Handelskammer Hamburg 2009

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Hamburgensien

Star-Club

Musik und Mythos


Am 13. April 1962 eröffnete Horst Fascher in der Großen Freiheit 36 den Hamburger Star-Club, der weltweite Berühmtheit erlangen sollte. Es spielten die Beatles, die Fascher zuvor in Liverpool besucht hatte. Das damals mit Bandmanager Epstein ausgehandelte Honorar betrug 500 Mark pro Mann und Woche. So viel hatten die Beatles zuvor noch nie verdient. Ihr Hamburger Gastspiel dauerte sieben Wochen. In seinem Buch erzählt Fascher von seiner Zeit im Star-Club, wie es zu dem Namen kam und wie es hinter den Kulissen zuging. Dabei verrät er so manches Geheimnis, denn außer den Beatles gastierten im Star-Club Größen wie zum Beispiel Chuck Berry, Jimi Hendrix, Little Richard, Fats Domino und Bill Haley.

Horst Fascher: „Let the good Times roll! – Der Star-Club-Gründer erzählt”; Wilhelm Heyne Verlag; Frankfurt am Main 2007; 320 Seiten; 8,95 Euro.

Hörbuch

Lebendiges Wandsbek

Der Schauspieler Volker Lechtenbrink begibt sich mit Matthias Claudius, dem Schöpfer des Gedichtes „Der Mond ist aufgegangen“, auf eine aufregende Zeitreise durch den Hamburger Stadtteil Wandsbek. Außerdem lassen Lechtenbrink und viele bekannte Wandsbeker den Astronomen Tycho Brahe und den Kaufmann Heinrich Carl von Schimmelmann ebenso lebendig werden wie Ernst Karstadt, der 1892 in der damals preußischen Stadt Wandsbek ein Warenhaus eröffnete, und den Terrainunternehmer Johann Anton Wilhelm von Carstenn-Lichterfelde, der den dortigen Schlosspark parzellierte und das Villenviertel Marienthal entwickelte.

Michael Pommerening, Sebastian Weber: „Mit Claudius durch Wandsbek. Eine Zeitreise mit Volker Lechtenbrink“; Hörbuch; Mühlenbek-Verlag; Hamburg 2008; 160 Minuten; mit einem Booklet von 16 Seiten; 19,90 Euro.

Stadtführer

Von Abaton bis 2te Heimat

Sie bekommen Besuch? Sie führen ihn immer wieder zielsicher an die gleichen sehenswürdigen Orte? In dem etwas anderen Stadtführer „200 Hamburger Lieblingsadressen“ findet sowohl der Hamburger als auch der Hamburg-Besucher eine gute Auswahl besonderer hanseatischer Adressen. Durch Stadtteilkarten und verschiedene Register gut auffindbar, verzeichnet dieser kleine Führer besondere Orte wie zum Beispiel Schumachers Biergarten mit Blick auf Planetarium und Stadtparksee und den Michel bei Nacht – mit Prosecco und klassischer Musik, 106 Meter über der Stadt. Wie wäre es mit einem Besuch im Freibad Finkenwerder? Besser kann man im Sommer nicht baden gehen – und dabei auch noch die Aussicht auf die großen Pötte im Hafen genießen..

Susanne Bilz: „200 Hamburger Lieblings­adressen“; Junius Verlag; Hamburg 2008; 120 Seiten; 12,90 Euro.

Geschichte

H für Hansestadt

Ihre Anfänge liegen im Dunkeln, sie wirkte bis zum 17. Jahrhundert, besaß die größte Handelsflotte Europas und gilt als mittelalterlicher Vorläufer der Europäischen Union. Der Begriff „Hansa“, eine althochdeutsche Bezeichnung für „Schar“, erscheint im 12. Jahrhundert erstmals in Verbindung mit Kaufleuten. In der Folgezeit entwickelte sich daraus eine Gemeinschaft von 200 Städten, größtenteils im Nord- und Ostseeraum, die ein nahezu europäisches Handelsnetzwerk unterhielt. Autor Hartmut Schwerdtfeger erklärt in seinem Buch „Die Hanse und ihre Städte“ Geschichte und Bedeutung des Städtebundes und porträtiert einzelne Mitglieder von Lübeck über Hamburg, Wismar, Danzig und Visby bis hin zu Tallin.

Hartmut Schwerdtfeger: „Die Hanse und ihre Städte“; Aschenbeck Verlag; Bremen 2008; 128 Seiten; 12,80 Euro.

hamburger wirtschaft, Ausgabe Mai 2009