungen und Betriebsergebnisse
unterjährig im Auge behalten werden. So sind beispielsweise im
Zuge des neuen Erbschaftsteuerrechts Behaltensfristen und
Lohnsummenbindungen zu beachten. Die diesjährigen
„Hamburger
Unternehmenstage: Steuern“ werden sich mit diesen
Fragenkomplexen
befassen. Hierzu werden Unternehmer sowie steuerliche und rechtliche
Berater referieren, Lösungsansätze für die
Unternehmenspraxis erläutern und mit den Teilnehmern
diskutieren.
Informationen
Die siebten „Hamburger Unternehmenstage: Steuern“
finden am
Freitag, 12. Juni, in der Handelskammer statt. Zentrales Thema ist die
Steuerung und Besteuerung von Unternehmensrisiken. Keynote Speaker
Stefan Behn, Vorstandsmitglied der Hamburger Hafen und Logistik
Aktiengesellschaft, befasst sich mit dem „Risikomanagement in
Unternehmen – ein Praxisbericht“. Weitere
Referenten sind
Hans-Henning Bernhardt, Gerrit Frotscher, Udo Henkel, Christian
Hensell, Otto F. Graf Kerssenbrock, Kurt von Pannwitz, Frank Roser,
Frank Steimel, Günther Strunk und Jan Uterhark. Der
Kostenbeitrag
liegt bei 250 Euro, für Studenten 20 Euro (begrenztes
Kontingent).
Nähere Einzelheiten bei Jutta Thormann (Telefon 36138-351,
jutta.thormann@hk24.de)
oder unter
www.hk24.de.
hamburger wirtschaft, Ausgabe
Mai 2009