Aufbewahrungsstelle

Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv

Aktuelles

Onlineausstellung
Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten die Unternehmen die Verschlussmarken für Briefe als Werbefläche. Die Reklamemarken entstanden und wurden rasch zum beliebten Sammelobjekt. Das Hanseatische Wirtschaftsarchiv stellt seine Sammlung von Marken in einer Onlineausstellung vor.

Über uns

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Im Januar 2008 hat die Handelskammer Hamburg die gemeinnützige Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv gegründet. Der sogenannte Safebestand der Commerzbibliothek, der mit 280 Jahren ältesten privaten Wirtschaftsbibliothek der Welt, bildet den Grundstock des Hanseatischen Wirtschaftsarchivs. In den Gremien der Stiftung sind Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft vertreten.
Die Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv ist zentrale Aufbewahrungs- und Sammelstelle von handschriftlichen und gedruckten Zeugnissen sowie sonstigen historischen Anschauungsmaterialien aus dem Wirtschaftsleben in Hamburg und Norddeutschland. Dieser Aufgabe kommt sie nach durch die Aufnahme und Sicherung, die wissenschaftliche Bewertung und archivgerechte Erschließung und dauerhafte Aufbewahrung wirtschaftlichen Archivgutes von Unternehmen, Kammern und Verbänden. Dies kann geschehen in Form einer Übertragung unter Eigentumsvorbehalt (Depositalvertrag) oder durch eine Schenkung des Archivguts an die Stiftung. Das Archiv dokumentiert damit die Leistungen, Innovationen und Markengeschichte(n) der norddeutschen Wirtschaft.
Das Hanseatische Wirtschaftsarchiv berät und unterstützt Unternehmen in Fragen der Unternehmensgeschichte und –archive, es versteht sich als Forschungseinrichtung für Wirtschafts- und Regionalgeschichte und als Rettungsstation für archivwürdige Unterlagen von Betrieben und Verbänden der Wirtschaft.
Für die Unternehmen bedeutet eine Abgabe der Firmenunterlagen an das Wirtschaftsarchiv verlässliche Aufbewahrung, jederzeitige Verfügbarkeit und kalkulierbare Kosten.
Organe der Stiftung
  • Vorstand
  • Kuratorium
  • Beirat
  • Geschäftsführung

Kontakt und Impressum

Kathrin Enzel (Geschäftsführerin)
Adolphsplatz 1, D-20457 Hamburg
Postfach 11 14 49, 20414 Hamburg
Tel.: 040/36 13 8-517; Fax: 040/36 13 8 61-872
E-Mail: wirtschaftsarchiv@hk24.de
Haftungsausschluss
Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 12. Mai 1998 (312 O 85/98 - "Haftung für Links", u.a. nachzulesen auf www.online-recht.de) entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der verlinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Landgericht - nur durch die ausdrückliche Distanzierung von diesen Inhalten verhindert werden. Wir haben auf verschiedenen Seiten zu zahlreichen anderen Internet-Seiten Links gelegt. Für alle diese Links gilt: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe. Deshalb distanzieren wir uns hiermit von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer gesamten Website inklusive aller Unterseiten; wir machen uns Inhalte verlinkter Seiten ausdrücklich nicht zu eigen. Wir sind zudem dankbar für jeden Hinweis auf inhaltlich bedenkliche Seiten, zu denen Links von unseren Seiten führen.

Öffnungszeiten

Derzeit sind die Bestände des Wirtschaftsarchivs in den Räumen der Commerzbibliothek zu folgenden Zeiten nutzbar:
Montag bis Donnerstag 10:00 bis 16:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 15:00 Uhr

Was leistet die Stiftung?

Das Wirtschaftsarchiv unterstützt Wirtschaft und Wissenschaft in allen Angelegenheiten der Wirtschaftsgeschichte und -archive.
  • Sammlung, Erhaltung, Restaurierung und Archivierung wirtschaftshistorischer Dokumente.
  • Sichtung, wissenschaftliche Bewertung, archivgerechte Ordnung und Verzeichnung der Bestände
  • Entlastung der Unternehmen durch Aufbereitung, Erfassung und Lagerung des Archivguts
  • Enge Zusammenarbeit mit wirtschaftsgeschichtlichen Forschungseinrichtungen
  • Beratung in allen Fragen der Wirtschaftsarchivpflege und Unternehmensgeschichte
  • Bereitstellung der Firmenunterlagen für eine weitere Nutzung durch die Unternehmen vor allem für die Tätigkeit und Darstellung des Unternehmens; bei Bedarf Aufbereitung für Präsentationen und Ausstellungen.

Für Unternehmen: Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsarchiv?

