BID Broschüre

Mit 25 Business Improvement Districts ist Hamburg bundesweit einsame Spitze

Handelskammer und Stadt ziehen Erfolgsbilanz bei der Aufwertung der Quartiere
Hamburg, 21. Dezember 2016 – Seit 2005 hat der Hamburger Senat insgesamt 25 Business Improvement Districts (BIDs) in der Stadt eingerichtet, weitere werden vorbereitet. Das Investitionsvolumen beträgt 55 Millionen Euro. Hinzu kommt ein Housing Improvement District (HID) in Steilshoop. Damit ist Hamburg bundesweit der Vorreiter und verfügt mit dem BID Nikolai-Quartier über eines der größten Projekte dieser Art in Europa. Deren Mitglieder unterzeichneten außerdem vorgestern die europaweit erste Partnerschaft mit dem BID NE1 aus der nordostenglischen Stadt Newcastle. Bei der Kooperation geht es um den Austausch  von Erfahrungen unter anderem bei den Marketingaktivitäten und der Erfolgskontrolle.
BIDs sind fest umrissene Quartiere oder Straßenzüge, in denen die ansässigen Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen in einem bestimmten Zeitraum (maximal fünf Jahre) auf eigene Kosten Maßnahmen zur Aufwertung des eigenen Standortes durchführen. Konkret können dies Beleuchtung, Bepflanzung, Service- und Marketingaktivitäten, Veranstaltungen, aber auch umfassende Baumaßnahmen zur Neugestaltung eines Quartiers sein. Die Idee stammt aus Nordamerika, wo das Modell bereits seit 40 Jahren erfolgreich umgesetzt wird. In Hamburg haben die Kammer und die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mit einer Broschüre (www.hk24.de/bid) jetzt eine Zwischenbilanz gezogen.
„BIDs sind eine Hamburger Erfolgsgeschichte und haben erheblich dazu beigetragen, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger wieder stärker mit der Innenstadt und den Stadtteilzentren identifizieren“, so Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen. Auch international hätten die Hamburger BIDs große Aufmerksamkeit geweckt, zahlreiche Delegationen hätten deswegen die Stadt besucht. Stapelfeldt lobt außerdem die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wirtschaft, ohne die keines dieser Projekte zustande gekommen wäre. „Viele Grundeigentümer und Gewerbetreibende in Bergedorf, Harburg, in der City oder in anderen Quartieren investieren mit BIDs nicht nur in ihre Immobilien und deren Werterhalt“, sagt Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer. Sie leisteten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Innenstadt, attraktive Bezirks- und Stadtteilzentren und für die Lebensqualität in Hamburg.
Die Handelskammer ist seit 1665 die Selbstverwaltung der gewerblichen Hamburger Wirtschaft. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung, ist kundenorientierter Dienstleister für unsere Mitgliedsfirmen und unabhängiger Anwalt von Markt, Wettbewerb und Fair Play. Wir beraten Unternehmen, wir bündeln Interessen und wir bilden Menschen. Über 700 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistungen engagieren sich ehrenamtlich bei uns als gewählte Vertreter ihrer Branchen in über 30 Gremien. Sie tragen entscheidend zur Meinungsbildung der Handelskammer bei. Außerdem nehmen 4.000 ehrenamtliche Unternehmensvertreter die Prüfungen in der dualen Berufsausbildung ab, die uns der Staat per Gesetz als hoheitliche Aufgabe übertragen hat. Unser Leitsatz heißt: „Wir handeln für Hamburg.“
Kontakt:
Dr. Jörn Arfs, Pressestelle Handelskammer Hamburg, Tel.: 040-36138-301, E-Mail: joern.arfs@hk24.de
Dr. Magnus-Sebastian Kutz, Pressestelle Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Tel. 040-42840-2051, E-Mail: magnus.kutz@bsw.hamburg.de