Innovation & Umwelt
Wie sparen Sie in Ihrem Unternehmen Energie ein?
Mit Energieeinsparungen tun
Unternehmen sich nicht
nur selbst etwas Gutes, sondern sie leisten auch einen entscheidenden
Beitrag zum Klimaschutz.
„Energiesparen hat bei der HHLA einen sehr hohen Stellenwert
zur
Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen und zur Kosteneinsparung.
Unsere Containerbrücken sind mit
Rückstromgewinnung
ausgestattet, die Flächenbeleuchtung verfügt
über ein
stromsparendes Beleuchtungsmanagement, die meisten
Spezialtransportfahrzeuge sind mit einem energiesparenden
diesel-elektrischen Antrieb ausgerüstet, die IT-Architektur
verfügt über virtuelle Server, und unseren
Mitarbeitern
bieten wir ein intranetbasiertes Pendlerportal an.“
Jan Hendrik Pietsch
(41), Nachhaltigkeitsbeauftragter der HHLA
„Um Energie zu sparen, haben wir einen optimalen Backplan, um
die
Öfen so kurz wie möglich zu heizen.
Außerdem weisen wir
unsere Mitarbeiter regelmäßig auf
Einsparmöglichkeiten
hin wie zum Beispiel die Kühlraumtüren nur kurz zu
öffnen. Noch in diesem Monat wird unser Dach neu gedeckt.
Selbstverständlich wird dabei eine
Wärmedämmung
eingebaut. Bis zum Ende des Jahres werden wir auch unsere Heizung ganz
neu umbauen. Dabei wird geprüft, ob der mit Öl
befeuerte Ofen
auf Gas umgestellt werden sollte oder ob der Einsatz eines
Blockheizkraftwerkes infrage kommt. Die meisten Ideen bekamen wir von
dem Energieberater, der letztes Jahr bei uns war. Dessen
Vorschläge werden nun nach und nach umgesetzt.“
Sabine Möller
(43), Inhaberin der Bäckerei Hartmut Körner e.K.
„Auf der ‚Cap San Diego’ haben wir
begonnen,
konsequent alle Glühlampen und Strahler gegen stromsparende
Leuchtmittel auszutauschen. In Luke drei, unserer Eventluke
für
500 Personen, haben wir jetzt modernste LED-Lichttechnik im Einsatz,
durch die nahezu jede Lichtfarbe und -stimmung eingerichtet werden
kann. Um 500 Watt Licht zu erzeugen, verbraucht ein LED-Strahler nur 28
Watt. Im Schiff brennen zudem viele 110-Volt-Lampen Tag und Nacht. Wir
arbeiten zusammen mit der TU Hamburg-Harburg und Osram, um auch in
diesem Bereich die richtigen, stromsparenden Lampen zu finden. Ziel ist
es, 35 Prozent des Stroms für Licht einzusparen.“
Jens Weber (52),
Geschäftsführer der Cap San Diego
Betriebsgesellschaft mbH
„Die Hydro Aluminium möchte bis 2013 30 Prozent
Energie und
20 Prozent Kohlendioxid einsparen. Das ist nur mit einer systematischen
Vorgehensweise zu realisieren. Zuerst wurde in allen Werken eine
Energieanalyse durchgeführt, um Einsparpotenziale zu sichten.
In
einem Ideenspeicher wurden Vorschläge zur Einsparung gesammelt
und
deren Umsetzbarkeit geprüft. Parallel wurde ein Netzwerk zum
Erfahrungsaustausch gegründet sowie eine Fortbildung zum
Europäischen Energiemanager durchgeführt. Einige
Ideen wurden
sofort erfolgreich umgesetzt. Leider sind einige Investitionen aufgrund
der augenblicklichen wirtschaftlichen Lage schwierig, umso wichtiger
ist der Einbezug der Mitarbeiter zum kreativen Energiesparen.“
Friedhelm Iske (49),
Leiter Instandhaltung der Hydro Aluminium Deutschland GmbH
„Wir als Firma Hermann Jürgensen haben gerade die
Urlaubszeit genutzt, um eine komplett neue Ladenbeleuchtung
installieren zu lassen, mit der wir bis zu 30 Prozent Strom einsparen
werden. In unserem Großhandel haben wir schon vor Langem auf
Energiesparlampen umgestellt und Zeitschaltuhren eingesetzt, um keinen
unnötigen Strom zu verbrauchen. Zusätzlich haben wir
veraltete Elektrogeräte entsorgt und nach
ökologischen
Kriterien neue angeschafft. Schließlich geht Umweltschutz uns
alle an!“
Kerstin Bothur (43),
Mitgeschäftsführerin der Hermann Jürgensen
GmbH
„Als Unternehmen der Kraftfahrzeugbranche mit
energieintensiven
Arbeitsabläufen in vielen Bereichen müssen wir uns
aus
ökologischer und ökonomischer Sicht dem Thema
Energieeinsparung stellen. Auf einer Veranstaltung der Handelskammer zu
diesem Thema sind wir auf die attraktiven
Fördermöglichkeiten, welche die Hansestadt Hamburg
der
Wirtschaft bietet, aufmerksam geworden. Eine bevorstehende Investition
in eine neue Beleuchtungsanlage nahmen wir zum Anlass, einen Zuschuss
beim Unternehmen für Ressourcenschutz zu beantragen. Die
Unterstützung ermöglichte uns eine Stromersparnis von
100 000
Kilowattstunden. In Zukunft werden wir weitere Investitionen
tätigen.“
Volker Lauße (46), Geschäftsführender
Gesellschafter Ernst Lauße & Söhne GmbH
& Co.
Die veröffentlichten
Aussagen sind privater Natur und ihre Auswahl Ergebnis einer
nicht-repräsentativen Umfrage.
hamburger wirtschaft, Ausgabe
Oktober
2009