Die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsarchiv und die Übergabe des eigenen Firmenarchivs an dieses bietet für die Hamburger Unternehmen verschiedene Vorteile.
  • Das Wirtschaftsarchiv verwahrt die archivwürdigen Unternehmensunterlagen verlässlich "für die Ewigkeit".
  • Das Wirtschaftsarchiv erstellt Verzeichnisse, durch die einzelne Schriftstücke gezielt aufgefunden werden können.
  • Das Verzeichnis zum eigenen Unternehmensarchiv wird auch dem Unternehmen zur Verfügung gestellt.
  • Das Wirtschaftsarchiv ermöglicht der abgebenden Firma jederzeit Zugriff auf die Firmenunterlagen.
  • Das Wirtschaftsarchiv entlastet die Unternehmen von firmeninternen und externen Anfragen zu den Unterlagen.
  • Ein Vertrag ermöglicht es dem abgebenden Unternehmen auch weiterhin Eigentümerin der Unterlagen zu bleiben. Auf Wunsch ist aber auch eine Schenkung der Unterlagen an die Stiftung möglich.
  • Auch über die erste Übernahme hinaus sichtet das Wirtschaftsarchiv die Firmenregistraturen abgebender Firmen in regelmäßigen Abständen nach Archivwürdigem: die Registratur wird entlastet, der Archivbestand fortgeführt.
  • Die Kosten für Aufbereitung, Erfassung und Lagerung des Archivguts werden für die Unternehmen kalkulierbar.
  • Durch Fachkenntnis und Know-How schützt das Wirtschaftsarchiv die Unternehmen vor der "digitalen Falle".
Die Unterlagen des Wirtschaftsarchivs stehen unter strenger Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes, des Hamburger Archivgesetzes und der Vereinbarungen mit den Archivgebern für die Forschung zu Verfügung.

Für Unternehmen: Welche Unterlagen sind archivwürdig?

Der Entwurf für ein nicht mehr verwendetes Etikett einer Bierflasche? Die Planzeichnung eines längst stillgelegten oder verkauften Schiffes? Eine pauschale und allgemeingültige Antwort auf die Frage, welche Unterlagen aus Unternehmensregistraturen archivwürdig, also dauerhaft zu sichern sind und welche zur Vernichtung freigegeben werden können, lässt sich nicht finden. Zu stark unterscheiden sich die verschiedenen Unternehmen in ihrer Struktur voneinander. Die Schwerpunkte der Überlieferung von Dokumenten sind von Branche zu Branche verschieden. Ebenso gibt es Unterschiede in der Zielsetzung, mit der ein Unternehmensarchiv angelegt wird: Soll es der reinen Rechtswahrung dienen, als Teil der Öffentlichkeitsarbeit die Geschichte des Unternehmens spektakulär nach außen vermitteln oder als „Planarchiv” Technikinteressierten mit vielen Details für ihr Hobby versorgen?
Gewisse Gemeinsamkeiten in Unternehmen tragen jedoch dazu bei, dass sich doch eine gewisse Sicherheit bei der Beantwortung der Frage nach der Aufbewahrungswürdigkeit von Unterlagen finden lässt. Die Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv bietet Ihnen ein PDF zum Thema "Welche Unterlagen sind archivwürdig" entwickelt, die erste Hinweise zu diesem Thema gibt.
(Nota: An dieser Stelle würde ich auf jeden Fall das pdf „Welche Unterlagen sind archivwürdig“ einbinden)

Für Unternehmen: So können Sie uns unterstützen

Um ihrer Aufgabe nachkommen zu können, ist die Stiftung auf die Unterstützung von Unternehmen und anderen Interessierten angewiesen.
Die Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv ist eine Stiftung privaten Rechts und als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt. Für Interessenten und Förderer der Stiftung besteht die Möglichkeit, das Wirtschaftsarchiv als Stifter oder durch Spenden zu unterstützen.

