Gesamtkonzept Elbe

Jahrzehnte langer Stillstand für die gewerbliche Schifffahrt auf der Binnenelbe beendet

Hamburger Wirtschaft begrüßt Konsens zum „Gesamtkonzept Elbe“
Hamburg, 17. Januar 2017 – Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz hat die Verabschiedung des „Gesamtkonzeptes Elbe“ in der Bund-Länder-Runde als einen „wichtigen Meilenstein für eine stärkere verkehrliche Nutzung der Mittel- und Oberelbe und die Voraussetzung für eine Stabilisierung dieses Ökosystems“ bezeichnet.  „Dies ist nach jahrzehntelangem Stillstand ein Riesenerfolg sowohl für die Wirtschafts- als auch für die Umweltverbände entlang der Elbe.“ so Schmidt-Trenz.
Mit der Umsetzung der Maßnahmen des „Gesamtkonzepts Elbe“ werden sich die Rahmenbedingungen für die gewerbliche Schifffahrt und die Häfen entlang der Mittel- und Oberelbe – insbesondere aber für den Hamburger Hafen – deutlich verbessern. Eine verlässliche Wassertiefe wird dazu führen, dass mehr Transporte zwischen Tschechien und Hamburg auf den umweltfreundlichen Verkehrsträger Binnenschiff verlagert werden können.
„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Monate sollte nun in den regionalen Beteiligungsforen fortgesetzt werden“, appellierte der Handelskammer-Hauptgeschäftsführer. Leider benötige die Umsetzung der nun beschlossenen Maßnahmen mindestens zehn Jahre, um auf voller Strecke Wirkung für die gewerbliche Schifffahrt zu entfalten. „Wir hoffen“, so Schmidt-Trenz weiter, „dass der Bund und die Bundesländer die Umsetzung prioritär angehen und die nötigen Planungskapazitäten bereitstellen.“
Im Jahr 2013 startete der „Erarbeitungsprozess“ für das Gesamtkonzept Elbe, er nahm aber erst durch die Schaffung eines Beratergremiums unter Einbeziehung der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) im vorletzten Jahr an Fahrt auf. Die Kammerunion Elbe/Oder besteht aus 32 tschechischen, polnischen und deutschen Industrie- und Handelskammern. Die KEO wurde vor zwölf Jahren auf Initiative der Handelskammer Hamburg gegründet, um die wirtschaftlichen Interessen im Handelsraum des Elbstroms und der Oder stärker vertreten zu können. Der Wirtschaftsraum der KEO-Mitgliedskammern umfasst rund 37 Millionen Einwohner.
Die Handelskammer ist seit 1665 die Selbstverwaltung der gewerblichen Hamburger Wirtschaft. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung, ist kundenorientierter Dienstleister für unsere Mitgliedsfirmen und unabhängiger Anwalt von Markt, Wettbewerb und Fair Play. Wir beraten Unternehmen, wir bündeln Interessen und wir bilden Menschen. Über 700 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistungen engagieren sich ehrenamtlich bei uns als gewählte Vertreter ihrer Branchen in über 30 Gremien. Sie tragen entscheidend zur Meinungsbildung der Handelskammer bei. Außerdem nehmen 4.000 ehrenamtliche Unternehmensvertreter die Prüfungen in der dualen Berufsausbildung ab, die uns der Staat per Gesetz als hoheitliche Aufgabe übertragen hat. Unser Leitsatz heißt: „Wir handeln für Hamburg.“