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STANDORTPOLITIK

Bundesautobahn A 26 (Hafenquerspange)

Verbindung zwischen A 1 und A 7 im Hafengebiet

Hintergrundinformation/ Sachstand

Die Autobahn A 26, die sogenannte Hafenquerspange, soll südlich der Elbe die Bundesautobahnen A 1 und A 7 verbinden.

Der direkte Anschluss des Hamburger Hafens über eine Autobahn an die A 7 im Westen und die A 1 im Osten ist aus Sicht der Hafen- und Verkehrswirtschaft unverzichtbar. Die aktuelle Umschlagsentwicklung relativiert die große Bedeutung dieses Projekts nicht; vielmehr wird eine anforderungsgerechte Abwicklung der Hafenverkehre mit Blick auf die sich verschärfende Wettbewerbsituation in der Nordrange noch wichtiger. Der Hamburger Hafen ist und bleibt der Wachstumsmotor unserer Hansestadt, denn die internationale Arbeitsteilung und damit der Seeverkehr werden nach dem Ende der derzeitigen Finanzmarkt- und Konjunkturkrise wieder ansteigen. Für die Attraktivität und damit Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens war die gute Hinterlandanbindung stets ein entscheidendes Erfolgskriterium. Davon profitierte die gesamte Hamburger Wirtschaft – und die 160.000 direkt oder indirekt hafenabhängig Beschäftigten in der Metropolregion.

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Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat 2008 eine erneute Überprüfung der Trassenvarianten für die Hafenquerspange durch die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH) in Auftrag gegeben. Das Gutachten wurde im März 2009 vorgelegt. Es kommt zu dem Ergebnis, dass die Südtrasse (insb. aus Kostengründen) zu favorisieren sei.

Zum Stand der Planung

Der Hamburger Senat hat im Februar 2010 beschlossen, beim Bund eine Änderung der Linienbestimmung für den Trassenverlauf der Hafenquerspange zu beantragen und nun den südlichen Verlauf zu verfolgen. Auf dieser Grundlage wurden die weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanungen vorangetrieben. Die neue Linie soll westlich von Moorburg an die geplante A 26 anschließen und endet im Osten im Bereich der Anschlussstelle Stillhorn an der A 1. Durch die südliche Trassenführung wird der Durchgangsverkehr in Harburg und Wilhelmsburg gebündelt. Im Gegensatz zur bisher geplanten Nordtrasse bringt die südliche Variante weniger Belastungen für die Anwohner mit sich und unterstützt den von der Stadt Hamburg anvancierten "Sprung über die Elbe".

Mit unserer Zustimmung zur Südtrasse verbinden wir die Forderung nach einer anforderungsgerechten Weiterentwicklung der heutigen Haupthafenroute einschließlich einer Erneuerung der Köhlbrandbrücke mit der dann erforderlichen Durchfahrtshöhe, sobald diese aus bautechnischen Gründen erforderlich wird.

Die etwa 8 Kilometer lange Hafenquerspange ist dringend erforderlich, weil

  • der Hafen bei einem Wiederanziehen der Weltwirtschaft und damit weiter zunehmenden internationalen Handelsströmen ernsthafte Verkehrsprobleme drohen. Wenn wir das Wachstumspotenzial des Hamburger Hafens nicht verschenken wollen, so kann dies nur funktionieren, wenn wir die Infrastruktur anforderungsgerecht ausbauen.
  • die Hafenquerspange ein Baustein für einen Autobahnring darstellt. Eines der größten infrastrukturellen Defizite der Metropolregion ist der fehlende Autobahnring um Hamburg. Mit einer Verbindung zwischen A 1 und A 7 im Hafengebiet wäre hierzu ein erster Schritt getan.

 Im März 2011 akzeptierte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) die von Hamburg vorgeschlagene Südtrasse der Hafenquerspange.

DOKUMENT-NR. 15579

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