Gesundheitswirtschaft in Hamburg

Branchenüberblick

Branchenbeschreibung
Die Gesundheitswirtschaft ist eine Querschnittsbranche mit einer Vielzahl von Teilmärkten. Der Kernbereich, der sog. erste Gesundheitsmarkt, umfasst den Bereich der "klassischen" Gesundheitsversorgung, dessen Leistungen größtenteils kassenfinanziert sind.
Der zweite Gesundheitsmarkt bezeichnet alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen rund um die Gesundheit.
Insgesamt sind über 6.000 Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft in Hamburg auf dem ersten und zweiten Gesundheitsmarkt tätig.
Die Hamburger Gesundheitswirtschaft ist Wachstumsbranche und Beschäftigungsmotor der Hansestadt zugleich: Fast jeder siebte Hamburger arbeitet in dieser Branche. Und etwa jeder elfte Euro wird bei uns mit Gesundheit erwirtschaftet. Die Gesundheitswirtschaft ist damit ein wesentlicher Leistungsträger der Hamburger Gesamtwirtschaft.

Volkswirtschaftliche Daten

Kenngrößen der GesundheitswirtschaftDaten
Zahl der Unternehmen6.358
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte75.690
Größenklassen der Unternehmen
-1-3 Beschäftigte5.482
-4-9 Beschäftigte469
-10-49 Beschäftigte281
>50 Beschäftigte126

Aktuelles Klima in der Gesundheitswirtschaft

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Im Frühjahr 2016 ist für die Hamburger Gesundheitswirtschaft ein Klima von 135.8 Punkten zu verzeichnen, im Vergleich zum letzten Quartal in 2015 ist das Klima um knapp 20 Punkte gesunken. Die Gesundheitswirtschaft liegt im 1. Quartal 2016 mit 135.8 Punkten über den der gesamten Hamburger Wirtschaft (114.9).
Das Wachstum der letzten Jahre wird aufgrund des demographischen Wandels, eines steigenden Gesundheitsbewusstseins und der technologischen Entwicklung weiter anhalten. Insbesondere der Zweite Gesundheitsmarkt weist in Hamburg nachhaltige Wachstumspotentiale auf.
Weitere Informationen über die Wachstumsbranche Gesundheitswirtschaft erhalten Sie hier.

Ausschuss für Gesundheitswirtschaft

Rückblick auf die Sitzung vom 3. Mai 2016
Thema der Mai-Sitzung waren Innovationen in der Gesundheitswirtschaft. Wie in allen Branchen bringt die Digitalisierung auch für die Gesundheitswirtschaft Chancen für neue Geschäftsmodelle oder Prozesse mit sich. Impulse bieten sich dabei nicht nur in Form von Gesundheits-Apps oder eHealth-Anwendungen im privat finanzierten Gesundheitswesen. Auch die Anbieter des ersten Gesundheitsmarkts, z.B. Kliniken und Krankenversicherungen können profitieren. Frank Laakmann von der HanseMerkur Versicherungsgruppe stellte dem Ausschuss vor, wie digitale tools die Betreuung und den Service für die Versicherten verbessern könnten.
Zudem berichtete Dr. Carsten Lohmann von der Hamburgischen Investitions- und Förderbank über Fördermöglichkeiten für Gründer. In der Gesundheitsbranche sei die Förderfähigkeit innovativer Geschäftsvorhaben höher als in anderen Branchen. Herr Dr. Lohmann ging in seinem Vortrag insbesondere auf das „Programm für Innovation (PROFI)“ ein, mit dem einzelbetriebliche und kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte Hamburger Unternehmen gefördert werden.
„Der Ausschuss für Gesundheitswirtschaft widmet sich den Trends und Herausforderungen der Querschnittsbranche Gesundheit. Impulse für den ersten und zweiten Gesundheitsmarkt sowie eine verbesserte Versorgung liefert aktuell insb. die Digitalisierung mit vielfältigen Chancen für neue Produkte und Dienstleistungen im Bereich eHealth.“
Dr. Andreas Gent
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Ausschussvorsitzender
Dr. Andreas Gent
Vorstandsmitglied der HanseMerkur Versicherungsgruppe
Kontaktieren Sie den Ausschuss unter
gesundheit@hk24.de

Arbeitskreis Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz

Bericht aus der Sitzung am 31. Mai 2016
In der Mai-Sitzung ging es um die Rolle der Kommunikation als Erfolgsfaktor im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Viele Unternehmen sind im Betrieblichen Gesundheitsmanagement aktiv. Die große Herausforderung ist es, die Angebote im Unternehmen erfolgreich an die Mitarbeiter zu bringen. Gleichzeitig kann die externe Kommunikation von gesundheitsfördernden Angeboten als Marketinginstrument genutzt werden, um die eigene Arbeitgeberattraktivität zu steigern.
Nicole Wünsch, Geschäftsführerin marketing teufel, stellte Wege der internen und externen Kommunikation anhand von Praxisbeispielen dar, zeigte Stolpersteine und Gelingensfaktoren auf. Sie hob besonders hervor, dass es unausweichlich sei, alle Ebenen des Unternehmens einzubeziehen, um anschließend möglichst viele Mitarbeiter zu erreichen. Zudem appellierte sie an die Unternehmen, ihre Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung stärker extern zu kommunizieren und als Marketinginstrument zu nutzen.
Die Arbeitskreis-Mitglieder diskutierten anschließend über ihre Erfahrungen im Bereich der Kommunikation des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Betont wurde, dass das Angebot gesundheitsfördernder Maßnahmen eine Wertschätzung gegenüber der Belegschaft bedeute und gleichzeitig einen Nutzen für das Unternehmen darstelle. Es gelte, dies glaubwürdig im Unternehmen zu kommunizieren.
„Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource von Unternehmen. Gesundheitsförderung ist dafür mittlerweile das „Ass im Spiel“. Für dieses Thema bietet der Arbeitskreis Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz für große und kleine Unternehmen sowie Gesundheitsdienstleister eine vertrauensvolle Kommunikationsplattform und einen praxisnahen Wissenstransfer.“ - Heidrun Köhlert
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Arbeitskreisvorsitzende
Heidrun Köhlert
Geschäftsführerin der KS MEDIA Produktionsgesellschaft
für Film und Content mbH
Kontaktieren Sie den Arbeitskreis unter
bgma@hk24.de