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Text zur Präsentation des HWWI
(PDF, 176 KB) (Dokument-Nr.: 58579) -
Präsentation der Studie am 11. Mai 2010
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Studie zum Download
(PDF, 8,762 KB) (Dokument-Nr.: 59386)
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Wie leben und arbeiten Hamburgs Eltern? Die Handelskammer Hamburg hatte die gleichlautende Studie des HWWI für die Hamburger Allianz für Familien in Auftrag gegeben und finanziert. Die Ergebnisse wurden am 11. Mai 2010 anlässlich des Internationalen Tags der Familie in der Handelskammer Hamburg präsentiert und diskutiert.
Christina Boll, Leiterin des Themenfeldes "Familie, Erwerbstätigkeit und Personalmanagement" am HWWI stellte zunächst die Studie vor. An der anschließenden Diskussionsrunde nahmen Senator Dietrich Wersich, Präses der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Cord Wöhlke, Mitglied des Plenums der Handelskammer Hamburg und Botschafter des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie” für das Land Hamburg, Thomas Bredow, Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg, sowie Andrea Montua, Geschäftsführerin von Montua & Partner GmbH, teil. Die Moderation übernahm Nicola Sieverling, freie Journalistin.
Welche Zahlen liefert die Studie? Zunächst zeigt die Studie, dass viel Potenzial ungenutzt bleibt. 66 Prozent der nichterwerbstätigen Väter und rund 39 Prozent der nichterwerbstätigen Mütter in Hamburg würden gerne arbeiten, finden aber aus unterschiedlichen Gründen keinen Arbeitsplatz oder bleiben aus Betreuungsgründen zu Hause. Unter den nichterwerbstätigen Elternteilen sind über 37.000 Personen mit guter bis sehr guter Ausbildung.
„Dieses ungenutzte Fachkräftepotenzial gilt es zu heben”, sagte Cord Wöhlke, Mitglied des Plenums der Handelskammer Hamburg und Botschafter des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie” für das Land Hamburg. Die Politik müsse Eltern attraktive Angebote für die Kinderbetreuung machen, aber auch die Unternehmen seien gefragt. „Die Palette reicht von flexiblen Arbeitszeiten und Eltern-Kind-Büros in den Unternehmen über Belegplätze in Kindertagesstätten bis hin zu eigenen Betriebskindergärten”, so Wöhlke. Dass viele Firmen sich bereits aktiv für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzten, zeige die kontinuierlich steigende Anzahl von bereits über 100 kleinen und mittleren Unternehmen, die das Hamburger Familiensiegel der Hamburger Allianz für Familien erhalten haben. Die Kindertagesbetreuungsmöglichkeiten sind in Hamburg in den letzten Jahren ebenfalls massiv ausgebaut worden. Seit 2002 ist die Zahl der betreuten Krippenkinder von 7.300 auf 13.100 gestiegen. Damit ist Hamburg Spitzenreiter unter den westdeutschen Bundesländern.
Die Analyse hat auch ergeben, dass die Mehrheit der über 286 000 Väter und Mütter in Hamburg nach wie vor nach dem traditionellen Familienmodell lebt. Die geringste Erwerbstätigenquote bei den Frauen haben verheiratete Mütter, die nur zu 60,3 Prozent arbeiten. Verheiratete Väter erreichen dagegen mit 87,8 Prozent die höchste Erwerbstätigen-Quote aller Männer. Darüber hinaus dominieren bei allen erwerbstätigen Müttern Teilzeitbeschäftigungen. Die mit 72 Prozent höchste Teilzeitquote erreichen Mütter mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter. Als Hauptgrund für die Teilzeittätigkeit führen die Mütter an, dass sie sich um ihre Kinder oder um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern. Nur knapp 20 Prozent der Mütter möchten ihre Arbeitszeit aufstocken. Um die ungenutzten Fachkräftepotenziale aktivieren zu können, müssen junge Frauen deshalb weiter motiviert werden, eine eigenständige Berufsperspektive für sich zu entwickeln. „Teilzeit sollte auch stärker von Vätern in Anspruch genommen werden. Dies würde ihre Teilhabe am Familienleben erhöhen und zugleich Müttern die Chance geben, am Arbeitsmarkt besser Fuß zu fassen", so Christina Boll vom HWWI.
Die „Hamburger Allianz für Familien” ist eine Initiative des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg – Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, der Handelskammer Hamburg und der Handwerkskammer Hamburg. Zentrales Ziel der Allianz ist es, die Stadt zu einer für Familien attraktiveren Metropole weiter zu entwickeln. Familien sollen sich in Hamburg wohl fühlen. Hamburg soll eine Stadt sein, deren Bürgerinnen und Bürger den Wert und die Bedeutung von Familie anerkennen und in der ein familienfreundliches Klima herrscht. Hamburg soll sich durch ein familienfreundliches Arbeitsplatzangebot auszeichnen, das es Unternehmen ermöglicht, den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte erfolgreich zu bestehen, und Mütter und Väter in die Lage versetzt, Familie und Beruf gleichermaßen zu leben. Dabei soll auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf berücksichtigt werden.
Die Präsentation des HWWI sowie ergänzende Informationen hierzu finden Sie nebenstehend zum Download.
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