Studium
Weg nach oben
Die Welt der Werber ist für
junge Kreative oft nicht einfach. Das
Hamburger Institute of Design ermöglicht seinen Absolventen
eine
fundierte Ausbildung, die den Weg in
Führungspositionen
erleichtert.
Das Institute of Design an der Esplanade hat den Ruf, seinen Studenten
eine konsequent am Markt ausgerichtete Ausbildung zum
Kommunikationsdesigner zu ermöglichen. Das Studienprogramm
läuft über sieben Semester und beinhaltet Kurse zu
Printkampagnen, Film und Video sowie Cross Media Art Direction, zu
Kreativitätstechniken, Fotografie, 3-D- und 4-D-Animation.
Da die Dozenten selbst als Führungskraft in einer Agentur oder
einem Verlag arbeiten, lernen die Studenten neben dem handwerklichen
Rüstzeug auch aktuelle Trends, Techniken und Konzepte kennen.
Für sie ergeben sich viele Möglichkeiten,
Praxiserfahrung zu
sammeln und wichtige Netzwerke zu knüpfen. 90 Prozent der
Absolventen steigen direkt nach dem Abschluss als angestellte
Kommunikationsdesigner, Grafikdesigner oder Kommunikationsmanager ein,
jeder Zehnte macht sich selbstständig.
Rolf A. Jeissing hat das Institute of Design vor 25 Jahren
gegründet und ist dessen geschäftsführender
Gesellschafter. Mit seiner Erfahrung als Chefdesigner für
große Hamburger Firmen im Rücken, darunter
Beiersdorf und
Reemtsma, begann er im März 1984 mit der Ausbildung der ersten
20
Studenten. Inzwischen studieren über 150 junge Menschen am
Institute of Design, der Frauenanteil liegt bei 60 Prozent.
„Die
größten Herausforderungen seit der
Gründung“, so
Jeissing, „waren das Erlangen der staatlichen Anerkennung im
Jahr
1998 sowie die Einführung der Computertechnologie in den
Unterricht.“
Das Institut firmiert als „GmbH & Co. KG“
und
finanziert sich ohne staatliche Förderung überwiegend
durch
Studiengebühren, die bei monatlich 450 Euro liegen. Etwa die
Hälfte der Studenten kann diese Kosten durch Anspruch auf
BAföG reduzieren. Nur in wenigen Fällen bezahlt eine
Werbeagentur die Ausbildung. Doch die Investition von etwa 19 000 Euro
für das gesamte Studium kann sich lohnen.
Herausragende
Beispiele für eine Karriere in der Werbebranche, die
ihren
Ausgang am Institute of Design nahmen, sind Dirk Haeusermann,
Geschäftsführer Kreation bei Jung von Matt/Elbe, und
Sina
Peters, Executive Creative Director bei der
Kommunikationsagentur
The Brand Union. Das Institute of Design hat 1995 in
Düsseldorf und 2007 in Berlin Dependancen gegründet.
Die
Studenten können zwischen den drei Standorten wechseln. Nach
dem
Abschluss besteht für Absolventen mit einem sehr guten
Ergebnis
die Möglichkeit, in zwei Semestern an der
Partneruniversität
in Birmingham einen Master of Arts nachzulegen. Etwa 50
Prozent
der Studenten kommen aus Hamburg, 30 Prozent aus anderen
Bundesländern. Die übrigen 20 Prozent
gehören –
obwohl die Unterrichtssprache Deutsch ist – derzeit 14
weiteren
Nationen an. Sie stammen beispielsweise aus Nord- und
Südamerika, aus Russland, China und Korea. Da das Institute of
Design immer wieder ausländische Dozenten einsetzt, wird
insbesondere in den höheren Semestern auch in englischer
Sprache
unterrichtet.
Alle Dozenten verfügen nicht nur über eine
fundierte Ausbildung und über in der Praxis bewiesene
Fertigkeiten, sondern auch über unterschiedlichste
pädagogische Erfahrungen. Was sind die Aufnahmebedingungen?
„Wir folgen hier dem Motto des Instituts ‚Think
wild, be
chief’“, sagt dessen Leiterin, Ulrike
Krämer.
„Erfolgreiche Bewerber überzeugen uns von ihrer
Kreativität, Intelligenz und Persönlichkeit sowie von
ihrem
Talent und Potenzial im persönlichen Gespräch und
durch eine
möglichst bunte Mappe. Da wir den Anspruch haben,
künftige
Führungskräfte auszubilden, setzen wir
Abitur oder
Fachhochschulreife voraus.“ Um eine möglichst
aussagekräftige Mappe zu erstellen, empfiehlt sich der Besuch
eines Vorbereitungskurses, den zum Beispiel das Institute of Design
kostenlos anbietet. Interessierte können sich jederzeit
bewerben,
mögliche Einstiegsdaten sind jedes Jahr der 1. März
und der
1. September. Hamburg ist in Deutschland die Stadt mit dem
vielseitigsten Angebot für die Ausbildung zum Designer. Neben
dem
Institute of Design bilden hier noch weitere Privatschulen in diesem
Bereich aus, darunter die Design Factory International, die Hamburger
Technische Kunstschule und die Schule für Grafik Design
Alsterdamm, dazu kommen einige staatliche Schulen, beispielsweise die
Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Hochschule
für bildende Künste. Ulrike Krämer:
„Es gibt in
Hamburg acht bis zehn Designschulen – deutlich mehr als in
jeder
anderen deutschen Stadt. Die besten Kreativen Deutschlands kommen immer
wieder von hier, aber in der öffentlichen Wahrnehmung
spiegelt sich das leider nicht wider. Hamburg sollte sein
kreatives Potenzial daher stärker hervorheben und
bewerben.“
Informationen
Umfassende Informationen zu Studien- und
Ausbildungsmöglichkeiten in Hamburg im Bereich Design bietet
das
Handbuch „Medien- und IT-Berufe 2009“. Es wird
jährlich vom Service Digitale Arbeit herausgegeben und ist im
Internet abrufbar unter www.it-medien-hamburg.de.
Informationen zum Institute of Design unter www.ingd.de.
hamburger wirtschaft, Ausgabe
März 2009