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DIHK Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2009
(PDF, 673 KB) (Dokument-Nr.: 51643) -
Kreditkonditionen Jahresbeginn 2009
(PDF, 199 KB) (Dokument-Nr.: 51644)
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Mit der Auswertung "Wirtschaftslage und Erwartungen im Februar 2009" präsentiert der DIHK die Ergebnisse seiner aktuellen Konjunkturumfrage bei den 80 Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland.
Wesentliche Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage:
Wirtschaftslage:
Die Gesamtwirtschaft ist derzeit noch in einer besseren
Verfassung als vielfach dargestellt. Zwar ist die Lagebewertung der
meisten exportorientierten Industriebranchen innerhalb weniger
Monate vom Positiven ins Negative gekippt. Insgesamt vermeldet ein
Viertel aller Unternehmen zu Jahresbeginn 2009 schlechte Geschäfte.
Allerdings beurteilen drei Viertel der Unternehmen ihre
Geschäftslage mindestens als befriedigend. Die Krise hat längst
nicht alle Branchen erfasst. Pharmaindustrie, Versicherungsgewerbe
sowie konsumnahe Branchen wie Lebensmittelindustrie, Gastgewerbe,
Einzelhandel und personenbezogene Dienstleister zeigen sich noch
relativ widerstandsfähig.
Erwartungen:
Die Geschäftserwartungen sind im Keller. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen nicht im gleichen Maße wie die Erwartungen nach unten angepasst werden. Dies spricht dafür, dass die überaus schlechten Erwartungen nicht nur das Ergebnis eines rein wirtschaftlichen Kalküls sind, sondern zugleich die starke Verunsicherung am aktuellen Rand widerspiegeln. Auch scheint es, dass Hoffnungsgrößen wie die gesunkenen Rohstoff- und Energiepreise, die Konjunkturpakete oder die Notenbankzinssenkungen in den Erwartungswert noch nicht eingepreist sind. In den kommenden Monaten bleibt die Konjunktur jedoch abwärts gerichtet.
Export:
Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Aussichten für das Auslandsgeschäft so stark verschlechtert wie nie zuvor. Die vergangenen Monate waren von Auftragsrückgängen und -stornierungen in bisher nicht gekanntem Ausmaß gekennzeichnet. Schienen zunächst vor allem Nordamerika und die alten EU-Länder konjunkturell von der Finanzmarktkrise betroffen, hat sich die Hoffnung inzwischen zerschlagen, dass sich die Wachstumsmärkte insbesondere Mittel- und Osteuropas sowie Asiens auf Dauer abkoppeln könnten. Die lange Zeit gute Weltkonjunktur kam gerade der in Deutschland starken Investitions- und Vorleistungsgüterindustrie zugute. Der Nachfragerückgang trifft sie nun besonders hart.
Investitionen:
Die Unternehmen müssen ihre Investitionspläne in den nächsten Monaten deutlich reduzieren. Der Investitionssaldo ist so schnell gefallen wie nie zuvor. Mit minus 25 Punkten liegt er aber immer noch über dem Tiefpunkt des Rezessionsjahres 2003 (minus 30 Punkte). Mancherorts sind Lichtblicke erkennbar: Die Pharmazeutische Industrie und Dienstleister – wie Nachrichtenvermittler, Versicherungsgewerbe oder Freizeitwirtschaft – weisen sogar einen positiven Saldo aus.
Beschäftigung:
Die Unternehmen schrauben ihre Beschäftigungspläne für die nächsten
Monate deutlich zurück. Dennoch spiegeln sich die Auftragseinbrüche
nicht eins zu eins bei der Beschäftigung wider. So sind die
Planungen mit einem Saldo von minus 22 Punkten noch merklich besser
als in den Rezessionsjahren 1993 (minus 32 Punkte) oder 2003 (minus
31 Punkte). Die Unternehmen halten auch in der Krise an ihrer
Stammbelegschaft fest – nicht zuletzt infolge des nach wie vor
bestehenden Fachkräftemangels. Hier zeigt sich, wie wichtig
Vereinfachungen beim Kurzarbeitergeld sind.
Kreditkonditionen:
Die Befürchtungen einer sich insgesamt dramatisch verschlechterten
Finanzierungssituation sind bislang nicht eingetreten. Die Quote
der Unternehmen mit Kreditablehnungen ist aktuell wieder auf zwei
Prozent gesunken – nachdem sie im November bei sechs Prozent lag.
Dieses positive Ergebnis kann jedoch nicht über branchenspezifische
Probleme, z. B. bei den Automobilherstellern, im Gastgewerbe, in
Teilen der Verkehrswirtschaft und bei den Reisevermittlern,
hinwegtäuschen. Deren Ablehnungsquote ist jeweils über dem Schnitt.
Trotz der andauernden Finanzmarktkrise spüren immerhin Dreiviertel
der Unternehmen bislang keine negativen Auswirkungen auf die
Kreditkonditionen.
Quelle: DIHK
© Handelskammer Hamburg.
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen
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