Für Benutzer: Bestände des Hanseatischen Wirtschaftsarchivs

Der historische Safebestand der Commerzbibliothek der Handelskammer bildet den Grundstock der Stiftungsbestände. Die Sammlung besteht aus Atlanten, Seekarten und Reisebeschreibungen aus fernen Ländern, Chroniken und Kalender. Dazu kommen Literatur über Münzen, Maße und Gewichte, Länderkunde, Schiffbau, Kameral- und Staatswissenschaft, See- und Völkerrecht. Aus der Zeit der Hansezugehörigkeit Hamburgs stammen zahlreiche Chroniken und Rechtssammlungen verschiedener Hansestädte, etwa Lübecks und Kölns. Die sogenannten "Hamburgensien" bilden einen weiteren Sammlungsschwerpunkt. Diese umfassen neben Unterlagen aus dem politischen Leben der Hansestadt Hamburg (z.B. Protokolle der Commerzdeputation, Mandatsammlungen oder Consularberichte) auch Rechtstexte und Dokumente aus dem kirchlichen Leben der Stadt. Dazu kommt eine große Sammlung an Gelegenheitsdichtung zu feierlichen Anlässen der Hamburger Bürgerschicht wie Taufen, Eheschließungen und Todesfällen. Die wichtigsten Zeitungen des 18. und 19. Jahrhunderts runden die Sammlung ab (Bestand CB Safe).
Diese Überlieferung wird ergänzt werden durch die archivwürdigen Firmenarchive Hamburger und norddeutscher Unternehmen, sowie die Überlieferung von Kammern und Verbänden der Wirtschaft und die Nachlässe wichtiger Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben.
Als erster Firmenarchiv konnte das Reedereiarchiv Ick-Mathies-Sommer übernommen werden. Es handelt sich hierbei um die Bestände mehrerer Reedereien, die sich zum Teil seit 1903, zum Teil auch schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts von Hamburg aus den Schiffen und dem Transportgeschäft im Nord- und Ostseeraum widmete. Zahlreiche schriftliche Unterlagen, aber auch Bilder und Gegenstände, die die Geschichte und Tätigkeit der Reedereien dokumentierten, bilden nun das Unternehmensarchiv (Bestand F1)
Im Februar 2010 übernahm das Hanseatische Wirtschaftsarchiv das Alfred-Toepfer-Archiv von der Carl-Toepfer-Stiftung. Dieser Nachlass des Hamburger Ehrenbürgers, Unternehmers und Stifters umfasst zahlreiche Dokumente, Fotografien und Sachgegenstände aus Alfred Toepfers Privatleben, zur Gründung seiner Firma, zu den sozialen Maßnahmen in seinem Unternehmen (Wanderungen durch die Heide, gemeinsames Skifahren mit den Lehrlingen, Theaterbesuche, Feste, die Möglichkeit, Firmenwagen und ein Faltboot auszuleihen), zu seiner Bekanntschaft mit Literaten (Ernst Jünger) und Politikern (z. B. Charles de Gaulle und Konrad Adenauer), zu seinem Engagement für den Naturschutz sowie zu seinen Aktivitäten als Stifter (Bestand N2). Ergänzt wird die Überlieferung durch die Dokumentation der Unabhängigen Historikerkommission, die von 1996 - 2000 Alfred Toepfers Verhalten im Dritten Reich aufarbeitete (Bestand N2a).
Zu den Beständen des Wirtschaftsarchivs gehören außerdem:
- F2 Getreidehebergesellschaft
- F3 Carlowitz & Co.
- F4 Van Dissel, Rode & Co. GmbH
- F6 Vereinigte Jute-Spinnereien und -Webereien
- F7 Grundeigentümerversicherung
- F9 Nordmann, Rassmann GmbH
- F10 J.J. Darboven GmbH & Co. KG
- F15 Alfred Holle
- F16 LADIGES GmbH & Co. KG
- F17 Gätcke's Glas F. Dau & Sohn
- F 19 Offizin Paul Hartung
- F 20 Hamburger Feuerkasse
- N1 Vorlass Präses Nikolaus W. Schües
- N7 Nachlass Altpräses Prof. Dr. Stödter
- N8 Nachlass Dr. Helga Stödter
- V1 Gesellschaft Harmonie von 1789
- V2 Deutsch-Iranische Handelskammer e.V.
- V7 Grundeigentümerverband Hamburg von 1832 e.V.
- V8 Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V.
- V9 Richard M. Meyer-Stiftung mit Wölbern-Bank
- V10 Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg e.V.
- S4 Sammlung Reklamemarken
- S5 Briefköpfe 

Für Benutzer: Benutzung

Die Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv versteht sich auch als Forschungseinrichtung für Wirtschafts- und Regionalgeschichte. Die im Wirtschaftsarchiv verwahrten Unterlagen stehen daher – unter Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes, der Landesarchivgesetzgebung sowie der Vorgaben des Depositalgebers – für eine Nutzung durch Dritte zur Verfügung.
Die Benutzung kann, soweit ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird, erfolgen durch persönliche Einsichtnahme im Hanseatischen Wirtschaftsarchiv, durch schriftliche Auskunft, Anforderung von Reproduktionen
  1. für dienstliche Zwecke von Behörden und Gerichten,
  2. für interne Zwecke der Depositalgeber,
  3. für Zwecke der Wissenschaft und Forschung,
  4. für Zwecke von Bildung und Unterricht,
  5. zur Vorbereitung von Veröffentlichungen, z.B. durch Presse, Hörfunk, Film und Fernsehen,
  6. zur Wahrnehmung berechtigter persönlicher Belange.
Näheres regelt die Benutzungsordnung der Stiftung Hanseatisches Wirtschaftsarchiv.
Die Benutzung bedarf der Genehmigung und setzt einen entsprechenden Antrag voraus. 
Der historische Safebestand der Commerzbibliothek wird auch weiterhin über die Commerzbibliothek der Handelskammer genutzt. Die Bände aus dem Safe sind, sofern keine konservatorischen oder rechtlichen Gründe dem entgegenstehen, für jeden, der ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, Montags bis Donnerstags von 10:00 - 16:00 Uhr, Freitags von 10:00 - 15:00 Uhr zugänglich.

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