Handelskammer Hamburg 2009

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Innovation & Umwelt

Wie sparen Sie in Ihrem Unternehmen Energie ein?

Mit Energieeinsparungen tun Unternehmen sich nicht nur selbst etwas Gutes, sondern sie leisten auch einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz.
„Energiesparen hat bei der HHLA einen sehr hohen Stellenwert zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen und zur Kosteneinsparung. Unsere Container­brücken sind mit Rückstromgewinnung ausgestattet, die Flächenbeleuchtung verfügt über ein stromsparendes Beleuchtungsmanagement, die meisten Spezialtransportfahrzeuge sind mit einem energiesparenden diesel-elektrischen Antrieb ausgerüstet, die IT-Architektur verfügt über virtuelle Server, und unseren Mitarbeitern bieten wir ein intranetbasiertes Pendlerportal an.“
Jan Hendrik Pietsch (41), Nachhaltigkeits­beauftragter der HHLA

„Um Energie zu sparen, haben wir einen optimalen Backplan, um die Öfen so kurz wie möglich zu heizen. Außerdem weisen wir unsere Mitarbeiter regelmäßig auf Einsparmöglichkeiten hin wie zum Beispiel die Kühlraumtüren nur kurz zu öffnen. Noch in diesem Monat wird unser Dach neu gedeckt. Selbstverständlich wird dabei eine Wärmedämmung eingebaut. Bis zum Ende des Jahres werden wir auch unsere Heizung ganz neu umbauen. Dabei wird geprüft, ob der mit Öl befeuerte Ofen auf Gas umgestellt werden sollte oder ob der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes infrage kommt. Die meisten Ideen bekamen wir von dem Energieberater, der letztes Jahr bei uns war. Dessen Vorschläge werden nun nach und nach umgesetzt.“
Sabine Möller (43), Inhaberin der Bäckerei Hartmut Körner e.K.

„Auf der ‚Cap San Diego’ haben wir begonnen, konsequent alle Glühlampen und Strahler gegen stromsparende Leuchtmittel auszutauschen. In Luke drei, unserer Eventluke für 500 Personen, haben wir jetzt modernste LED-Lichttechnik im Einsatz, durch die nahezu jede Lichtfarbe und -stimmung eingerichtet werden kann. Um 500 Watt Licht zu erzeugen, verbraucht ein LED-Strahler nur 28 Watt. Im Schiff brennen zudem viele 110-Volt-Lampen Tag und Nacht. Wir arbeiten zusammen mit der TU Hamburg-Harburg und Osram, um auch in diesem Bereich die richtigen, stromsparenden Lampen zu finden. Ziel ist es, 35 Prozent des Stroms für Licht einzusparen.“
Jens Weber (52), Geschäftsführer der Cap San Diego Betriebsgesellschaft mbH

„Die Hydro Aluminium möchte bis 2013 30 Prozent Energie und 20 Prozent Kohlendioxid einsparen. Das ist nur mit einer systematischen Vorgehensweise zu realisieren. Zuerst wurde in allen Werken eine Energieanalyse durchgeführt, um Einsparpotenziale zu sichten. In einem Ideenspeicher wurden Vorschläge zur Einsparung gesammelt und deren Umsetzbarkeit geprüft. Parallel wurde ein Netzwerk zum Erfahrungsaustausch gegründet sowie eine Fortbildung zum Europäischen Energiemanager durchgeführt. Einige Ideen wurden sofort erfolgreich umgesetzt. Leider sind einige Investitionen aufgrund der augenblicklichen wirtschaftlichen Lage schwierig, umso wichtiger ist der Einbezug der Mitarbeiter zum kreativen Energiesparen.“
Friedhelm Iske (49), Leiter Instandhaltung der Hydro Aluminium Deutschland GmbH

„Wir als Firma Hermann Jürgensen haben gerade die Urlaubszeit genutzt, um eine komplett neue Ladenbeleuchtung installieren zu lassen, mit der wir bis zu 30 Prozent Strom einsparen werden. In unserem Großhandel haben wir schon vor Langem auf Energiesparlampen umgestellt und Zeitschaltuhren eingesetzt, um keinen unnötigen Strom zu verbrauchen. Zusätzlich haben wir veraltete Elektrogeräte entsorgt und nach ökologischen Kriterien neue angeschafft. Schließlich geht Umweltschutz uns alle an!“
Kerstin Bothur (43), Mitgeschäftsführerin der Hermann Jürgensen GmbH

„Als Unternehmen der Kraftfahrzeugbranche mit energieintensiven Arbeitsabläufen in vielen Bereichen müssen wir uns aus ökologischer und ökonomischer Sicht dem Thema Energieeinsparung stellen. Auf einer Veranstaltung der Handelskammer zu diesem Thema sind wir auf die attraktiven Fördermöglichkeiten, welche die Hansestadt Hamburg der Wirtschaft bietet, aufmerksam geworden. Eine bevorstehende Investition in eine neue Beleuchtungsanlage nahmen wir zum Anlass, einen Zuschuss beim Unternehmen für Ressourcenschutz zu beantragen. Die Unterstützung ermöglichte uns eine Stromersparnis von 100 000 Kilowattstunden. In Zukunft werden wir weitere Investitionen tätigen.“
Volker Lauße (46), Geschäftsführender Gesellschafter Ernst Lauße & Söhne GmbH & Co.
Die veröffentlichten Aussagen sind privater Natur und ihre Auswahl Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage.
hamburger wirtschaft, Ausgabe Oktober 2009