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KULTURMERKUR

Ausgezeichnete Förderung

Mit dem "KulturMerkur" zeichnen Handelskammer und Hamburgische Kulturstiftung seit 1999 Unternehmen aus, die in besonderer und nachahmenswerter Weise Kultur fördern. Mit diesem Ehrenpreis machen wir das kulturelle Engagement der Hamburger Wirtschaft öffentlich und zeigen Wege der partnerschaftlichen Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kultur auf. Jedes Jahr erhalten zwei Unternehmen den "KulturMerkur", ein "großes" und ein "kleines".

Grundsätzlich befindet eine unabhängige Jury darüber, welche Firmen ausgezeichnet werden. Sie setzt sich aus "geborenen" und "gekorenen" Mitgliedern zusammen. "Geborene" Mitglieder sind der Präses der Kulturbehörde (zugleich Stiftungsratsvorsitzender der Hamburgischen Kulturstiftung), der Präses der Handelskammer, der Präsident der Handwerkskammer sowie die Preisträger des jeweils vorangegangenen Jahres. "Gekorene" Mitglieder sind zwei Vertreter von kulturschaffenden Institutionen, die in jedem Jahr neu hinzugewählt werden.

Das kulturelle Engagement der auszuzeichnenden Unternehmen soll vor allem folgenden Kriterien entsprechen (die Juryentscheidung ist jedoch unabhängig und nicht anfechtbar):

Innovativer Ansatz
Das kulturelle Engagement eines Unternehmens kann auf zweierlei Arten innovativ sein: erstens durch ein Engagement für zeitgenössische Kunst und Kultur und zweitens durch eine neuartige Form der Förderung. Ausgezeichnet werden zum Beispiel die Förderung experimenteller Theaterprojekte, Konzerte moderner Musik und Ausstellungen moderner Kunst. Der "KulturMerkur" soll mutige Förderentscheidungen belohnen, bei denen das fördernde Unternehmen nicht auf Gefälligkeit und Publikumseffekt, sondern auf Modernität und hohen künstlerischen Anspruch setzt. Eine neue Förderart kann beispielsweise durch intelligente Sachspenden erfolgen. So können Firmen mit Sachspenden nach ihren Möglichkeiten einen innovativen und unternehmensnahen Ansatz pflegen.

Kontinuität des Engagements
Der "KulturMerkur" zeichnet Unternehmen aus, die Kultursponsoring kontinuierlich und über mehrere Jahre hinweg betreiben. Beispiele hierfür sind regelmäßig stattfindende Kulturprojekte, Veranstaltungen oder längerfristige Partnerschaften mit Institutionen oder einzelnen Künstlern. Einzelne oder einmalige Förderungen sind zwar auch lobenswert, doch schöpfen sie die Möglichkeiten des Sponsorings als Partnerschaft nicht vollständig aus.

Verankerung in der Unternehmenskultur
Will sich ein Unternehmen nur einen "kulturellen Touch" geben? Oder zielt sein Engagement vielmehr auf weitergehende gegenseitige Nutzeffekte? Wenn Kunst und Kultur nicht nur im Marketing eine große Rolle spielen, sondern auch fest in das unternehmerische Leitbild integriert sind, ist das ein auszeichnungswürdiger Ansatz im Sinne des "KulturMerkur". Eigene kulturelle Veranstaltungsreihen, Sonderveranstaltungen, Kooperationen, Förderpreise oder ein Leitbild können hierfür Indikatoren sein.

Mitarbeitereinbindung
Die Wurzeln eines kulturellen Engagements sind umso stärker, je intensiver die Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens einbezogen werden. Vernissagen, Lesungen, Theaterstücke, Konzerte oder Ausstellungen exklusiv oder auch für die Mitarbeiter machen Kulturförderung auch nach innen lohnend. In einigen Unternehmen wird Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, sich selbst kulturell zu betätigen. Entsprechend ihren Qualifikationen und Neigungen arbeiten sie an kulturellen Projekten mit. Mit derartigen Aktivitäten tragen Unternehmen einerseits zur aktiven und sinnvollen Freizeitgestaltung bei, andererseits signalisieren sie die Bereitschaft, mehr als das Übliche für ihre Mitarbeiter zu tun. Mitarbeiter profitieren vom kulturellen Engagement ihres Unternehmens, indem sie Ausstellungen oder Konzerte besuchen oder mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Letztlich wird ihr kulturelles Bewusstsein durch die verschiedenen Veranstaltungen geweckt und geschärft.

Konzeptionelle Darlegung
Positiv im Sinne der konzeptionellen Darlegung ist für die Jury, wenn Kultur als Bereich eines langfristig angelegten Kommunikationskonzeptes gesehen wird, das nach innen und nach außen wirkt. In den Konzepten sollen die Ziele der Kulturförderung festgelegt werden. Nur mit einem glaubwürdigen Konzept für die Kulturförderung wird ein Unternehmen ein berechenbarer Partner für kulturelle Einrichtungen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft wird umso besser, je stärker das Konzept ist.

Große/kleine Unternehmen
Alle Kriterien sind gleichermaßen auf große und kleine Unternehmen anwendbar. "Groß" und "klein" sind im Sinne des "KulturMerkur" relative Begriffe. Es gibt keine klare Definition anhand harter Kriterien. Umsatz, Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl geben jedoch Anhaltspunkte für die Kategorisierung. Fest steht, dass in jedem Jahr ein Preisträger größer ist als der andere.

Bisherige Preisträger

1999British American Tobacco (Industrie) GmbH /
Feldtmann Röhrengroßhandel GmbH & Co KG
2000

ExxonMobil Central Europe Holding GmbH /
Arthur Hinrichs GmbH

2001MontBlanc International GmbH /
Hamburger Feuerkasse Versicherungs AG
2002Beiersdorf AG /
Carlsen Verlag GmbH
2003Vereins- und Westbank AG /
Hotel Wedina
2004Hamburgische Electricitäts-Werke AG /
Levantehaus Hamburg
2005Hapag-Lloyd AG /
ondesign
2006Gruner + Jahr AG & Co KG / 
Monika Rahardt Pelze
2007Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG / 
Pianohaus Trübger
2008Norddeutsche Affinerie AG / 
Groothuis, Lohfert, Consorten
2009Hamburger Sparkasse AG /
Unternehmensgruppe Deiters & Florin
2010J.J. Darboven GmbH & Co. KG /
ProQuartier Hamburg
2011Berenberg Bank /
Parkresidenz Rahlstedt
2012Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG /
hit-Technopark GmbH & Co. KG
2013Hamburger Volksbank eG /
Hotel Louis C. Jacob
2014BMW Niederlassung Hamburg /
Ernst A. Geese GmbH

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DOKUMENT-NR. 25818

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