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EINSATZZENTRALE

Neues Winterdienstkonzept der Stadtreinigung Hamburg (SRH)

Hass/SRH © Hass/SRH Zoom


So funktioniert der Winterdienst 

Die Einsatzzentrale des Winterdienstes der Stadtreinigung Hamburg (SRH) ist jeweils vom 1. November bis zum 31. März rund um die Uhr besetzt. 

Rufbereitschaften: Schon mittags an die kommende Nacht denken 

Auf Grundlage der Vorhersagen der Wetterdienste, der Daten der eigenen neun Messstationen und der eigenen „Wärmekarte“ der Hamburger Straßen gibt die SRH mittags eine Rufbereitschaft für die Einsatzkräfte heraus. Diese sind dann innerhalb der Rufbereitschaftszeiten per Handy oder „Pieper“ zu jeder Zeit erreichbar.

Fahrbahnen: Sichere Fahrt auf 3.300 Kilometer

Wird es stadtteil- oder hamburgweit glatt, sichern rund 120 Fahrzeuge zunächst wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr (rund 2.570 km). Danach werden die Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen gesichert (rund 730 km). Bei Glatteis und überfrorener Nässe wird Feuchtsalz gestreut. Wird es kurz vor oder während der Hauptverkehrszeit glatt, streut die SRH zunächst eine Auswahl der wichtigsten Straßen und danach den Rest. Ein Streudurchgang dauert mindestens 3,5 Stunden, ist aber abhängig von Witterung und Verkehr, sodass von Einsatzbeginn normalerweise fünf Stunden vergehen, bis auch die letzte Fahrbahn des Streuplans gesichert ist.

Fahrbahnen in Nebenstraßen

Einen Winterdienst auf den Fahrbahnen in Nebenstraßen leistet die SRH im Regelfall weiterhin nicht. Nur in Ausnahmefällen und nur auf Meldung von Polizei, Feuerwehr und Verkehrsunternehmen streut eine „Task Force“ der SRH zur Gefahrenabwehr auch hier. Ähnlich wie in anderen Großstädten konzentriert sich die SRH bei der Sicherung von Fahrbahnen auf Hauptverkehrsstraßen und wichtige Verbindungsstraßen. Grund dafür sind die zu hohen Kosten und die fehlenden überzeugenden technischen Lösungen für einen Einsatz in Nebenstraßen.

Eisfreie Autobahnen

Die jeweiligen Autobahnmeistereien sichern die Autobahnen. Die Bundesregierung hat nur für die Autobahnen eine Salz-Notreserve abgelegt. 

"Zebrastreifen“ und Co: 12.000 Überwege vom Eis befreien

Bis zu 550 zusätzliche Einsatzkräfte mit 150 Fahrzeugen beseitigen Glätte auf rund 12.000 Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“ und deren Mittelinseln).

Verkehrswichtige Gehwegstrecken ohne Anlieger: 1.000 Kilometer mehr

Rund 270 Räum- und Streupläne umfasst das Netz dieser vom Winterdienst der SRH zu sichernden Zusatzstrecken ohne Anlieger. Dies sind z.B. Wege auf Brücken, wichtige ausgewählte Wege an Wasserläufen, an land- und forstwirtschaftlichen Flächen, an und in Grünanlagen, Gehwegverbindungen zu Haltestellen der Öffentlichen Verkehrsmittel, 4.000 Bushaltestellen sowie 180 Streukilometer auf einem ausgewählten Netz von Radwegen. Etwa 150 Fahrzeuge und 360 Einsatzkräfte stehen für die Abarbeitung der Zusatzstrecken in den Startlöchern. 60 spezielle, kleinere Einsatzfahrzeuge hat die SRH für fünf Monate angemietet. Der Winterdienst auf Geh- und Radwegen erfolgt in der Regel maschinell, der Winterdienst an Bushaltestellen ist personalintensiv und vergleichbar mit dem Winterdienst auf Überwegen, wo mit einem Eimer und Schaufel manuell gestreut und Schnee manuell geschoben wird. Um lange Regiewege zu sparen, hat die SRH 50 mobile Silos für Kies im Hamburger Stadtgebiet aufgestellt.

Gehwege mit Anliegern: Winterdienst durch Anlieger

Schnee und Eis auf Gehwegen müssen in Hamburg die Anlieger entfernen. Das gilt überall in Hamburg von der kleinen Wohnstraße bis zur Fußgängerzone. Schnee muss sofort nach Ende des Schneefalls geräumt, Glätte unmittelbar nach Eintritt abgestreut werden (mindestens 1 m breit, bei starkem Fußgängerverkehr z.B. in Fußgängerzonen ggf. mehr, bei Eckgrundstücken bis zur Bordsteinkante). Auf Gehwegen darf Salz nicht verwendet werden, sondern nur abstumpfende Stoffe wie Sand oder Splitt. Bei Schneefall oder Glättebildung nach 20 Uhr hat der Anlieger für seinen „Winterdienst“ auf dem Gehweg Zeit bis morgens 8.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9.30 Uhr. Über Einzelheiten informiert ein Winterdienstflyer der BSU, der im November an alle Haushalte verteilt und auch über die Internetseite der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zur Verfügung gestellt wird. Die Bezirksämter werden der Räum- und Streupflicht der Anlieger auf Gehwegen in diesem Winter besondere Aufmerksamkeit widmen.

Tagesaktuelle Informationen zum Winterdienst, die Daten aller neun Messstationen der Stadtreinigung Hamburg, ein Wetterradar sowie die Einsatzplanung des Winterdienstes stehen für Interessierte online unter www.stadtreinigung-hh.de zur Verfügung. Dort gibt es auch das Verzeichnis aller Fahrbahnen von Straßen, die der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg bei Bedarf streut, zum Herunterladen. Das zentrale Beschwerdemanagement für den Winterdienst in Hamburg liegt bei der SRH: Wege und Flächen, auf denen die Winterdienstpflicht nur ungenügend oder gar nicht wahrgenommen wurde, können der Stadtreinigung telefonisch unter der Winterdienst-Hotline Tel. 25 76-1313 melden.

 
 

DOKUMENT-NR. 95641

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